Erfahrungen mit hormoneller Verhütung

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„Pillenfrei“: Kulmine Mitarbeiterinnen und Kundinnen berichten über ihre Erfahrungen mit hormoneller Verhütung und ihren gewählten Alternativen.
Bei  Kulmine arbeiten viele Frauen und sie alle verbindet etwas, das nicht sichtbar und doch ganz schön stark ist: Es stellte sich bisher immer heraus, dass zufällig alle ohne künstliche Hormone verhüten! Warum schreiben wir darüber?

Erstmal sind wir ja sowieso Fans von Alternativen zum Mainstream, wie an unserer gesamten Arbeit unschwer zu erkennen ist. Das zeigt nicht nur das Sortiment an bunten Kulmines. Auch im Blog haben wir schon mehrmals über Verhütungsmethoden und Zyklusbeobachtung berichtet, in denen die Wertschätzung des natürlichen weiblichen Zyklus zum Ausdruck kommt.

Der körpereigene Rhythmus, der sich in der Monatsblutung so deutlich zeigt, kann Hinweise verschiedenster Art geben. Zunächst gibt der Zyklus darüber Aufschluss, ob der weibliche Körper „im Lot“ ist oder ob hormonelle Störungen, Stress oder andere Einflüsse zu Unregelmäßigkeiten führen. Speziell für Frauen, die über lange Jahre mit hormonellen Methoden verhütet haben, ist die Veränderung der Stimmung und des Wohlbefindens im Laufe des natürlichen Zyklus eine besondere Erfahrung. So berichten viele Frauen, die nicht hormonell verhüten, dass die Libido je nach Zyklusstand stärker oder schwächer ist und insgesamt die Sexualität facettenreicher erlebt wird. Oder sie erfahren Symptome wie PMS vor der Periode bewusster oder erleben eine besonders tatkräftige Energie in der Zeit nach der Menstruation. Diese Schwankungen können sowohl ein Segen als auch eine Belastung sein; hier ist es hilfreich, auf den eigenen Körper zu hören und anzunehmen, dass die erlebten Phänomene Teil der Fruchtbarkeit sind.

Für viele Frauen ist die wegfallende „Planbarkeit“ der Menstruation, wie sie insbesondere bei der Pille auftritt, zunächst ein Verlust und eine Herausforderung – gleichzeitig eine Chance, den Menstruationszyklus als archaische und unverfälschte Körpererfahrung neu kennen zu lernen. Der Verzicht auf hormonelle Verhütung stellt sich für viele Frauen als stärkend dar, als Selbsterfahrung und Selbstbestimmung. Die Auseinandersetzung mit dem Zyklus kann mit all ihren Aspekten bis in die Partnerschaft hineinwirken und zu einem besseren Verständnis für den weiblichen Körper und seine Wandelbarkeit führen.

Die Produkte von Kulmine unterstützen genau diesen Prozess, weil sie ermöglichen, die Menstruation als besondere Zeit im Leben einer Frau liebevoll und bewusst zu gestalten – mit Menstruationsartikel, die dem Körper und der Seele gut tun.Es ist daher wenig erstaunlich, dass nicht nur die Mitarbeiterinnen sondern auch viele der Kulmine-Kundinnen entweder noch nie hormonell verhütet haben oder sich nach einigen Jahren wieder für natürliche oder Barrieremethoden entschieden haben.

Wir freuen uns über Zusendungen von Frauen, die ihre Erfahrung (mit der Pille oder ein Leben ganz ohne Pille) teilen möchten.
Welche Erlebnisse haben Kulmine-Verwenderinnen mit dem Verzicht auf hormonelle Verhütungsmethoden? Wir stellen in den nächsten Beiträgen einige Erfahrungsberichte vor.


Zyklusbeobachtung deluxe – jetzt geht’s ans Verhüten!

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Jetzt gab es hier einige Texte, wo das mit der Zyklusbeobachtung erwähnt und erklärt wurde. Manche Kommentatorinnen haben dabei auch geschrieben, dass sie damit verhüten. Aber mal ehrlich – mit Zyklusbeobachtung sicher verhüten, wie soll das gehen?
Mit einer Methode namens Sensiplan!

NFP steht erstmal für Natürliche Familienplanung und ist ein umfassender und dadurch ungenauer Überbegriff zu verschiedenen Methoden der Zyklusbeobachtung. Um leichter von anderen Methoden unterscheidbar zu sein, suchten die deutschen Vertreter:innen der Methode nach einer eindeutigen Bezeichnung. So kam es zu dem Namen Sensiplan.

Es gibt auch andere Methoden der Zyklusbeobachtung, mit denen man sicher verhüten kann, aber deren Regeln kenne ich nicht so gut wie die von Sensiplan. Denn die Methode wende ich an, seit ich 18 bin. 
Weil mich die so überzeugt hat, habe ich damals ziemlich schnell eine Ausbildung als Beraterin gemacht. In der Ausbildung habe ich gelernt, wie ich anderen Frauen und auch Paaren die Methode beibringen kann.

Aber eigentlich habe ich das (in etwas anderer Form) auch schon vorher gemacht, nämlich im Nfp-Forum. Und noch eigentlicher habe ich da auch eine Ausbildung bekommen. Denn weil diese Art von Verhütung so einen schlechten Ruf hat, geben sich in dem Forum alle besonders viel Mühe, die Methode so richtig und genau wie möglich anzuwenden. Das heißt, alle gucken besonders gründlich und kritisch auf die Zykluskurven der verschiedenen NFPlerinnen. So nennen wir uns, auch wenn wir da fast alle Sensiplan betreiben.

Vorurteile zu NFP

In den 12 Jahren der Anwendung und Vermittlung der Methode bin ich mit vielen Menschen ins Gespräch über die Methode gekommen. Dabei kam es immer wieder zu den gleichen Reaktionen. Vielleicht hattest du beim Lesen der Einleitung auch ähnliche Gedanken und genau deswegen stehen sie hier, noch bevor es um die Methode an sich geht.

Das ist unsicher!

  • Wer den Zyklus mit den Regeln von Sensiplan auswertet, nutzt eine sichere Verhütungsmethode mit einem Pearl Index von 0,4.
  • Das heißt, wenn 100 Frauen die Methode ein Jahr lang richtig anwenden, dann werden 0,4 schwanger.
  • Wenn in der fruchtbaren Zeit Kondome eingesetzt werden, ist die Sicherheit 0,6.
  • Die hohe Sicherheit entsteht durch die Kombination von zwei verschiedenen Körperzeichen.
  • Das alles ist durch unabhängige wissenschaftliche Studien der Universitäten Heidelberg und Düsseldorf abgesichert. 
  • Alle Methoden mit einem Pearl Index unter 1 werden als sehr sicher eingestuft. Damit ist Sensiplan so sicher wie die Pille.

Das ist umständlich!

  • Die Handlungen zur Methode selbst sind einfach: Morgens die Temperatur messen und abends die anderen Körperzeichen eintragen!
  • Die Methode erfordert eher ein Umdenken. Zum Beispiel, dass man in der fruchtbaren Zeit Kondome oder ein Diaphragma benutzt. 

Man muss diszipliniert sein!

  • Viele Menschen denken, dass sie mit NFP jeden Tag die Temperatur um 6 Uhr morgens messen müssen – das stimmt aber nicht. 
  • Die Methode passt sich an deinen Lebensstil an und wenn du mal am Wochenende nicht misst, oder ausschlafen willst, ist das gar kein Problem.
  • Auch wenn du mal vergisst, zu messen, hat das keine Auswirkungen auf die Sicherheit. 

Das geht nur mit super regelmäßigem Zyklus!

  • Die Regeln lassen sich mit ganz verschiedenen Zyklen anwenden, egal ob diese kurz oder lang sind. 
  • Auch für Stillphasen oder die Zeit der Wechseljahre gibt es angepasste Regeln.
  • Da sie alle individuellen Situationen berücksichtigen, kann man mit unregelmäßigen Zyklen mit Sensiplan verhüten – auch in der Pubertät oder bei hormonell bedingten Störungen wie Schilddrüsenerkrankungen oder PCO(S).
  • Mit sehr langen Zyklen ist einfach die Zeit, in der Barrieremethoden zur Verhütung oder alternative Praktiken genutzt werden, länger. 

Das geht nur, wenn man ein geregeltes Leben führt!​

  • Die Studien belegen, dass die Kurven auch bei Schichtdienst und in ganz verschiedenen Lebenslagen ausgewertet werden können.
  • Der Umgang mit unterschiedliche Messzeiten und ein unregelmäßiger Tagesablauf sind mit den Regeln abgedeckt.
  • Unter den Anwenderinnen finden sich viele Studentinnen, Mütter und Frauen, die in Schichtdienst arbeiten.

Was ist also dran am schlechten Ruf von NFP?

Wie festgestellt wurde, nichts! Manche der Vorurteile beziehen sich auf die eingangs genannten anderen Methoden der Zyklusbeobachtung, die teilweise mit unsichereren Regeln arbeiten. Wer Sensiplan nutzt kann aber darauf vertrauen: Diese Methode ist … 

  • sicher,
  • einfach,
  • nur mit geringem Aufwand verbunden,
  • auch bei unregelmäßigen Zyklen anwendbar
  • und passt sich an die Lebensumstände an.

Aber das klingt alles viel zu gut, um wahr zu sein!
Wie funktioniert die Methode?

Man nennt diese Methode auch STM – symptothermale Methode. Denn beobachtet werden zwei Dinge: ein Körpersymptom (sympto) und die Temperatur (thermal).

Die Basis der Methode sind die Interpretation von biologischen Gegebenheiten des Zyklus. Das haben wir hier schon beschrieben. Das Wissen aus dem Blogeintrag zur einfachen Zyklusbeobachtung brauchst du, um die nächsten Erklärungen zu verstehen. Also nimm dir noch einen Keks aus der Packung und lies dir das mit dem Zyklus ganz in Ruhe durch.

Der Kern der Methode liegt in der Beobachtung von zwei Körperzeichen, die Ableitungen über deine hormonelle Situation erlauben. Das ist einmal die Körpertemperatur, die den Stand des Progesterons anzeigt und der Zervixschleim, der den Stand des Östrogens anzeigt.
Diese zwei Körperzeichen zeigen an, wann der Eisprung sicher vorbei ist – ab dann kannst du nicht mehr schwanger werden. Jetzt fängt die Zeit an, in der du nicht mehr zusätzlich verhüten (oder auf andere Praktiken ausweichen) musst. Mit Beachtung der Regeln kannst du auch am Anfang des Zyklus einige freie Tage haben. Die meisten Frauen kommen so auf etwa 50% Zeit im Zyklus, in der sie nicht zusätzlich verhüten. Im Forum sagt man salop dazu: „Da haben wir frei!“

Für die Anwendung als Verhütungsmethode braucht man natürlich noch eine Vertiefung des Wissens, das du gerade gelesen hast und vor allem solltest du dich mit den Regeln auseinander setzen, wie dann die Beobachtungen ausgewertet werden.
Das liest du aber am besten in dem Buch Natürlich und Sicher nach – einfach weil man das in so einem kurzen Blogbeitrag gar nicht so ausführlich darstellen kann, wie die das in dem Buch gemacht haben!

Fahrplan für den Start

NFP braucht eine Lernphase und die sollte auch ernst genommen werden. Am erfolgreichsten und einfachsten ist diese Phase, wenn du dir ein bisschen Hilfe und Unterstützung suchst. Das geht durch eine Beraterin, die dich einzeln oder in einer Gruppe anleitet, oder es geht im Internet z.B. im NFP-Forum. Man kann die Methode auch alleine lernen, dann ist es gut zur Einübung der Auswertung auch noch das Arbeitsheft dazu kaufen.
Aber es tut oft dem eigenen Sicherheitsgefühl gut, wenn die ersten drei Zyklen mit jemand anderem angeschaut, besprochen und deine Auswertungen bestätigt werden.

Was es zu tun gibt​

  • Natürlich und Sicher kaufen und lesen
  • Optional: Im Forum anmelden, einen Kurs buchen oder das Arbeitsheft kaufen
  • Thermometer mit zwei Nachkommastellen (digital) oder gespreizter Skala (analog) kaufen
  • Zyklusblatt ausdrucken, oder entscheiden wo/wie die Daten notiert werden
  • Das Thermometer einen Wecker (oder Handy) neben dein Bett oder unter dein Kopfkissen legen
  • Je nachdem auch Zyklusblatt/Stift oder dein Handy bereit legen.


Dann fängst du an einem Morgen einfach an!

Gemessen wird nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen – das alles steht in Natürlich und Sicher und wird dort auch sehr gut erklärt.
Tagsüber beobachtest du deinen Schleim und abends trägst du deine Beobachtungen in das von dir gewählte Medium ein. Achtung: die Sensiplan-Regeln zum Schleim sind ein bisschen anders, als die vereinfachten Regeln, die wir im Beitrag Zyklusbeobachtung erklärt haben.

Und ein paar Wochen später ist es dann soweit – du kannst deine erste Kurve auswerten! 🙂

Gibt es Nachteile oder Nebenwirkungen von Sensiplan?

Wenn ich zu diesem Punkt in meinen Beratungen komme, dann sage ich meistens, dass ein rauchender Kopf am Anfang dazu gehört. Und obwohl ich das lustig meine, ist schon etwas dran. Am Anfang kommt es einem doch ziemlich viel vor, worauf man auf einmal achten soll. Aber bei den meisten wird das dadurch ausgeglichen, dass sie es auch echt spannend finden, welche Beobachtungen und Entdeckungen es zu machen gibt und wie viel man über den weiblichen Zyklus lernen kann – direkt am eigenen Körper! Und nach den ersten drei Zyklen ist oft schon so viel Routine drin, dass man gar nicht mehr aktiv über all diese Sachen nachdenkt.

Was auch oft bei NFP-lerinnen beobachtet wird:
Eine andere „Nebenwirkung“ kann das übergenaues Beobachten des eigenen Körpers und eine damit einhergehende plötzliche Faszination mit allen Schleimdrüsen sein. Auf einmal wird der Schleim genauer unter die Lupe genommen, als du es dir je vorstellen konntest.
Eine andere Begleiterscheinung kann ein gesteigertes Mitteilungsbedürfnis über die Veränderung aller Körperzeichen sein, inklusive des bereits erwähnten Schleims.
Auch plötzliche Missionierungsanwandlungen, wenn Freundinnen über Pillennebenwirkungen erzählen, sind ein häufiges Phänomen, wenn man die Vorzüge von Sensiplan für sich entdeckt.

Vorzüge und Vorteile von NFP

Viele Frauen bemerken, dass sie sich viel verbundener mit ihrem Körper und ihrer Weiblichkeit fühlen. Manche haben nach Jahren wieder Lust auf und Spaß am Sex. Sie spüren den Wunsch, sich und ihrem Körper noch mehr Gutes zu tun und forschen, was es noch für Möglichkeiten gibt.
Für viele NFPlerinnen ist der Start in diese Verhütungsmethode damit auch der Start in eine Zeit, in der sie sich bewusster mit sich beschäftigen und liebevoller zu ihrem Körper werden. Man kann sagen, NFP ist mehr als eine Verhütungsmethode – es ist eine Möglichkeit, sich über die Fruchtbarkeit hinaus neu zu entdecken.


Zyklusberatung mit Nina Hanefeld
Man kann auch direkt bei Nina Hanefeld einen Termin für eine Zyklusberatung buchen.
Entweder über den Kulmine-Shop oder ihre eigene Website. Sie berät nicht nur zu NFP, sondern auch allen anderen Verhütungsmethoden, bei unspezifischen Beschwerden der Vulvina, Alternativen zu Tampons und Wegwerfbinden und allgemein zu Menstruation und Zykluswissen.

Downloads
Schnellkurs Sensiplan – die Basis-Regeln in Kurzfassung. Falls der Link nicht mehr funktioniert, freuen wir uns über eine Nachricht! Bitte beachte, dass der Schnellkurs zwar einen guten Überblich gibt, aber kein Ersatz für eine gründliche Auseinandersetzung ist.
Zyklusblatt – die Tabelle zum beidseitigen Ausdruck hat einen etwas anderen Aufbau als das klassische Blatt. Nina und Mela haben leicht umstrukturiert, mehr Platz zum Eintragen geschaffen, eine kleine Rundungshilfe eingebaut und es gibt viel Platz für Notizen auf der Rückseite. Auf einer zusätzlichen Seite sind die ausfühliche Rundungstabelle und alle Sonderregeln in der Überscht aufgeführt.

Cookies zum Frühstück!

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Wenn ich morgens in die Stadt fahre, dann habe ich gut 40 Minuten Reise vor mir. Meistens esse ich lieber im Zug als Zuhause. Zum einen, weil ich morgens eher knapp aufstehe, zum anderen, weil die Zeit im Zug ja sowieso da ist!
Manchmal bereite ich mir am Abend vorher ein Müsli zum Mitnehmen vor. Aber viel öfter besteht mein Frühstück auch einfach aus einem Müsliriegel mit viel Nüssen drin. Und genau das wollte ich schon eine ganze Weile ändern. Denn ehrlich gesagt macht ein einzelner Müsliriegel nicht besonders lange satt, die hochwertigen Riegel kosten beim regelmäßigen Kaufen entsprechend Geld und dann produziere ich damit ja auch (fast) jeden Tag Plastikmüll. Aber was wäre eine mögliche Alternative?

Ich fühle mich nicht dazu berufen, Müsliriegel selbst zu machen. Öfter Müsli zu machen, finde ich eine gute Idee, aber ich will auch mit einer Alternative ausgestattet sein, wenn ich nicht abends dran denke, das vorzubereiten.
Und dann habe ich auf Youtube ein ganz einfaches veganes Rezept für Cookies gesehen und dachte: Ja – mit ein paar Änderungen, kann genau das mein Frühstück sein! Die minimalistischen Zutaten habe ich fast immer Zuhause und Variation kann ich durch wenige Ergänzungen hinbekommen. In bunter Abwechslung mit Müsli und mal einem Toast oder Blumenbrot sind die Cookies mittlerweile nicht mehr wegzudenken! Und nun genug der Vorgeschichte und rein ins Rezept!


1/2 Tasse weiche Butter/Alsan
1/2 Tasse trockene Süße (bei klassischem Zucker geht auch noch etwas weniger, bei Alternativen wie Dattelsüße ruhig auch etwas mehr möglich)
1/4 Tasse beliebige (Pflanzen)Milch
2 Tassen beliebiges Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Mögliche zusätzliche Zutaten sind…
gemahlene Haselnüsse
zerdrückte Banane(n)
eingeweichte Chiasamen
Kakaopulver
Schokoladenstückchen
Ei
Vanille

Vorbereitung

Dieses Rezept ist unempfindlich für Variationen und verschiedene Zubereitunsgformen.
Es kann mit einer Gabel, einem Schneebesen oder einem elektrischen Rührer gemacht werden.
Du brauchst eine Tasse, um die Zutaten abzu„wiegen“. Du kannst ruhig eine größere Tasse nehmen, damit du eine gute Menge Cookies bekommst. Am besten geht es natürlich, wenn du ein Set hast, das dir schon die halben und viertel Tassen vorgibt. Aber wie gesagt: das Rezept ist unempfindlich – und wurde von mir auch schon mit einer ganz normalen großen Teetasse gebacken.

Zubereitung

Die weiche Butter mit der Süße und der Prise Salz verrühren und Milch dazu geben.
(Falls andere nasse Zutaten wie die eingeweichten Chiasamen, Banane oder Ei eingesetzt werden, auch die dazu geben.)
Das Mehl mit dem Backpulver darüber sieben oder das Mehl mit dem Backpulver in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen oder Gabel gut durchmixen.
(Falls andere trockene Zutaten dazu gegeben werden wie Haselnüsse oder Kakopulver, auch die dazu geben.)
Die Zutaten zügig vermengen.
Backofen auf 180 Grad vorheizen und Cookies in gewünschter Größe auf das eingefettete oder mit Backpapier ausgelegte Blech geben.
Das geht am einfachsten mit zwei Esslöffeln. Oder du formst Kugeln und gibst die auf das Blech.
Back sie, bis sie leicht gebräunt sind, das passiert nach etwa 15 Minuten.
Die Cookies werden nicht knusprig wie unsere Kekse/Plätzchen, sondern bleiben relativ weich!

dieses Rezept ist

  • in ca. 10 Minuten vorbereitet 
  • in ca. 25 Minuten fertig

– & –

  • vegan
  • vegetarisch
  • veganisierbar
  • histaminarm
  • histaminfrei (gelbe Bananen ohne Flecken nutzen!)
  • weizenfrei
  • laktosefrei
  • kokosfrei

Anmerkungen
Der Grundteig kann auch unterteilt werden, um dann jeweils verschiedene Zugaben dazu zu geben. Mein absoluter Lieblingscookie ist die Variante mit Banane!
Ich habe mit der angegebenen Menge etwa zwei Bleche mit ziemlich großen Cookies gemacht.
Die meisten friere ich direkt ein, damit sie länger haltbar sind. Sie tauen schnell auf und schmecken immer noch seeehr lecker!
Weil ich die Cookies zum Frühstück esse, achte ich darauf, die Zutaten mit möglichst wenig klassischem Zucker und mit viel Satt-Mach-Potential zu backen. Deswegen mache ich sie auch gerne mit einer Tasse Kichererbsenmehl und einer Tasse Dinkelmehl.


Dieses Rezept beruht auf dem Grundrezept von Liv B und ist mit weiteren Variationen, die hier nicht vorgeschlagen wurden, auf Youtube zu finden.

Einfache Zyklusbeobachtung – wie geht das?

In letzten Beiträgen wurde die Zyklusbeobachtung öfter erwähnt und da haben wir gedacht, dass es dazu unbedingt einen Text geben sollte, der das Ganze mal aufgreift und erklärt, wie man ganz einfach damit anfangen kann.


Mit welchem Ziel wird der Zyklus beobachtet?

  • Um Körperverständnis und Einsichten zu ermöglichen 
  • Zur Verhütung von Schwangerschaften 
  • Als Unterstützung beim Kinderwunsch. 


Was für Methoden gibt es?

Von der einfachen Kalendernotiz zum Start der Menstruation bis zur computergestützten Fruchtbarkeitsbestimmung zählt alles zu Zyklusbeobachtung. Je nachdem, mit welchem Ziel man sein Zyklusgeschehen verfolgt, kann man den Umfang seiner Beobachtungen anpassen. Für Kinderwunsch kann es ausreichen, sich mit dem Zervixschleim auseinanderzusetzen und manchmal ist es auch dafür sinnvoll, sich mit einer ausführlichen Methode zu beschäftigen. Wer sicher verhüten möchte, muss die Anwendung bestimmter Regeln beachten.

Unsere Empfehlungen für Methoden, um zu verhüten oder den Kinderwunsch zu unterstützen, sind: 

  • Sensiplan – Die Basis für die Methode gibt das Buch „Natürlich und Sicher“ vom Trias Verlag. Bei wastelandrebel habe ich einen ausführlichen Gastartikel darüber geschrieben. 
  • nach Rötzer – Die Methode wird in dem Buch „Natürliche Empfängnisregelung: Der partnerschaftliche Weg“ vermittelt.

Was sind die Vorteile davon, den eigenen Zyklus zu kennen?

Selbst mit dem einfachen Notieren der Menstruationstage kann man schon in vielen Fällen abschätzen, wann sich die nächste Menstruation ankündigt. Phänomene wie PMS können dann leichter im Alltag zugeordnet werden und Unregelmäßigkeiten in der Zykluslänge erkennt man auch direkt.
Wer Lust hat, sich noch mehr Notizen zu machen, wie zum Beispiel zu Erkältungen, Stress, Essen etc. kann das eigene Zyklusgeschehen in den Alltag integrieren lernen. Das heißt aber nicht, dass du nun alles aufschreiben musst, sondern du wählst natürlich das aus, was für dein Leben interessant ist. Wenn du zum Beispiel gerne herausfinden magst, ob deine Brüste in der zweiten Zyklusphase empfindlicher sind, dann kannst du dazu eine kleine Forschungsrunde starten. 

Durch das Einbeziehen von weiteren Körperzeichen kannst du dann noch tiefer in dieses Verständnis einsteigen. Eines davon ist der Zervixschleim, den du leicht und ohne Hilfsmittel beobachten kannst. Schon damit kann die fruchtbare und unfruchtbare Zeit (erste und zweite Zyklusphase) eingegrenzt werden. Durch das Zykluswissen kannst du zum Beispiel den Zyklustee oder Medikamente rechtzeitig anwenden (siehe Artikel über PMS-Hilfen) oder im Falle eines Falles sinnvoller auf eine Kondompanne reagieren. Auch beim Kinderwunsch ist der Zervixschleim besonders hilfreich. Denn die gesprungene Eizelle ist circa 13 Stunden befruchtungsfähig und mit den Hinweisen, die aus dem Zervixschleim abgeleitet werden, kann diese Zeit besser eingegrenzt werden.


Wie kann eine schlichte Schleimbeobachtung aussehen?

Mit jeder Menses beginnt ein neuer Zyklus – und zwar mit dem ersten „richtigen“ Blut.
Was das für dich bedeutet, kann unterschiedlich sein. Wichtig ist nur, dass du dich immer gleich entscheidest. Wenn für dich der Moment als Start zählt, in dem das Blut richtig rot fließt, dann zählst du immer das als ersten Zyklustag. Bei anderen mag es z.B. die Stärke sein, die den ersten Tag bestimmt. Vorangehende Schmierblutungen werden nicht gezählt.

Nach der Menstruation fängst du an, den Zervixschleim zu beobachten. Er wird im Muttermund (der Zervix) produziert und rutscht mit der Zeit nach draußen, wo du ihn am Eingang der Vagina mit dem Finger oder Toilettenpapier abnehmen kannst. Es ist nicht notwendig, in die Vagina hineinzufassen – wenn du bei jedem Toilettengang einmal guckst, wirst du keinen Schleim verpassen

* Die Bezeichnung „besser“ ist nur eine Hilfe, um den Umschwung einordnen zu können. Jeder normal auftauchende Zervixschleim ist gut, weil er Fruchtbarkeit  und die Gesundheit deiner Vulvina anzeigt! Wenn er mal die Farbe deutlich verändert, oder seltsam riecht, dann kannst du direkt handeln (z. B. mit Tipps von Fey) und mit Hilfe eines Fachmenschen gucken, ob es sinnvoll ist, dies zu behandeln.

Der Zervixschleim verändert sich im Laufe des Zyklus, weil er unterschiedlich auf Östrogen und Progesteron reagiert. Und das fühlt sich dann auch unterschiedlich an. So kannst du ungefähr erkennen, wann du fruchtbar bist.
Je klarer und flüssiger oder auch glibbriger („besser“ *) der Zervixschleim ist, desto näher befindet du dich am Eisprung – der fruchtbaren Östrogenphase. Manchmal fühlt sich der ganze Bereich der Vulvina sogar richtig nass an.
Nach dem Eisprung gibt es einen deutlichen Umschwung im Schleim. Er verfestigt sich teilweise im Muttermund zu einem Pfropf und ist nun trüb, weißlich oder gelblich und wird oft von einem eher trockenen oder aber auch neutralen Gefühl begleitet – oder taucht erstmal gar nicht mehr auf. Daran erkennt man die unfruchtbare Progesteronphase.

Dein persönlich „bester“ Schleim muss nicht unbedingt durchsichtig oder glibberig sein, denn es kommt vor allem auf den Umschwung zu einer niedrigeren Kategorie an – und das geht auch von weißlichem Schleim zu gar keinem Schleim.
Viele Frauen haben kurz vor der Menstruation dann nochmal flüssigen Zervixschleim. Das liegt daran, dass der Muttermund für das bald abfließende Blut frei gemacht wird und sich der Pfropf deswegen wieder auflöst.


Wie notiere ich meine Beobachtungen?

Auf jeden Fall brauchst du irgendetwas, um deine Beobachtungen zu notieren und nachzuvollziehen. Das geht einfach in einem Notizblock, mit verschiedenen Apps oder mit einem der neuen Menskalender von Mela – und ganz ausführlich mit ihren 13 Monde Heften.
Am Ende des Tages notierst du deine Beobachtungen und guckst, ob es darauf basierend schon die Möglichkeit gibt, einen Rückschluss auf deine Zyklusphase zu ziehen.

Du kannst deine Schleimbeobachtungen so ausführlich oder knapp gestalten, wie es dir sinnvoll erscheint. Für eine gute Übersichtbarkeit lohnt es sich aber, den Schleim jeden Tag durch Kürzel festzuhalten. Die Schleimqualität lässt sich nämlich in Kategorien einteilen, um die Entwicklung über den Zyklus hinweg sichtbar zu machen. Notiert wird die „beste“ Qualität des Tages:

  • III, II, I Mens, je nach Stärke
  • . . . Schmierblutung
  • K klar – glänzend, fadenziehend, flüssig, glibberig, durchsichtig wie rohes wie Hühnereiweiß
  • W weiß – weißlich, cremiger, gelblicher, zäher Schleim
  • N nichts – nichts sichtbar oder spürbar

Innerhalb einer Kategorie taucht nicht immer der exakt gleiche Schleim auf: Vielleicht ist an einen Tag viel glibbriger Schleim beim Gang auf die Toilette aufgetaucht und an einem anderen Tag gab es nur ein ganz nasses Gefühl. Trotzdem bekommt beides die Kategorie K.


Wie deute ich meine Eintragungen?

Ein möglicher Verlauf von Schleim-Beobachtungen könnte so aussehen (Klick aufs Bild zum Vergrößern):

Eine Deutung dieser Reihe wäre dann: 

  • ZT 6: Aha, nach der Mens gab es zwei Tage, wo nichts beobachtet wurde! 
  • ZT 8: Dann war zwei Tage lang weißlicher Schleim zu entdecken. 
  • ZT12: Ab da wurde das Ganze glibberig. 
  • ZT 16: Im Beispielverlauf ist der 16. Tag der letzte mit Schleim der „besten“ Kategorie. Das weiß man natürlich immer nur im Nachhinein. Irgendwan an diesen Tagen hat dein Ei beschlossen, zu springen. Mit diesem Umschwung kann man dann den Übergang in die Progesteronphase (2. Zyklusphase) annehmen – vor allem wenn danach dann nur noch Schleim der W Kategorie oder gar keiner kommt. Manchmal wechselt das noch ein bisschen hin und her. 
  • ZT 29: Hier in der Reihe taucht der K Schleim erst direkt vor der Mens wieder auf.

Nun kannst du über die Zyklen hinweg gucken, ob die Zeit nach dem Umschwung immer ähnlich lange ist – das ist deine Progesteronphase und sie ist bei den meisten Frauen oft relativ gleich lang.

Wenn du noch genauere Rückschlüsse auf dein Zyklusgeschehen rund um Eisprung und die verschiedenen Phasen ziehen willst, ist vieleicht Sensiplan für dich interessant! Da wird dann auch noch die Temperatur gemessen und der Schleim wird etwas feiner unterteilt.

Und nun: Frohes Forschen!


Disclaimer: Achtung! Diese schlichte Variante der Zyklusbeobachtung ist nicht zur Verhütung geeignet! Sie kann aber eine gute Vorbereitung für Sensiplan sein.

Teil 2: Wie ich mir bei PMS helfen kann

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Die wichtigste Botschaft dieses Artikels ist: Du bist PMS nicht hilflos ausgeliefert! Es gibt mehr, was unterstützen und lindern kann, als viele denken. Dabei ist es sicherlich sinnvoll, offen für Experimente und Versuche zu sein, denn so unterschiedlich wir alle sind, so verschieden sind die Bedürfnisse und körperliche Gegebenheiten. 

Den Anfang machen drei vollständige Rückmeldungen, danach wurden die Tipps vieler anderer Kundinnen thematisch aufgeteilt und teilweise mit Anmerkungen ergänzt.

Die Umstellung auf eure Binden hat bei mir bewirkt, den ganzen Zyklus wertzuschätzen …


Yogitee und Yoga 

„Liebes Kulmine-Team, auf die Frage nach PMS-Hilfe wollte ich lieber persönlich antworten: Mir hilft zum einen Frauentee von der Marke Yogitea. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit einer natürlichen, ayurvedischen Behandlung gemacht – je nach Frau ist die Behandlung unterschiedlich und man braucht natürlich einen Heiler des Vertrauens. Ich habe auch eine ayurvedische Kräutermedizin, sie nennt sich ,Ashokarishtam‘ und eignet sich für alle Frauen. Zum Anderen hilft es mir besser zu verstehen, was da in meinem Körper eigentlich vorgeht – zum Beispiel denke ich, dass die Menstruation und die Vorbereitung des Körpers darauf viel Arbeit für den Körper ist, das hilft mir, mich mal zurück zu lehnen und auszuruhen, wenn ich vor oder am ersten Tag der Mens sehr müde bin. Ich denke, dass auch der allgemeine Lebensstil eines Menschen eine große Rolle spielt: Seit ich regelmäßig Yoga mache, bin ich insgesamt ausgeglichener und meine Menstruation und PMS ist viel angenehmer. Eine vegetarisch/fast vagene Ernährung hat bei mir auch geholfen, aber das muss natürlich jede selber entscheiden. 🙂 Und zu guter Letzt, aber nicht weniger wichtig: Die Umstellung auf eure Binden hat bei mir bewirkt, den ganzen Zyklus wertzuschätzen und mich einfach viel wohler zu fühlen. Großes Lob! Ich liebe eure Produkte, auch die Taschentücher sind richtig toll. Und die Binden aus dem letzten Gewinnspiel habe ich an Freunde/Kommilitoninnen weitergegeben, die sich sehr gefreut haben. Ich hoffe, ihr könnt mit den Tipps etwas anfangen! Herzliche Grüße.“

Die Macht von Zykluswissen

„Mir hilft es, mit PMS umzugehen, indem ich weiß, dass [ich] bald meine Periode bekomme. Es ist zwar einfach gesagt, aber es passiert häufig, dass ich durch den Alltagsstress vergesse, dass meine Periode im Anmarsch ist. So frage ich mich dann immer, wieso ich gerade so einen schlechte Laune habe und von jetzt auf gleich auf 180 bin oder den Tränen nahe. Meist ist es dann mein Partner der dann sagt „Schatz du bekommst deine Tage“ und wenn mir das bewusst wird, geht es mir schon viel besser. Ich kann es schlecht beschreiben, aber diesem ganzen Gefühlschaos und Unwohlsein einen Namen geben zu können, beruhigt mich. Denn ich weiß die Ursache und die geht vorbei. So kann ich mich besser verstehen und weiß, wie ich meinem Körper etwas gutes tun kann. Entspannung hilft mir sehr viel und auch das leichte Massieren im unteren Rücken.“

Mein Ruhebedürfnis ernst zu nehmen, war und ist ein Prozess, aber mir wird immer klarer, was für eine große Bedeutung Selbstfürsorge für mich hat.

Frauentee und Zyklusbeobachtung

„Mir hilft auch Prophylaxe am besten, also den ganzen Zyklus über, Frauentee zu trinken (vor dem Eisprung aus Himbeerblättern, Salbei, Beifuß, Holunderblüten, Rosmarin; danach aus Brennnesseln, Frauenmantel und Schafgarbe – übrigens fast alles Kräuter, die an vielen Orten in Deutschland in Hülle und Fülle wachsen) und möglichst viele Momente der Ruhe zu haben. Mir scheint, dass sich in der PMS und dann auch in der Mens spiegelt, wie ich den ganzen Zyklus über gelebt habe. Mein Ruhebedürfnis ernst zu nehmen, war und ist ein Prozess, aber mir wird immer klarer, was für eine große Bedeutung Selbstfürsorge für mich hat. Da gibt der Kulmineblog mir übrigens auch oft ganz tolle Impulse (z. B. die Kraft des Ja, die Slowmission u. ä.). 🙂 Ansonsten geht es mir auch wie [der Kommentatorin vor mir] – das Unwohlsein einordnen zu können, bringt mir Klarheit und Erleichterung. Meine Zyklen sind unregelmäßig und fast nie 28 Tage lang. Früher wusste ich also nie wirklich, wann ich meine Tage bekomme. Da fand ich die PMS-Rückenschmerzen manchmal so praktisch, als einziges verfügbares Signal für die nahende Mens! Jetzt bin ich meiner früheren Frauenärztin unglaublich dankbar, die mich vor nun mehr 13 Jahren auf die Zyklusbeobachtung hingewiesen hat. Jetzt weiß ich fast immer, wo im Zyklus ich stehe und wann ich meine Tage bekomme. (Wie lange mein Körper bis zum Eisprung braucht, ist sehr unterschiedlich, aber die Zeit vom Einsprung bis zur Mens ist fast immer auf 1–2 Tage gleich.)“

Im Folgenden gibt es viele weitere Anregungen, die Kundinnen geschickt haben, und zusätzlich die Dinge, mit denen wir selbst gute Erfahrungen gemacht haben. Nicht jeder der Tipps wird zu deinen Bedürfnissen passen – da sollte jede für sich auf ihren Körper und Psyche hören und herausfinden, was für ihre Symptome hilfreich ist. Bitte beachte unseren Disclaimer und informiere dich entsprechend bei deiner Ärztin oder Arzt oder in der Apotheke!

Zum Einnehmen

  • Vitamin B6: hilft der Stimmung, aber auch bei Brustsymptom. Kann ab dem Eisprung eigenommen werden. Bei diesen als auch weiteren B-Vitaminen sollte man detailliert überprüfen, ob ein Mangel vorliegt und diesen gegebenenfalls beheben.
  • Magnesium: Es ist lohnenswert auf gute Qualität zu achten, bevorzugt ohne Süßungsmittel, wegen der erhöhten Durchfallwahrscheinlichkeit. 400–800 mg pro Tag sind durch den ganzen Zyklus hindurch sinnvoll, spätestens ab dem Eisprung.
  • Vitamin D: Der Wert muss vor der Einnahme bestimmt werden, damit die Dosierung an den Wert angepasst werden kann. Auch im Sommer haben viele Menschen einen Mangel!
  • Muskatellersalbeiöl: 1 Tropfen pro Tag auf ein Stück Zucker. Der Geschmack wird nicht jede begeistern. ;-). Manchen hilft es auch schon als Riechöl auf einem Tuch.
  • CBD: Ein Wirkstoff aus der Hanfpflanze, der für Entspannung zuständig ist, aber keinen Rausch auslöst. Man kann es als Öl oder Pulver einnehmen. Das Öl wird sehr gut über die Haut aufgenommen, zum Beispiel direkt über die Labien.

Essen und Trinken

  • Bewusst gute Ernährung, also ausgewogen und nährstoffreich.
  • Gelüste stillen
    – Oft sind Cravings nach Schokolade ein Ausdruck von Magnesiummangel. Magnesium ist in Mandeln, Kakaonibs und dunkler Schokolade enthalten, aber meist es ist trotzdem schwierig, den körperlichen Bedarf nur damit zu decken.
    – Um den süßen Heißhunger zu stillen, Mandeln (mit Schale) in Ghee braten und danach mit Honig süßen.
    – Selbst gemachte Säfte, z.B. 2 Handvoll Brennessel mit zwei Äpfeln und 1/4 Zitrone mixen mit 250 ml Wasser und durch ein Sieb geben.
    – Auch andere Gelüste können auf ein echtes Bedürfnis im Körper hinweisen. Oft gibt es dafür gesunde Alternativen, Listen dazu finden sich im Internet.
  • Tee, z.B. Frauentee von der Marke Yogitea oder Frauengewürztee von Sonnentor.
  • Zyklustee: Ideal ist es, wenn man für den Zyklustee seinen Zyklus kennt, damit die jeweiligen Tees zur richtigen Zeit getrunken werden können.
    – Zyklustee 1, für die erste Zyklushälfte ab dem ersten Tag der Menstruation:
    Himbeerblätter 40g, Rosmarinblätter 40g, Beifußkraut 40g, Holunderblüten 40g, Salbeiblätter 40g.
    Zubereitung: 3–4 Esslöffel Zyklustee 1 mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen und zugedeckt 7–10 Minuten ziehen lassen. Am besten morgens zubereiten und nach Abseihen über den Tag verteilt aus einer Thermoskanne trinken.
    – Zyklustee 2, für die zweite Zyklushälfte nach dem Eisprung und bis zur Menstruation:
    Brennesselblätter 40g, Frauenmantelkraut 40g, Schafgarbenkraut 40g.
    Zubereitung und Verwendung wie Zyklustee 1.

Noch mehr Inspiration!

Jede kann für sich auf ihren Körper und Psyche hören und selbstständig herausfinden, was für ihre Symptome hilfreich ist.

  • Regelmäßiges Baden in Basen-Bäder: z.B. eine Tüte Kaiser Natron in heißes Badewasser geben und dann mit einem Film oder einem Buch für mindestens 40 Minuten gemütlich machen. 
  • Bewegung, Bewegung, Bewegung
    – Spaziergänge, z. B. mit Musik
    – moderate Bewegung: Yoga, schwimmen gehen
    – sanfte Beckenbewegungen
    – leichtes Schwingen auf einem Trampolin
    – Sport allgemein den ganzen Zyklus über (baut schmerzverstärkende Stresshormone ab und kann förderlich für den Beckenboden sein, z. B. bei Bauchtanz oder Hula-Hoop)
  • ein gut sitzender BH bei starkem Brustsymptom (Sportbustiers)
  • Massage des Bauchs
    – einfach mit etwas Öl den Bauch streicheln, wenn er motzig ist, wer möchte, kann spezielles Menstruationsöl verwenden
    – Massage mit Magnesium-Öl: kaufen oder nach Rezepten im Internet anrühren
  • ein Orgasmus kann die Muskulatur entspannen und durch die ausgeschütteten Hormone – allen voran Dopamin, Serotonin und Endorphine – Schmerzen lindern.
  • Wärme durch…
    – Socken aus echter Wolle! Sind die Füße warm, kann der Rest des Körpers folgen.
    – Wärmflaschen (ruhig mehr als eine!)
    – Karmaband/Cacheur oder ein warmes Tuch um die Nieren/Hüften.

Für die Psyche

  • pms-y days ganz entspannt und ruhig angehen
  • Auf mich hören und mir Ruhe nehmen, wenn ich sie brauche (soweit möglich) 
  • eventuell wichtige Termine auf eine anderer Zyklusphase legen
  • Die Erlaubnis an mich selbst, dass ich mich auch einmal hängen lassen darf, nicht immer stark sein muss.
  • Im Zweifelsfall hilft es, ein bisschen zu weinen, aber ich bin sowieso immer dafür, Emotionen Raum zu geben.
  • Entspannung und Rückzug, Zeit für mich und kreative Arbeiten, orientalische Musik, sanfte Bewegung, mich ausstrecken können.
  • Für die Stimmung benutze ich ätherische Öle in einer Duftlampe, vorzugsweise Mandarine rot, Orange, Lemongrass und/oder Ylang Ylang.
  • Die bewusste Vorfreude auf die Mens als einen „Neubeginn“, als das Tor zu einem neuen Zyklus, als ein Symbol meiner Weiblichkeit
  • Was ich seit neuestem mache: Binden bereit legen und damit den Zyklus „verabschieden„.
  • Liebevolle Wertschätzung meines eigenen Körpers, auch wenn das mit gereizter und allgemein niedergeschlagener Stimmungslage manchmal schwer ist.


Und was hat den Kulmine Frauen am besten geholfen?

Petra (61): „Mir hat zuerst geholfen, dass ich überhaupt von der Existenz von PMS erfahren habe. So konnte ich die speziellen dann auftretenden Emotionen besser einschätzen.
Was auch noch hilfreich für mich war:
Als meine Schilddrüse gut eingestellt war, reduzierte sich das psychische PMS.
Wissen über PMS, Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel haben mir gegen Schmerzen geholfen.
Konstante Bewegung, nicht nur PMS bezogen, half immer.
Yoga für die weiblichen Organe.
Die Erfahrung, dass mein Körper keine Kuhmilchprodukte und Schweinefleisch verdauen kann.
Erkenntnis einer weiteren Nahrungsmittel-Unverträglichkeit.
Körper-, Geist- und Energie-bezogene Techniken wie Taiji halfen rundum.
Seminare, in denen ich lernte, Gefühle und Emotionen zu unterscheiden, zuzulassen als dazugehörig und sie in Selbstverantwortung auszuleben.
Am wichtigsten und besonders nachhaltig wirkten für mich die Fragen wer bin ich und was brauche ich?“


Mela (41): „Entspannung ist für mich körperlich und psychisch das wichtigste Thema. Der Anfang, mir PMS überhaupt bewusst zu werden und auch nur ansatzweise damit umzugehen, war für mich die intensive Auseinandersetzung mit meinem Zyklusgeschehen. Dann ist für mich wichtig, den Zyklus über potenziell auftretenden Ärger direkt zu benennen, andernfalls „verschleppe“ ich ihn und er kommt pünktlich zum PMS zurückgeprallt. Dann achte ich auf Sport (Tanzen) zum Ausgleich und parallel unterstütze ich meinen Körper unter anderem mit Magnesium- und CBD-Öl. Ebenso hilft mir sanfte Bewegung wie Taiji auf mehreren Ebenen, zu entspannen. Insgesamt ist mir mein PMS ein Spiegel dafür, wie achtsam ich im Zyklus mit mir umgegangen bin und ob ich mich ausreichend mit Dingen beschäftigt habe, die mir Freude bringen.“ 

Nina (30): „Bei mir war es eine Mischung aus verschiedenen Aspekten und ich kann gar nicht sagen, welche nun die größte Auswirkung hatte. Die Zyklusbeobachten und das wissen, wann es wirklich PMS ist, war sehr hilfreich, weil ich mich mit diesem Grund meiner Stimmung nicht so ausgeliefert fühlte. Die verschiedenen Nahrungsergänzungmittel haben dann nochmal einen großen Wandel in meinem Körpergefühl und auch meiner Stimmung gebracht.“


Wer Interesse hat, die vollständigen Antworten zu lesen, kann dies z.B. bei Facebook und im Blog in den Kommentaren unserer PMS-Artikel tun.
Fragst du dich, wie diese Zyklusbeobachtung funktioniert, von der hier immer wieder die Rede ist? Dazu bald mehr.

Disclaimer: Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Seite keinen Besuch bei einem Arzt oder Ärztin, ersetzt und auch keine Therapieempfehlungen ausspricht.

Illustrationen: Mela Kühnlein · melamint.net

Teil 1: Das Prä-Menstruelle-Syndrom unter der Lupe

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Vor kurzem haben wir nach euren Tipps zu PMS gefragt, aber was ist PMS eigentlich und welche körperlichen Hintergründe hat es?

In diesem Artikel dreht sich alles um die körperlichen Vorgänge von PMS und gibt eine Übersicht dazu, was für Formen und Symptome es geben kann.

Zum Beispiel:

  • Schmerzen in den Brüsten, im Kopf und im Bauch. 
  • Veränderungen von Haut und Haar und dann auch noch Wassereinlagerungen. 
  • Einfluss auf den Darm – von Verstopfung bis Durchfall. 
  • Einfluss auf die Libido und die Psyche


Was sind die biologischen Hintergründe von PMS?

Die drei Buchstaben PMS stehen als Abkürzung für das Prä-Menstruelle-Syndrom und damit für eine ganze Reihe von Symptomen. Die haben ihren Ursprung in der hormonellen Lage vor der Menstruation. Während direkt nach der Menstruation und die ganze erste Zyklushälfte das Östrogen den Ton im Körper angibt, ändert sich das mit dem Eisprung.
Dann bildet sich aus dem kollabierten Follikel, aus dem das Ei gesprungen ist, nämlich der Gelbkörper. Der heißt so, weil er tatsächlich überraschend gelb ist!
Dieser Gelbkörper gibt Progesteron in den Körper ab und dieses hat (je nach körperlicher und psychischer Ausgangslage) ganz unterschiedliche Auswirkungen, vor allem wenn es wie wild ansteigt und dann kurz vor der Mens wieder absinkt. Wenn der Gelbkörper zerfallen ist, setzt die Blutung ein und die nächste Östrogenphase startet. 


Auswirkungen von Progesteron auf den Körper 

  • Die Gebärmutterschleimhaut baut sich stärker auf. 
  • Der Schleim wird weniger und verdichtet sich zu einem Pfropf im Muttermund, der keine Spermien mehr durchlässt. Oft sieht er auch deutlich anders aus – wobei das natürlich individuell verschieden ist. Er kann weißlich oder gelblich aussehen, ist eher cremig oder flockig und schmeckt auch viel säuerlicher als in der Östrogenphase. 
  • Die veränderte Flora kann zu einem trockenen Gefühl der Vulvina führen, bis hin zu einem leichten Jucken. 
  • Der Muttermund schließt sich und wird hart. Beim Tasten kann es nun sein, dass er viel weiter oben ist, als in der Östrogenphase. 
  • Die Körpertemperatur steigt an. 

Diese Veränderungen lassen sich beobachten und Verhütungsmethoden wie NFP geben konkrete Regeln an die Hand, wie Schleim und Temperatur ausgewertet werden können, so dass man genau weiß, in welcher Zyklusphase man sich befindet. Aber es gibt noch eine ganze Reihe von anderen Körperzeichen und viele von ihnen gehören in ihren stark ausgeprägten Erscheinungsformen zu dem, was dann als PMS wahrgenommen wird: 


Brustsymptom 

In der Östrogenphase ist das Gewebe der Brust meist weich. Untersuchungen nach Knoten sind deswegen besonders gut in dieser Zeit durchführen.
Mit der Progesteronphase werden sie langsam voller, größer und fühlen sich manchmal auch schwerer an. Manche BH-tragende Frauen tragen für diese Phase sogar andere BHs als in der Östrogenphase! Diese Veränderung kann sich steigern bis hin zu einem ziehenden oder stechendem Gefühl oder auch richtigen Schmerzen.
Ich liege in der Zeit vor der Mens z.B. fast nie auf dem Bauch beim Schlafen, weil ich das Gefühl habe, dass die Brüste irgendwie immer im Weg sind. 


Veränderungen mit Haut und Haar 

Auch die Haut kann auf das Progesteron reagieren und auf einmal hat man dann ein paar Besucher im Gesicht: Pickel!
Meine Menspickel tauchen hartnäckig nur im Bereich vom Kinn auf und wollen dann auch erst nach der Mens anfangen abzuheilen.
Manche Frauen beobachten, dass das Haar schneller fettig wird vor der Mens. 


Wasser – überall Wasser! 

Die bereits genannten Veränderungen der Brüste kommt (unter anderem) durch eingelagertes Wasser, doch sie sind nicht die einzigen im Körper, die sich in dieser Zeit selbst mit einem Schwamm verwechseln. Und so kommt es, dass viele Frauen vor der Mens aussehen, als würden sie eine Kugel im Bauch vor sich hertragen und haben ein aufgequollenes Gefühl – sogar das Gesicht sieht manchmal etwas anders aus.
Wird das Wasser dann wieder losgelassen, kann es sein, dass kurz vor oder mit der Mens viele Gänge zur Toilette anstehen. Manche Nächte vor der Mens wandere ich gleich mehrmals durch die Wohnung. 


Noch mehr toilettenverbundene Symptome 

Der Darm gehört natürlich in dieser Übersicht dazu – vor allem weil er sich bei dem Produzieren von Symptomen oft besonders eindrücklich hervortut.
Da haben die einen Frauen dann mit Verstopfungen zu kämpfen und die anderen mit Durchfall.
Das Progesteronlevel selbst kann zu Verstopfungen führen und dessen plötzlicher Abfall vor oder während der Mens gibt dann Wasser an den Stuhl ab, weswegen dieser dann dünner (oder sehr viel dünner) ist. 


Verschiedene Schmerzen 

So ein verwirrter Darm kann natürlich auch mal Schmerzen machen, und auch im Kopf kann sich PMS durch Kopfschmerzen äußern. Bei entsprechender Anfälligkeit auch bis hin zu Migräne. Und manche Frauen haben auch Rückenschmerzen. Die Schmerzen können unterschiedliche Ursachen haben, ein häufiger Faktor sind Verspannungen.


Was sagt die Libido?

So sehr ich die natürliche Verhütung mit NFP schätze und auch nicht eintauschen würde gegen etwas anderes, so sehr habe ich mich immer darüber geärgert, dass ich ausgerechnet in der Zeit, in der nicht verhütet werden muss, so selten Lust auf Sex habe. Die Libido nimmt bei manchen kurz vor oder mit der Mens wieder zu und kann damit auch ein beobachtbares Symptom sein. 


Und die Psyche macht auch mit! 

Dieses Symptom ist eines, das besonders individuell ist, aber viele Frauen berichten vor der Mens von Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Genervtheit, Tränen und Wut. In Petras Text wird insbesondere dieser Bereich genauer betrachtet. 


​Die Menstruation ist kein PMS

Es kann zwar zu Blutungen während der PMS Zeit kommen, das dann eher in der Nase und im Zahnfleisch, weil alle Gefäße stärker durchblutet sind. Mit dem Einsetzen der Menstruation selbst, sind die dazu gehörenden Symptome nicht mehr PMS sondern Symptome der Menstruation. Aber obwohl es hier um zwei verschiedene Situationen geht, können die kommenden Tipps natürlich trotzdem auch bei der Mens helfen!


Wenn ich daran denke, wie ich früher unter so vielen dieser Symptome gelitten habe, dann bin ich um so froher, dass ich Wissen gefunden habe, wie ich mir helfen kann. Zwischendrin war ich zwar auch mal verwirrt, weil ich das Gefühl hatte, dass die wegfallenden Symptome mir auch Hinweise zum Start der Mens wegnahmen. Aber die Anzeichen sind einfach nur feiner geworden und mit Aufmerksamkeit (und Nfp) weiß ich auch heute noch, wann meine Mens startet und wann ich mir vorher besondere Aufmerksamkeit schenke.


Viele von euch haben ganz unterschiedliche Umgangsmöglichkeiten und Hilfen gefunden und sie mit uns geteilt. Und die gibt es dann direkt im nächsten Artikel!

Illustrationen: Mela Kühnlein · melamint.net

Mir hilft gegen PMS … Verlosung!

Liebe Leserinnen, wir wünschen uns eure persönlichen Erfahrungen. Unter allen veröffentlichten Tipps verschenken wir 5 Dankeschön-Päckchen.

Liebe Leserinnen, wir wünschen uns, per Kommentar hier oder per Nachricht, eure persönlichen Erfahrungen: Mir hilft es, mit PMS umzugehen, indem…

Unter allen Tipps, die wir bei www.kulmine.de veröffentlichen, werden 5 Sets verschenkt mit je 1 Bogen Cuterus-Aufkleber, 1 Slipeinlage mit Flügeln und einem Kosmetikpad.

Bis zum 08.08.17 um 23:59 Uhr können Texte eingesendet werden. Betreff: PMS. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mach mit, wenn du mindestens 18 bist. Die Preise werden nicht ausgezahlt.

Erfrischende Gurken-Avocado Suppe

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Letztes Jahr im Sommer hatte mein Lieblingscafé eine Tagessuppe, bei der ich zuerst etwas skeptisch war. Kalte Suppe?
Aber tatsächlich ist dieses Rezept besonders an heißen Tagen ein genießerisches Essen, von dem ich nicht genug bekommen kann!


ca. 200g Joghurt
1 reife und weiche (!) Avocado
1 kleine Gurke
1 kleine Knoblauchzehe
Zitronensaft einer halben Zitrone
Dill
Salz und Pfeffer
ev. etwas Wasser

Vorbereitung

Für die Suppe brauchst du einen Mixer – ich habe einen Standmixer, aber wenn die Gurke vorher etwas kleiner geschnitten wird, geht das genauso gut mit einem Stabmixer.

Zubereitung

Die Avocado schälen, entsteinen und in den Mixer oder eine Schüssel geben.
Die Gurke in der Größe schneiden, dass der Mixer sie gut verarbeiten kann. (Für den Stabmixer entsprechend feiner als für den Standmixer.)
Einen Teil des Joghurts dazu geben, genauso wie Zitronensaft und Knoblauch. Die Zutaten sorgfältig zusammen mixen.

Nach Geschmack den Rest des Joghurts dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Wenn die Suppe sehr dick ist, etwas Wasser dazu geben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
(Je nachdem kann auch noch etwas mehr Zitronensaft dazu gegeben werden.) 

Am Ende fein geschnittenen Dill dazu geben. 

dieses Rezept ist

  • in ca. 10 Minuten vorbereitet 
  • in ca. 30 Minuten fertig

– & –

  • vegan
  • vegetarisch
  • veganisierbar
  • weizenfrei
  • laktosefrei
  • kokosfrei

Die Suppe schmeckt am besten, wenn sie frisch gekühlt ist. (Wenn es schnell gehen soll, stelle ich sie auch einfach kurz in den Tiefkühler.)


Eine Geschichte aus Athen

​Es war einmal vor langer langer Zeit – vier Jahrhunderte bevor unsere Zeitrechnungen überhaupt begann – in der griechischen Stadt Athen.
Dort lebten, arme Menschen und reiche Menschen. In einer dieser reichen Familien wurde ein Kind geboren. Ein Mädchen namens Agnodice.
Agnodice wuchs zu einer Frau mit einem wachen Verstand auf. Und wie sie durch die Welt schaute, sah sie viel Leid – vor allem bei Frauen.
Frauen litten an versteckten Krankheiten und sie litten während der Schwangerschaft, sie litten während der Geburt und sie litten nach der Geburt. Sie litten nicht nur, sie starben – und das in erschreckend großen Zahlen. Oft starben die Kinder gleich mit, während der Geburt oder kurz danach.

Es hatte eine Zeit gegeben, da hätte Agnodice etwas tun können.

​Zur Zeit als Hippocrates noch lebte und arbeite, konnten Frauen die besondere Kunst der Gynäkologie lernen. Sie konnten heilen und sie konnten Ärztin und Hebammen werden. Doch nachdem er gestorben war, entdeckten die führenden Männer Athens, dass diese wissenden Frauen auch Abtreibungen durchführten und weil ihnen nicht gefiel, dass Frauen die Macht über den Nachwuchs von Männern hatten, bannten sie diese Frauen und machten ihren Beruf, ihre Berufung, zu einem Verbrechen.
Das war damals und seitdem hatte es keine Frauen mehr gegeben, die diese Künste offiziell lernen durften. Agnodice aber war klug und so fiel es ihr nicht schwer, eine Lösung zu finden.
Denn sie war tief entschlossen, das Leiden der Frauen zu mindern. Sie würde Ärztin werden und sie würde den Frauen Athens helfen. Sie schnitt sich ihr langes Haar ab und sie zog sich Männerkleidung an, um das Studium der Medizin aufzunehmen.
Eine Freundin, zeitlich passend erkrankt, wurde eine Ausrede, um ihre nun kommende Abwesenheit für ihre Familie zu erklären. Und so kam es, dass Agnodice ihre Heimat verließ und nach Ägypten reiste, wo Frauen eine wichtige Rolle in der Medizin spielten. Weil sie Zuhause aber als Mann arbeiten würde, trug sie weiter ihre Verkleidung und lernte als Mann zu leben.
In Alexandria studierte sie von dem großen Herophiles, der ihr die Anatomie der Menschen nahe brachte. Und als die Zeit gekommen war, und sie ihre Qualifikationen erreicht hatte, ging sie zurück nach Athen, um den Frauen in ihrer Heimatstadt zu helfen. So konnte sie endlich das quälende Gefühl in ihrem Herzen besänftigen – endlich half sie Frauen, endlich rettete sie Frauen – und die Kinder dazu.
Das hatte sie zumindest gedacht. Es kam aber ganz anders – niemand wollte ihre Dienste in Anspruch nehmen, weil sie ein Mann war. Eines Tages ging Agnodice durch die Straßen und hörte die verzweifelten Schreie einer Frau, die vollkommen durchdrungen von Geburtsschmerzen war. Sie wollte ihr helfen, so sehr wollte sie ihr helfen. Doch auch diese Frau weigerte sich, die Hilfe eines Mannes anzunehmen. So tief war die Scham, die ihr seit Kindes an eingeimpft worden war, zu tief das Gefühl, dass dieser Schmerz ein Frauenschmerz war und kein Mann helfen konnte, ja, dies gar nicht durfte.

Sie verdiente die Hilfe, die sie brauchte.

​Agnodice blickte die verschwitzte und angestrengte Frau an. So große Schmerzen hatte sie und doch war sie so stark in ihrer Meinung. Sie verdiente die Hilfe, die sie brauchte.
Und mit diesen Gedanken enthüllte Agnodice sich und zeigte sich der Gebärenden als Frau. Diese verstand sofort und erlaubte die Hilfe – erfolgreich. Mutter und Kind ging es nach der Geburt gut.
Erschöpft aber zufrieden lagen sie auf ihrem Lager, während Agnodice sich tief in Gedanken versunken auf den Weg nach draußen machte. Es war ein gutes Gefühl gewesen, ihr Wissen endlich anzuwenden. Aber würde sie jedes Mal erst ihr Geschlecht zeigen müssen, damit sie helfen durfte?
Doch dieses Problem löste sich von alleine – die Kommunikationswege der Frauen waren schnell und effizient. Und bald konnte sich Agnodice nicht mehr retten vor Anfragen – nicht nur für Geburten, sondern für andere Krankheiten der Frauen. Ihr vertrauten die Frauen, weil sie eine Frau war. Und je erfolgreicher sie wurde, desto weniger wurden die anderen Ärzte der Stadt angefragt. Zu groß war die Erinnerung, an die Schmerzen und die Scham, die sie mit sich brachten, die Herablassung, mit denen sie behandelten.

​Der Neid der Männer

​Die Ärzte aber wurden neidisch auf den Erfolg des neuen Arztes und statt darüber nachzudenken, dass der Grund in ihren eigenen Unfähigkeiten liegen könnte, beschuldigten sie Agnodice, dass sie die Frauen verführte und die Frauen selbst ihre Krankheiten vortäuschten, um in die große Liebeskunst des jungen Arztes eingeführt zu werden.
Agnodice kam vor Gericht – angeklagt von eifersüchtigen Ehemännern und neidischen Ärzten.
Anklage: Die Verführung der Frauen Athens. Doch wie die Männer sie beschuldigten, schaute Agnodice sich ruhig um, hob ihre Tunika an, wie sie es damals bei der ersten Frau tat, der sie half – und zeigte ihr Geschlecht.
„Ich verführe eure Frauen nicht – ich bin selbst eine Frau.“ Es war wichtig, dass sie die Richter davon überzeugte, dass sie nicht die Frauen verführte. Ihr Leben stand auf dem Spiel – und tatsächlich schaffte sie es, die Richter von ihrer Unschuld zu überzeugen. Die geifernden Männer aber versuchten nun, sie zu verklagen, weil sie zuwieder den Gesetzen gehandelt hätte, mit ihrem verbotenen Studium und noch der noch verboteneren Arbeit.
Doch bevor die Richter auch nur zu einem Ergebnis kommen konnten, stürmten die Frauen Athens den Ort der Gerichtssitzung. Sie priesen ihre Arbeit als Ärztin und beschimpften ihre Ehemänner für den Versuch Agnodice hinrichten zu lassen.
„Wollt ihr tote Frauen und Kinder haben? Oder wollt ihr lebende Frauen und Kinder?“
Nach einem kurzen Austausch der Männer und Frauen wurde Agnodice entlassen. Das war aber nicht das einzige, was passierte. Endlich wurden wieder die Gesetze geändert und nun war es Frauen in Athen erlaubt, sich von Ärztinnen behandeln zu lassen, Frauen konnten wieder als Ärztinnen tätig sein und auch Hebammen waren wieder erlaubt. 


Die Nacherzählung basiert frei auf dem englischen Wikipedia-Artikel zu Agnodice und erhebt keinen Anspruch auf historische Korrektheit.   

Eine Hela von Hand nähen – how to

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Oder: Konsumsouverän Teil 2! An besagtem Workshop-Wochenende entstanden auch Hela-Einlagen. Aus ausgemusterten Handtüchern, T-shirts und Hemden. Handgenäht, ohne Maschine. So schön, dass Nina fast nicht mehr sagen konnte, ob sie Original Kulmines oder die selbstgenähten hübscher findet.

2016 haben wir für den Menstrual Health Day das Falt-Modell Hela als Schnittmuster zur Verfügung gestellt und ein Freebook mit Nähanleitung geschrieben. Allerdings ist diese Beschreibung für die Nähmaschine – und die besitzten nunmal nicht alle oder haben Zugang zu einer. Da wir in der Gemeinschaftswerkstatt, wo wir den Workshop veranstaltet haben, sowieso nur eine Nähmaschine zur Verfügung haben, hatte ich geplant, die Hela per Hand und – gemäß unseres Mottos – aus ausgemusterten Stoffen zu nähen und diese Umsetzung weiterzugeben.

Für die Binde habe ich ein T-Shirt und ein Frottee-Handtuch benutzt. Für die Slipeinlage fiel die Wahl auf ein T-Shirt in Kombi mit einem Karo-Baumwollhemd für mehr Formstabilität.
Zusammengenäht habe ich es mit Stickgarn, das wir in großen Mengen für die Werkstatt gespendet bekommen haben. Es ist schön weich und glatt, macht einen hübschen Rand und trägt kaum auf. 

Die Stoffe und das Garn auszuwählen, gefällt mir besonders gut: da kann man tolle Farbkombinationen finden und ausprobieren.
Die zweifarbigen Seiten, die so entstehen, sind für mich ein Grund, nur zwei Lagen zu machen (statt drei wie im Freebook). Der andere war meine Vermutung, dass der Frottee besonders gut in der Unterwäsche hält. Das hat sich bestätigt und ich kann mir vorstellen, dass damit auch die klassische Bindenform super funktioniert.
Für eine Slipeinlage könnte auch eine Schicht ausreichen (die dann ja eh doppelt im Slip liegt), aber ich vermute, dass es nicht bei allen Stoffen ausreichend stabil ist.

Tips zum Anzeichnen
Den Stoff doppelt legen und das Schnittmuster mit dem Steg bündig an die Faltkante legen. 

Elastischer Stoff wie von dünnen T-Shirts lässt sich oft nicht gut mit einem Strich anzeichnen, da er sich verzieht. Eine Teilnehmerin vom Workshop hatte den passenden Trick: mit dem Stift Punkte setzen, indem man den Stift drückt und dreht.

Tips zum Ausschneiden
Wenn Shirts etwas weitere Ärmel haben, reichen die oft sogar aus, um eine Hela daraus zu machen – dann muss man erstmal den Hauptteil nicht zerschneiden. 

Wichtig ist, dem Schnittmuster penibel zu folgen und einen sauberen Rand zu schneiden, damit man die Teile gut zusammennähen kann und sich keine abstehenden Ecken bilden.

 

Zusammennähen
Ich habe noch nicht herausgefunden, was die optimale Fadenlänge ist – geschätzt haben ich das 3-fache des Umfangs, aber es ging sich gegen Ende nie ganz aus (und ordentlich abgemessen hatte ich auch nicht ;-).
Als Nadel eignet sich eine Stopfnadel mit scharfer Spitze.

Achte beim ersten Einstich darauf, genug loses Ende zu lassen, damit man es am Schluss mit dem anderen Ende verknoten kann. Ab dann sticht man von vorne nach hinten und achtet darauf, dass der Faden vom vorherigen Stich hinter der Nadel zu liegen kommt (siehe Bild). Das dabei entstehende Muster ist dabei erst ab dem zweiten Einstich zu erkennen.
Der Faden sollte nicht zu fest angezogen werden, damit der Rand den gleichen Umfang behält wie der Zuschitt – sonst wölbst sich das Ergebniss ein wenig, besonders an den runden Stellen und bei dünnerem Stoff. Bei der Karo-Hela kann man es ein wenig erkennen.

Am Ende verschießt man die beiden Enden mit einem Doppelknoten, genauer gesagt dem Kreuzknoten. Er unterscheidet sich durch ein kleines Detail vom sogenannten Altweiberknoten, der sich schnell wieder auflösen kann. Für den Kreuzknoten legt man nach dem ersten Knoten den nach hinten weisenden Faden hinter das andere Ende und schließt dann den Knoten wie gewohnt. Er bildet dann zwei symmetrisch ineinanderliegende Schlaufen.

Zur Ferigstellung einer Einlage habe ich circa zwei Stunde Gebraucht.
Es gibt noch keinen Test in der Maschinenwäsche, ich hoffe, das Stickgarn läuft bei heißen Temperaturen nicht ein. Ich berichte in den Kommentare, sobald ich mehr weiß.
Die dünnere Variante grumpfelt beim Tragen ein bisschen zusammen, da die Stoffe wenig Eigenstruktur haben. Dafür ist sie bei den heißeren Temperaturen sehr angenehm luftig und die Möglichkeit, eine frische Seite nach oben zu falten, ist super angenehm.

Ich hoffe, ihr kommt mit der Anleitung gut zurecht. Wenn ihr noch Fragen oder Ideen habt, schreibt sie einfach unten in die Kommentare. Und natürlich freuen wir uns über Fotos von fertigen Helas aus euren Händen!