Handbidet How To

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Do It Yourself: Ein Hand-Bidet selbst bauen.
Wer nicht extra Geld für eine Po-Dusche ausgeben möchte (besonders, wenn man erstmal austesten will, ob man mit dieser Form der Schnellwäsche zurecht kommt), dann ist eine übliche, kleine PET-Flasche schnell umfunktioniert.


​Du brauchst:
eine kleine, gebrauchte PET-Flasche, die weich genug zum Zusammendrücken ist
mit Deckel
ein scharfes Messer, zum Beispiel ein Teppichmesser oder schweres Küchenmesser (das sicher in der Hand liegt)
eventuell eine kleine Feile (Nagelfeile)

Anleitung

Von der Plastikflasche dreht man den Deckel ab und entfernt von ihm die abstehenden Haltestreifen und die innenliegende, weiche Scheibe. 

Danach schneidet man mit einem scharfen Messer schräg von der Deckeloberseite zum Rand hin, so dass eine schnitzenförmige Öffnung entsteht.

Am besten man tastet sich langsam vor und schraubt den Deckel immer wieder auf und füllt etwas Wasser ein, um die entstehende Öffnung zu testen. Sie sollte nicht zu groß werden, damit auch mit wenig Druck ein gezielter Strahl entsteht.

Eventuell kann man mit einer kleinen Feile noch abstehende Kanten abschleifen.

Outdoor-Tip

Sogar beim Wandern ist das DIY-Hand-Bidet praktisch. Das Wasser zum Waschen (für den ganzen Körper) ist damit rationiert, so wie das Trinkwasser auch und bietet zudem noch eine kleine Notreserve.
Die Flasche lässt sich mit einem zweiten, unbearbeiteten Deckel verschließen und verstauen. 

Zum Waschen braucht man dann nur den „Spritzaufsatz“ aufschrauben. Das wiegt zwar mehr als Klopapier, aber ist gerade in freier Natur besonders schonend zur Umwelt.
 

das Hand-Bidet ist

  • in ca 5 Minuten fertig
  • mit 15ct bezahlt

– & –

  • mit Plastik
  • upcycling
  • diy – do it yourself

Bidettücher statt Toilettenpapier

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Besonders hautschonend und nachhaltig!​ Für alle, die zum Abtrocknen des Intimbereichs auf wiederverwendbare Alternativen zu Toilettenpapier umsteigen wollen, haben wir folgende Tips:​

Nur zum Trockentupfen

Wir empfehlen die Bidettücher für das Abtupfen von Urin oder Wasser, wie nach der schon beschriebenen Wasserreinigung. Vorsichtiges Trockentupfen ist sanft zur Haut, insbesondere bei Neurodermitis, Infektionen und ähnlichem. Upcycling- und Kulmine-Stoffe sind außerdem frei von chemischen Zusätzen, die die Haut zusätzlich irritieren können.

Selbstgemacht – DIY

Ausrangierte Handtücher und Shirts bieten sich an, in handliche Stücke geschnitten und weiterverwendet zu werden. Sie enthalten in der Regel keine Reizstoffe aus der Produktion mehr, da sie schon oft gewaschen wurden.
Wer mag, umsäumt diese Rechtecke zusätzlich mit einem Zickzackstich, um ein Ausfransen des Stoffs zu vermeiden
.

Allzwecktuch von Kulmine

Alternativ bietet Kulmine jetzt Sets mit mehreren Allzwecktüchern an, die als Bidettücher geeignet sind. Sie sind aus der gleichen saugfähigen Bio-Baumwolle (Satin) gefertigt, wie unsere schnupfenfesten Stofftaschentücher und Stoffservietten. Außerdem sind sie in doppelter Lage genäht, was sie noch aufnahmefähiger macht.

Natürlich kann man diese auch für viele andere Zwecke nutzen. Besonders zum Ersatz für Küchenrolle: überall dort, wo es um „wisch und weg“ geht! Andere Ideen: zum schnell mal im Waschbecken durchwischen und für Ablagen oder Pfannen in der Küche. Und dann ab in den Wäschekorb damit!
Kulmine bietet hierfür zwei Sets, einmal mit 7 Stück und einmal mit 21 Stück.
Noch kleinere Stoffreste zum Wegwerfen nach einmaligem Gebrauch können bei der Bestellung von Allzwecktüchern angefragt werden, je nach Vorrat geben wir Ihnen welche zur Lieferung dazu.

Wäsche

Gewaschen werden sie so wie Unterwäsche oder Handtücher auch. 60°C reichen dabei aus, um eventuellen Bakterien den Garaus zu machen.
Solltest du aufgrund von Unverträglichkeiten ungefärbte Stoffe bevorzugen, kannst du das einfach bei der Bestellung im Feld für Anmerkungen dazuschreiben – dann beachten wir das beim Packen deiner Lieferung.


P.S.: Wie man auf dem Foto sieht, muss man keine radiakle Umstellung machen. Es steht immer noch eine Rolle mit Papier für Besuch bereit. 😉 

Menstasse und Bidet – eine Lovestory

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Mit der Entdeckung der Menstruationskappe war ich begeistert – die Vorteile sind einfach bestechend: nicht austrocknend, keine Angst vor TSS, umweltfreundlich, ohne nässendes Rückholbändchen und selbst auf kurze Sicht kostensparend.
Nur eine Sache fand ich anfangs nicht so optimal … die Sache mit dem Saubermachen der Tasse. Aber ich habe einige Tipps gefunden, so dass ich auch damit jetzt sehr zufrieden bin.

Basiswissen

Erst einmal gibt es ein paar Basics, die wir auf unserer Infoseite zur Menstasse zusammengetragen haben. Wenn du neugierig bist, aber noch keinen Menscup ausprobiert hast, empfehle ich dir, diese Seite erstmal in Ruhe durchzulesen. 

​Hier nochmal in Kürze, wie man den Cup reinigt:
Den Inhalt der Menskappe kann man direkt in die Toilette geben. Manchmal lässt sich das Blut nicht so leicht wegspülen, da es schwerer als Wasser ist. Das kann man umgehen, indem man ein Stück Papier in die Kloschüssel legt und erst dann das Blut darüber leert. Noch praktischer ist es, wenn man direkt ein Waschbecken in Reichweite hat, dann kann man den Cup da entleeren. Das erleichtert auch das Ausspülen des Cups und das Händewaschen.
Dazu nimmt man kaltes oder lauwarmes Wasser (letzteres reinigt bei hohem Schleimanteil im Blut besser) und bei Bedarf noch etwas ph-neutrale Seife.
Wer mag, kann den Cup mit Wasser füllen, eine Handfläche drüberpressen und dann die Tasse mehrmals vorsichtig zusammendrücken und wieder aufploppen lassen. Dadurch werden die Löcher besonders leicht freigespült, so dass der Cup beim Einsetzen gut aufploppt und nicht so leicht überläuft.

Ideen für unterwegs
Außer Haus braucht es etwas mehr Erfindungsgeist:

  • Man kann den Cup mit einem Stück Toilettenpapier auswischen.
  • Es gibt auch spezielle Reinigungstücher für Menstassen.
  • Andere wiederum nehmen eine kleine, mit Wasser gefüllte Tupperdose oder ein Einwegglas mit, um den Cup darin sauber zu schütteln.
  • Eine weitere Möglichkeit ist, eine kleine Wasserflasche zum Ausspülen zu nutzen (praktisch, um damit auch gleich Blut an anderen Stellen wegzuwaschen).

Danach kann die Tasse wieder eingesetzt werden.

​Die optimale Ergänzung: ein Bidet!

Von dieser Situation können einige Menstassenfrischlinge berichten: man entfernt den Cup und dann … landet das Blut-Schleim-Gemisch gefühlt überall!
Es ist im Kelch, an den Fingern oder an den Oberschenkeln und in der Keramik. Und nun?

Viele Frauen finden es deshalb angenehm, sich während der Mens auch tagsüber ab und an zu waschen – auch wenn einfaches Abwischen ausreichend ist. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • ein traditionelles Bidet (wie in vielen Ländern üblich, zum Beispiel Frankreich) oder ein Bideteinsatz für die Toilette
  • spezielle Duschaufsätze oder ein Anschluss an den Waschbeckenhahn
  • eine separate Po-Dusche (ich nenne es Hand-Bidet!) Es gibt sie fertig zu kaufen, aber auch eine simple 0,33l-PET-Flasche ist schnell dazu umfunktioniert. Wie, das erkläre ich in einem der nächsten Artikel.
  • ein einfacher Krug, Nasenspülkanne, Messbecher, Wasserflasche, Ballonbrause, Zimmergießkanne …
  • oder direkt über den Wannenrand schwingen.
  • Es geht natürlich auch hierzulande ebenso luxeriös wie in Japan, wo Toiletten schon eine Wasch- und Fönfunktion eingebaut haben!

Für Zuhause habe mich zuerst für eine kleine, zitronengelbe Gießkanne mit einem langen Ausgießhals entschieden, die schön harmlos im Badezimmer rumsteht. Später kam ein selbstgebautes Handbidet dazu und kleine, waschbare Tücher zum Abtrocknen.

Mit dieser rundum praktikablen Lösung, reinige ich mich mittlerweile nicht nur während der Mens sondern nach jedem Toilettengang, da ich das frische Gefühl zu schätzen gelernt habe. Manche Frauen nutzen die unkomplizierte, schnelle Wasserreinigung auch gerne vor dem Sex.

Wasch-Techniken
Jede kann für sich selbst herausfinden, wie das mit der schnellen Wäsche am besten funktioniert, schließlich ist jede Anatomie anders und auch die Utensilien, die man nutzt. Als Anregung stelle ich hier meine zwei Favoriten vor.

Waschen mit der Gießkanne: Die Kanne nicht zu voll mit Wasser füllen. Dann den Hals der Kanne vorne am Schambein ansetzen und das Wasser über die Vulva nach hinten laufen lassen, bei Bedarf mit der anderen Hand von hinten säubern. (Ich bekomme zumindest nicht beide Hände von der gleichen Seite zwischen den Beinen unter.)

Waschen mit dem Hand-Bidet: Hier hält man die Flasche oder Brause von hinten unter den Intimbereich und spült ihn ab. Mit der linken Hand bei Bedarf vorne durchgreifen und unter Einsatz von ausreichend Wasser abwischen. Ist der Strahl fest genug, reicht oft schon das Spülen mit der Flasche oder Brause. Mein Eindruck ist, dass die Variante mit einem Wasserstrahl etwas sparsamer im Verbrauch ist. 

Danach trocknet man sich ab. Das geht sowohl mit herkömmlichem Toilettenpapier als auch mit wiederverwendbaren Tüchern.
Bei waschbarem Stoff werden – je nach Größe – diese Tücher nur einmal benutzt oder täglich gewechselt.
Neben der Toilette steht bei mir nun eine schöne, ausrangierte Vase, in der die benutzten Bidettücher auf die nächste Wäsche warten.


Über die hierzu passenden, neuen Bidettücher von Kulmine berichten wir in wenigen Tagen!
Bestellen könnt ihr sie aber jetzt schon hier im Shop – und den Mooncup dazu.
Als eine weitere Alternative zum Tampon empfehlen wir außerdem das Levantiner Schwämmchen.