Nur ein Testbeitrag – kein Inhalt

Hier kommt eine Einleitungstext. Immer schön an das Leerzeichen hinter dem Punkt denken! Nicht vergessen, die ULR unter der Headline zu bearbeiten! Auch Kategorie richtige einstellen (rechts Reiter „Beitrag“).

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Frage zum Einstieg oder interessanter Texthappen.

Hier kommt der 

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lassikerinnen zu begeistern. 


Gib eine Überschrift ein…

Auch sind ab und Zu Fettungen geeignet um zetwas hervorzuheben. Das kann rechts unter dem Reiter „Blöcke“ formatiert werden. Hier kommt der Haupttext. Schön ist es natürlich ein Bildcover zu haben, muss aber nicht. Textblock nur, damit man das Layout sieht, wie sich das verhält. Hinter den Wortbergen, bei den Buchstabenzwergen, in den Kul-Minen der Baumwollzuschneiderinnen, da, ja daaa gab es mal eine Prinzessin im Turm, die gar gewandt das Internet besurfte um Heerscharen aus der Bloggosphäre für die vielfältigen Faltis, Helas, Libellen und Klassikerinnen zu begeistern.

Headline 4 (hier immer nen Return davor setzen zwecks Abstand)

Auch sind ab und Zu Fettungen geeignet um zetwas hervorzuheben. Das kann rechts unter dem Reiter „Blöcke“ formatiert werden. Hier kommt der Haupttext. Schön ist es natürlich ein Bildcover zu haben, muss aber nicht. Textblock nur, damit man das Layout sieht, wie sich das verhält. Hinter den Wortbergen, bei den Buchstabenzwergen, in den Kul-Minen der Baumwollzuschneiderinnen, da, ja daaa gab es mal eine Prinzessin im Turm, die gar gewandt das Internet besurfte um Heerscharen aus der Bloggosphäre für die vielfältigen Faltis, Helas, Libellen und Klassikerinnen zu begeistern.


Weiterführende Links

Link 1 – genaue Erklärung

Mitmachen und Zuhören

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Im Rahmen der Mitmachaktion sind viele wunderbare Beiträge von Kundinnen bei uns eingegangen. Und sieben ausgewählte Texte gibt es nun hier im Blog zu lesen! Zwei der folgenden Beiträge wurden auch von Mela im neusten Podcast vorgelesen, der ganz unten verlinkt ist – da kann man gut mitbekommen, wie sprachlos uns diese Berichte machen!


Folge 6 – Feedback Special


Kulmines on Tour to Santiago

Liebe Petra,
ich bin letzte Woche vom Jakobsweg zurückgekommen und möchte gerne einen Erfahrungsbericht schicken: Neun Wochen lang war ich auf dem Jakobsweg in Frankreich und Spanien. Auf jedes Gramm habe ich beim Einpacken geachtet und mich gefragt, was ich wirklich brauche und auf dem Rücken tragen will. Mit dabei: Fünf Kulmines!
Ich war so glücklich, sie mit dabei gehabt zu haben. Ich kann es nur empfehlen! Für die Mens, für den Zervixschleim, oder einfach, wenn ich nach einem langen Wandertag keine Lust mehr hatte, zu waschen. (Was man, wenn man nur zwei Unterhosen dabei hat, jeden Tag macht.) Mit den Kulmines war ich einfach flexibler. Null schwitzig an heißen Tagen. Null feucht nach dem Pinkeln am Wegrand.
Hier ein Foto von allen Klamotten, die ich dabei hatte [oben] – inklusive der fünf Kulmines!


Die Blutung gehört jetzt zu mir

Liebes Kulmine-Team,
ich habe meine Jugend ab der Menarche schwer gelitten: [Ich hatte] heftige und sehr unregelmäßige Blutungen, mit den Binden hat es irgendwie immer fürchterlich gestunken, [mit] Tampons kam ich gar nicht klar [und] hatte dazu häufig Pilzinfektionen und Blasenentzündungen. Eine einzige Katastrophe dieses Frau-Werden und -Sein! Dann 1992 [die] erste Schwangerschaft … zweite …dritte und vierte 2001 … Und immer der Wunsch etwas ändern zu können an den häufigen Pilzinfektionen und Blasenentzündungen, dem unsäglichen Müll, den ich produzierte.
Dann die ENTDECKUNG: Stoffbinden! Plötzlich roch es nicht mehr so furchtbar nach Chemie, wenn ich blutete – sondern einfach natürlich nach mir … mit Schwämmchen oder Mooncup dazu, perfekt. Die Periode war plötzlich ein Teil von mir, der dazugehört, ich fühlte mich erstmals weiblich, voll und rund und ganz wohl in mir und mit mir. Jetzt bald im Wandel, der Wechselphase und im Übergang in die Menopause möchte ich DANKE sagen: eure Vielfalt, schöne Farben, tollen Aktionen … mögen viele junge Frauen euch entdecken und mit euch ihr Frau-Sein starten. 

Bei unseren Mit-Sing-Workshops liegen immer Flyer von euch ganz liebevoll diskret, aber nicht schamvoll versteckt 😉 schön mittendrin … wo das Thema eben hingehört. DANKE

Was hat sich in meinem Leben durch alternative Menstruationsprodukte verändert?

Eine ganze Menge würde ich rückblickend sagen.
Ich versuche dennoch mal von vorne anzufangen. Durch meinen Partner wurde ich das erste Mal auf die Menstruationstasse aufmerksam, als er mich fragte, ob ich diese kenne würde, er habe sowas im Internet gesehen und zeigte mir eine Comic ähnliche Abbildung davon. Ich war sehr skeptisch und meinte Nein, das sei auch total komisch und sicher nicht hygienisch. Komischerweise bin ich danach immer öfter über Artikel zu der Tasse gestolpert und immer wieder waren da diese Kommentare von total begeisterten Frauen. Nach [dem Lesen von] unzähligen Artikeln und Erfahrungsberichten und mit einem mulmigen Gefühl – scheiße, was ist, wenn das Ding in den weiten Meeren verschwindet – beschloss ich, es dennoch auszuprobieren. 

Und es war mit die beste Entscheidung meines Lebens.
Auch wenn es Anfangs ungewohnt war, ich hatte schnell den Dreh raus. [Das Tässchen] fand auch immer ihren Weg nach draußen, meine Angst, war also unbegründet. Jede, die die Menstruationstasse kennt, weiß, dass man da unweigerlich auch Stoffbinden kennen lernt. Da war diese „Angst“ vor dem Unbekannten schon gar nicht mehr so groß und musste auch [das] ausprobiert werden.
Auch diese Entscheidung zähle ich mit zu den besten in meinem Leben. Stoffbinden sind so viel angenehmer als Wegwerfprodukte. Kein Windelgefühl, kein Austrocknen, kein Unwohlsein, also in allem so viel besser. Denn man spürt sie gar nicht.

All die Kommentare von den begeisterten Frauen über alternative Monatshygiene kann ich nur mit einem lauten JA bestätigen.
Ich hätte es Anfangs selber nie für möglich gehalten, aber es verändert wirklich so viel für einen. Ich würde fast sagen, man bekommt ein Stück „weiblich“ zurück. Dieses „Ekelgefühl“ oder „Kranksein“ was einem irgendwie in den Kopfgesetz wird, wenn man seine Periode hat, ist urplötzlich verschwindet. Man geht auch so viel offener mit dem Thema um. Erst seit dem ich Stoffbinden und Co. [nutze] kann ich auch frei drüber reden, ohne dass es mir peinlich ist, denn es gehört einfach dazu zum Frau sein. Das aller tollste ist jedoch, dass die Schmerzen, die mich so oft in die Knie zwangen, verschwunden sind. Seit der Nutzung alternativer Monatsprodukte wurden die Schmerzen, die ich ich vor und während der Periode hatte, immer weniger. Kaum zu glauben, ich bin heutzutage teilweise sogar traurig, wenn sie aufhört. 

Aber nicht nur das, mein ganzen Denken hat sich verändert. Jetzt ich schau ich, was ich durch wiederverwendbare Sachen ersetzten kann und fühle mich dabei auch noch unglaublich gut. Zudem es auch noch großen Spaß macht, neue Sachen zu entdecken. Sogar mein Partner ist total begeistert, nicht nur das er keinen Müll mehr aus dem Bad entsorgen muss, [durch die Idee, Müll zu reduzieren] hat er sogar selber ein neues Hobby gefunden und sein Rasiermesser ist nicht mehr wegzudenken. Kurzum es war und ist einfach eine Bereicherung fürs Leben! Ganz liebe Grüße

Es fühlt sich frisch, leicht und natürlich an

Liebes Team von Kulmine,
seit einer Zeit verwende ich Binden aus Stoff. Vorher hatte ich beginnend bei Tampons über den Mondkelch viel getestet und habe das Gefühl, jetzt angekommen zu sein. Es fühlt sich für mich frisch, leicht und natürlich an – das Tragen der Binden genauso wie das Waschen hinterher.
Seit kurzem verwende ich zusätzlich Stofftaschentücher. Ich benutze die mit den bunten Rändern – total schön und edel. 🙂
Danke für die tollen Produkte! Liebe Grüße


Warum habe ich das nicht schon früher gemacht?

Liebes Kulmine Team,
hier teile ich nun meine Erfahrungen mit alternativen Menstruationsprodukten und Stoffbinden, um andere Frauen zu ermutigen. 

Ich bin 40 Jahre [alt] und habe bis vor zwei Monaten ausschließlich Tampons verwendet. Vor ein paar Jahren bin ich auf meinen Weg gekommen. Dazu gehörte die Ernährungsumstellung, Naturprodukte für Körper/Haar und natürliche Schminkprodukte. In dem Zusammenhang kam mir immer wieder in den Sinn, dass die Menstruationsprodukten auch dazu gehören. Ich brauchte ein Jahr, um mich an die Vorstellung zu gewöhnen, eventuell einen Mooncup oder Stoffbinden zu benutzen. Ich kannte auch niemanden in meinem Umfeld, der das tut und mich ermutigen hätte können. Ich las immer wieder Erfahrungsberichte. Dann ging alles schnell. 

Ich setzte die künstlichen Hormone ab und bestellte bei Kulmine die ersten Produkte. Einen kleinen Mooncup, ein paar Helabinden und habe mir das Schnittmuster [der Hela] ausgedruckt. Die Helabinden wurden schnell nachgenäht, der Mooncup ausgekocht und ich war startklar. Seit zwei Monaten praktiziere ich nun die symptothermale Methode, fülle täglich ein Zyklusblatt [aus] und habe nun bereits meine zweite Periode mit Mooncup und Helabinden erfolgreich gemeistert.

Ich habe durch die Zyklusbeobachtung viel über meinen Körper gelernt. Viel wichtiger ist, ich bin vom ersten Tag mit dem Mooncup klar gekommen. Ich habe den Stiel gekürzt. Nach ein paar Tagen habe ich den Stiel nochmals gekürzt, sodass ich einen Mooncup ohne Stiel habe. Der Stiel war unangenehm beim Tragen. Auch reicht mir, trotz Kind entbunden, ein kleiner Mooncup. Ich reguliere viel über An- und Entspannen der Beckenbodenmuskeln. Als Sicherheit trage ich während der Menstruation Helabinden oder Helaslipeinlagen, da der Muttermund ja täglich anderes ist und auch bei starker Blutung mal was daneben geht oder beim Einsetzen noch was in die Binde blutet. Alles klappt super. Den Mooncup leere ich drei Mal am Tag. Voll war er noch nie. Ich hatte von Anfang an keine Probleme mit Einsetzen und Rausnehmen. Die Helabinden sitzen toll. Die gebrauchten Binden kommen in die Wäsche. Das Nachnähen ist sehr zu empfehlen. 

Ich frage mich, warum ich das nicht schon früher gemacht habe. Was man da an Müll vermeidet! Vielen Dank Kulmine und allen Frauen für die Erfahrungsberichte! Ich fühle mich so toll und natürlich damit. Einfach glücklich.
Lieben Gruß!

Per Postkarte
Sie unterstützen mein positives Gefühl zu meiner Blutung. Ich kaufe keine Einmal-Produkte mehr und bin somit weniger abhängig. Das tut mir gut, da Abhängigkeiten ein ständiges Thema meiner Weiblichkeit sind. Ich werfe auch nichts mehr weg, während ich blute, das ist ein schöneres Umgehen mit dem eigenen Blut und meiner Fruchtbarkeit. Jetzt wasche ich aus, reinige den Stoff und meinen Körper und bin dabei, diese Zeit immer mehr wirklich zu „meinen Tagen“ zu machen. Welch ein Genuss, eine Frau zu sein!
Liebe Grüße


Die beste Investition meines Lebens!

Als ich zum ersten Mal von Slipeinlagen aus Stoff gehört habe, war ich anfangs etwas skeptisch. Doch nach einigen Recherchen erschienen mir die Vorteile, die man dadurch gewinnt, schlüssig. Allerdings kaufte ich mir die Stoffbinden erst nach einigen Monaten, da sie für mich etwas teuer waren.
Jetzt kann ich sagen, dass das einer der besten Investitionen meines Lebens war!! Warum? 

  • Kosten – Endlich keine Ausgaben mehr für die einmalverwendbaren Binden 
  • Komfort – kein „nasses“ Windelgefühl mehr 
  • Ökologischer Aspekt – kein Müllsack voll stinkender Binden 

Die Stoffbinden haben meine Lebensqualität erhöht und ich bin SO froh, sie entdeckt zu haben. Auch haben sie mir die Augen geöffnet, dass Menstruation kein Tabuthema sein sollte und dass man ganz einfach offen darüber reden kann oder eher soll! Dadurch habe ich meinen Körper besser kennengelernt und wusste auch durch die Recherchen viel mehr über meine Menstruation Bescheid. 😉


Links zum Podcast Folge 6

Download
Aufruf Mitmachaktion
Reviews und Erfahrungsberichte
Rezept Bananenkekse

rechts: die Frühlingsrollen – Gemüse nach Wahl ganz klein schneiden, andünsten und würzen. In kleinen Portionen in angefeuchtetes Reispapier wickeln und anbraten.

Zyklusbeobachtung für Minimalistinnen

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Für alle, die ihrem PMS-Monster auf der Spur sind oder einfach nur die roten Tage notieren möchten, gibt es jetzt einfache Kalender im Kulmine-Shop.


Wann kommen die roten Tage?

Zyklusbeobachtung ist in unseren Augen ein zentrales Hilfsmittel, den eigenen Rhythmus besser zu verstehen und mit dem Zyklus bewusst in Kontakt zu kommen. Im Artikel Zyklusbeobachtung steht dazu:

„Selbst mit dem einfachen Notieren der Menstruationstage kann man in den meisten Fällen abschätzen, wann sich die nächste Menstruation ankündigt. Phänomene wie PMS können somit leichter im Alltag zugeordnet werden und Unregelmäßigkeiten in der Zykluslänge können schneller erkannt werden.“

Dazu brauchst du nur einen Notizblock oder einen Kalender, wo du alle Zyklen in einer Übersicht notieren kannst. Manche Frauen nutzen vielleicht ihren normalen Tageskalender dazu, andere mögen lieber Apps.

Für Liebhaberinnen von edlem Papier

… und der Möglichkeit, die Mens getrennt zu notieren, gibt es von Mela jetzt Kalender in zwei Größen:

Der ca. 150x150mm große Wandkalender ist aus einem Umweltpapier mit leichten Materialsprenkelungen und hat einen schlichten Mondyklus als Motiv. Das gab ihm den Namen Mondzeit. Eine Möglichkeit ist, ihn aufgeklappt aufzuhängen, so dass alle „Beteiligten“ (wie Familie oder Partner:in) wissen, wann das PMS-Monster voraussichtlich zu Besuch sein wird..

Zyklusbeobachtung für die Hosentasche: Der kleine Kalender hat die gleiche Größe wie gängige Visitenkarten – so dass er zusammengeklappt (55x85mm) in eines der Kartenfächer des Geldbeutels passt. Er ist aus naturweißem Umweltpapier mit wilden Wellen auf der Vorderseite … Gezeiten eben.

Beide Kalender sind zum Aufklappen und somit bei Bedarf diskret unterzubringen. Sie sind unabhängig vom aktuellen Kalenderjahr einsetzbar und wer sie länger als ein Jahr nutzen möchte, kann das Papier mit einer selbstklebenden, durchsichtigen Folie beziehen und mit einem abwischbaren Folienstift beschreiben. 

Neben Eintragungen zur Menstruation gibt es weitere Ideen, was man in die kleinen Kreise eintragen kann: Einfache Smileys um die Stimmung zu symbolisieren, Sternchen für Libido oder Herzchen für Sex, auch der Schleim könnte mit Abkürzungen und einem farbigen Stift eingetragen werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und wir freuen uns, wenn ihr in den Kommentaren noch weitere Ideen beisteuert!

Verlosung

Übrigens! Dieser Beitrag ist schon der 100. Eintrag im Blog – dabei haben wir doch gefühlt gerade erst angefangen! Zur Feier der runden 100 verschenken wir einen Menstruationskalender Mondzeit. Dazu einfach einen Kommentar schreiben, warum du dich über einen Kalender freuen würdest. Das Los entscheidet dann, wer den Kalender erhält.


Bitte mach nur mit, wenn du mindestens 18 Jahre alt bist. Der Gewinn wird nicht ausgezahlt. Kommentare bis zum 3. September werden berücksichtigt!

Tagebuch einer Kulmine-Anfängerin Teil 3: Der Alltag kehrt ein

In diesem Eintrag möchte ich berichten, wie schnell es bei mir ging, in eine gewisse Routine zu finden mit meinen Kulmines.

In meinem Kleiderschrank haben sie ihren Platz in einer Box: Aufgeteilt in Binden und Slipeinlagen, da ich manchmal, vor allem müde am Morgen, den Unterschied nicht sofort bemerke.
Hin und wieder denke ich mir, sie sind das farbenfroheste „Kleidungsstück“, das ich trage. Nur dass es eben keiner sieht. 

Wenn ich während der Mens am Abend oder am nächsten Morgen eine Binde aus meiner Unterhose heraus nehme, wasche ich sie direkt am Waschbecken mit kaltem Wasser aus. Das dauert nicht sehr lange. Wenn ich dann zurück in mein Zimmer gehe und meine Wäsche in den Wäschekorb schmeiße, hänge ich die ausgewaschene Kulmine über dessen Rand, sodass sie dort trocknen kann. Da hängen sie dann und warten auf die nächste 60°C-Wäsche. Hin und wieder (je nach Bedarf) weiche ich Binden auch für ein paar Stunden oder einen Tag in einer Plastikbox ein, die ich dafür ausrangiert habe. Nach der 60°C Wäsche lasse ich die Kulmines auf der Heizung trocknen bis sie dann wieder in ihre Box im Kleiderschrank kommen. Und die Slipeinlagen wasche ich einfach ganz normal wie meine Unterhosen. 

Das alles finde ich sehr unkompliziert. Und im Gegenzug kann ich auf unnötigen Müll und vor allem Chemie und Plastikmembrane verzichten. Worüber ich mir am Anfang auch den Kopf zerbrochen habe ist, was man macht, wenn man seine Binde in der Uni oder bei der Arbeit wechseln möchte. Bis jetzt bin ich noch nicht in die Situation gekommen, dass ich eine blutige Binde unterwegs wechseln wollte. Aber vorbereitet habe ich mich dennoch.
Dafür habe ich ein kleines Täschchen, in das ich eine wiederverschließbare Plastiktüte gelegt habe. Das sollte genügen, bis ich wieder Zuhause bin. 

Ich kann es nur jeder Frau empfehlen, sich um das Thema Gedanken zu machen. Sich zu überlegen, was dem eigenen Körper gut tut und ob herkömmliche Binden wirklich so eine gute Lösung sind. 

Zu Anfang klingt das mit den waschbaren Binden vielleicht noch kompliziert, aber je länger ich darüber nachgedacht habe und es dann ja auch einfach mal probiert habe, desto natürlicher erscheint es mir!

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Hast du Lust, die anderen Einträge des Tagebuchs zu lesen? Hier geht es zu Teil 1 und hier zu Teil 2!


Levantiner Schwämmchen – wieso, weshalb, warum?

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„Ich würde so gerne wieder mit meinem Partner schlafen, wenn diese blöden Schmierblutungen nicht wären!“

„Die Menstruationstasse finde ich total sinnvoll, aber wenn ich sie länger trage, drückt die Tasse unangenehm auf die Blase/den Scheideneingang.“

„Währen der Periode habe ich große Lust auf Sex, aber ich fühle mich wegen meiner starken Blutung unwohl bei dem Gedanken daran.“

„Ich habe Softtampons probiert, finde diese aber viel zu teuer und zudem nicht umweltfreundlich.“

Diese Sätze begegnen mir immer wieder, wenn ich in Internetforen unterwegs bin. Frauen sind auf der Suche nach alternativen Menstruationsartikeln oder wünschen sich unabhängig davon, während der Periode ungestört Sex haben zu können. Aber wie geht das?

Vor allem Frauen mit einer sehr starken Blutung schrecken häufig davor zurück, „einfach so“ mit ihrem Partner intim zu werden. Eine dieser Frauen bin ich – schon seit meiner frühen Jugend habe ich eine überstarke Regelblutung, die dazu noch lange andauert. Wenn dann noch Schmierblutungen dazu kommen, sind das auf einmal eine Menge Tage im Zyklus, die für unblutigen Geschlechtsverkehr nicht mehr in Frage kommen. 
(Mein Partner und ich können offen über Menstruation und ähnliche Themen reden, dennoch bevorzuge ich es, während des Verkehrs nichts von der Blutung zu merken.) 

Eine oft genannte Möglichkeit sind Softtampons – allerdings sind diese teure Wegwerfartikel. Eine Packung mit zehn Stück kostet rund neun Euro und die mehrfache Verwendung eines Tampons ist natürlich nicht vorgesehen.
Eine wiederverwendbare Variante ist, das Diaphragma zweckentfremdet zu nutzen. Dabei ist nur wichtig, dass die Verhütung auf andere Weise gewährleistet ist.
Und einige Frauen sind sogar in der Lage, während des Tragens einer Menstruationstasse Verkehr zu haben. Dies ist aber von den Hersteller:innen eigentlich nicht vorgesehen. 

Levantiner Schwämmchen
Die große Erleuchtung kam, als ich im Nfp-Forum das erste Mal vom so genannten Levantiner Schwämmchen gehört habe. Es handelt sich um einen sehr feinporigen Naturschwamm mit einem Durchmesser von circa fünf Zentimetern. Dieser wird nass gemacht, ausgewrungen und in die Vagina eingeführt, so dass er in etwa vor dem Muttermund platziert wird. Je nach persönlicher Anatomie ist das mal mehr und mal weniger weit vom Vaginaeingang entfernt. Sollte eine Frau eher schmal gebaut sein, kann die übliche Schwammgröße unangenehm sein. In diesem Fall kann sie sich den Schwamm mit einer Schere zur gewünschten Größe zurecht schneiden. 

Durch die sehr feinen Poren kann das Levantiner Schwämmchen eine beachtliche Menge Flüssigkeit aufnehmen und gibt diese erst wieder frei, wenn man den Schwamm ausdrückt oder auswäscht. 

Wie fühlt es sich nun an, einen Naturschwamm zu tragen?
Man spürt ihn nicht (oder schneidet sich ggf. den Schwamm etwas zurecht). Auch der Partner spürt es nicht, wenn man mit Schwamm vaginalen Verkehr hat. Das Schwämmchen ist so weich und flexibel, dass es sich der Anatomie von Mann und Frau anpasst. 

Was passiert nach dem Verkehr?
Da das Levantiner Schwämmchen keinen Rückholfaden hat, ist man darauf angewiesen, es mit den Fingern zu greifen und zu entfernen.
Ich würde jeder Frau empfehlen, sich mit ihrer Anatomie vertraut zu machen, dann fällt das Herausnehmen wesentlich leichter.
Sollte man das Schwämmchen mal nicht erwischen, kann man warten, bis es sich vollgesogen hat und von alleine nach unten rutscht. Möglich ist es auch, etwas zu pressen. Hilft auch das nicht, kann man in der Badewanne oder Dusche in die Hocke gehen.
Mein Schwämmchen ist schon seit einigen Jahren im Einsatz und ich hatte nie Schwierigkeiten, es zu entfernen.
Allerdings bin ich es auch als Anwenderin von Sensiplan (eine Form der Natürlichen Familienplanung) gewohnt, meinen Muttermund zu tasten und habe diesbezüglich keine Berührungsängste. 

Reinigen kann man das Schwämmchen unter fließendem Wasser. Achtung: bitte kaltes Wasser verwenden, sonst gerinnt das Blut! Danach sollte man es in Essigwasser desinfizieren. 
Auskochen würde den Schwamm zerstören, dies bitte nicht ausprobieren. 

Das Levantiner Schwämmchen ist auch dann zu empfehlen, wenn …

  • man nur noch eine leichte Blutung hat und das Einführen und Entfernen einer Menstruationstasse unangenehm ist 
  • man generell eine Menstruationstasse als zu voluminös empfindet und damit ein Fremdkörpergefühl hat 
  • man Tampons nicht verträgt, weil diese die Schleimhäute austrocknen 
  • man eine extrem starke Blutung hat und den Schwamm in die Menstruationstasse legt, um somit mehr Blut auffangen zu können. 

Kleiner Wermutstropfen
Das Reinigen und Wiedereinsetzen des Schwämmchens erfordert, dass man Zugang zu fließendem Wasser hat. Bei der Arbeit oder unterwegs kann dies problematisch sein.
Für mich ist die Nutzung des Schwämmchens daher eher auf Zuhause beschränkt.
(Länger als vier bis sechs Stunden sollte der Schwamm sicherheitshalber nicht getragen werden, auch wenn keine Fälle von TSS bekannt sind.) 

Für mich hat das Levantiner Schwämmchen dazu beigetragen, einen natürlichen Umgang mit meiner Menstruation und meiner Sexualität zu entwickeln. Der Schwamm ist für mich die ideale Ergänzung zur Menstruationstasse und zu Kulmine Stoffbinden und -slipeinlagen.
Ich bin froh, somit völlig unabhängig von Wegwerf-Menstruationsartikeln zu sein. Und neben dem Umweltschutz freue ich mich noch über eine wesentlich gesündere Vaginalflora. 

Habt ihr schon Erfahrungen mit dem Schwämmchen gesammelt? Würdet ihr ihn weiter empfehlen?

Liebe Grüße – Eure Alba


Ein Gastbeitrag von Fey: Die vaginale Keimflora

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Die Keimflora der Vagina – ein Thema, das für die allermeisten Frauen*1 irgendwann in ihrem Leben (oft in negativer Weise) Thema ist.
Und doch erlebe ich immer wieder, dass es selten eine kollektive Wissensweitergabe und einen selbstbestimmten Erfahrungsaustausch unter Frauen* gibt, dafür aber noch immer ganz viel Tabu, Scham und Unsicherheit. Dabei ist das schade, weil Vulva und Vagina so faszinierende, kraftvolle und kraftspendende Organe sind. bzw. sein können und eine Vaginalflora im Gleichgewicht ganz viel zu unserem Wohlbefinden beiträgt. 

Im Rahmen meiner Hebammenausbildung hat eine meiner Lehrhebammen ein Referat zur vaginalen Keimflora angestoßen: „Die vaginale Keimflora – ein wichtiges Thema für uns als Hebammen, aber auch einfach für uns als Frauen!“ Und so habe ich mit ganz viel Freude aus Fachliteratur und jahrelang gesammeltem Erfahrungswissen, eigenem und dem vieler anderer Frauen*, eine ausführliche Sammlung zum Thema zusammengestellt. Gemeinsam mit den Frauen von Kulmine entstand dann die Idee, diese Wissenssammlung für einen Blogbeitrag aufzubereiten und sie so noch vielen anderen Menschen zugänglich zu machen. Mir ist ganz wichtig, dass dieser Beitrag keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und ich mich über Ergänzungen, (vielleicht auch ganz andere) Erfahrungen und Austausch darüber freue.

„Ich widme (dieses Buch) mit Zärtlichkeit und Respekt der Vulva in ihrer Vollkommenheit.“

— Alice Walker


Grundlagen
Beginnen möchte ich mit ein paar Basics, um verständlich zu machen, wie die vaginale Keimflora eigentlich funktioniert.
Die Wand der Vagina ist mit mehrschichtiger Schleimhaut ausgekleidet, die sich im Laufe des Menstruationszyklus verändert (das lässt sich natürlich nur bei Zyklen beobachten, die nicht beeinflusst sind, z.B. durch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel): Vor dem Eisprung, wenn das Ei heranreift, sorgt der steigende Spiegel des Hormons Östrogen dafür, dass die Schleimhaut sich höher aufbaut und durch Einlagerung von Glycogen zunehmend feuchter und elastischer wird. Nach dem Eisprung übernimmt das Hormon Progesteron die tragende Rolle und sorgt dafür, dass die nun hoch aufgebauten oberen Schleimhautschichten wieder abgestoßen werden. Aus dem jetzt zur Verfügung stehenden Glycogen können die in der Vagina vorkommenden Milchsäurebakterien (auch Döderlein-Stäbchen oder Lactobacillus vaginalis genannt) nun Milchsäure bilden.
Die Milchsäure ist für eine gesunde Vaginalflora ganz wichtig: Milchsäure unterstützt nämlich ganz maßgeblich ihr saures Milieu und dies schützt die Vagina und die inneren Geschlechtsorgane vor aufsteigenden Keimen und Infektionen (Mändle, Opitz-Kreuter 2007: 64). Dabei geht es immer um ein gesundes Gleichgewicht: Pilze z.B. kommen häufig ganz physiologisch, also einfach so und natürlich, in der Vagina vor – problematisch wird das erst, wenn sie überhand nehmen und die Milchsäurebakterien das Gleichgewicht nicht wieder herstellen können.


Wie kann es zu einem Ungleichgewicht kommen?
Grundsätzlich sind also -im unbeeinflussten Menstruationszyklus- Schwankungen, die die Empfindlichkeit von Vulva und Vagina betreffend ganz normal und physiologisch.
Das erstmal liebevoll anzunehmen, ohne die zyklusbedingten Unterschiede als krankhaft zu begreifen, kann schon ganz viel Entspannung bringen. Klingt erstmal gut – aber wieso gerät die Flora dann manchmal so aus dem Gleichgewicht, dass viele Frauen* mit Pilzen, bakteriellen Vaginosen, Blasenentzündungen und anderen fiesen Beschwerden wie Jucken, Brennen, Rötung oder Schmerzen beim Sex ohne Vorliegen einer nachweisbaren Infektion zu tun haben?

Im Folgenden findet ihr eine Reihe verschiedener Ideen für Ursachen dieser Beschwerden, wobei immer gilt, dass Gründe individuell und oft vielschichtig sind und jeder Körper anders reagiert.
So kann übertriebene und/oder falsche Intimhygiene die Flora arg reizen; dazu zählen z.B. zu häufiges Waschen, vielleicht auch noch mit Schleimhaut reizender Seife, die Nutzung von Intimdeos, Spülungen der Vagina ohne Indikation und nach dem Toilettengang von hinten nach vorn Wischen (Geist, Harder, Stiefel 2007: 127).
Auf Analsex folgende vaginale Penetration/Circlusion2  ohne vorherige Reinigung oder Kondomwechsel bringt coli-Bakterien aus dem Darm in die Vagina, die Infektionen hervorrufen können.
Kaum zu glauben, aber auch Sperma, besonders bei viel Kontakt innerhalb kurzer Zeit, kann die Vaginalflora ordentlich durcheinander bringen: Das Vaginalmilieu ist sauer, wohingegen Sperma alkalisch ist – meist kann die Flora dieses Gefälle super ausgleichen. Wenn ihr aber dafür bis zum nächsten Kontakt mit Sperma nicht genug Zeit bleibt, kann sie den pH-Wert unter Umständen nicht mehr ins Saure ausgleichen und gerät dann aus dem Gleichgewicht. 

Weitere Auslöser für ein Ungleichgewicht
Manche Frauen* reagieren empfindlich auf Synthetik-Unterwäsche, auch sehr enge Hosen können Reizung und das Wachstum unerwünschter Keime begünstigen (ebd.). Ähnlich ist es mit luftundurchlässigen Binden und Slipeinlagen, vor allem, wenn zusätzlich Duftstoffe enthalten sind.
Auch Tampons können die Vaginalschleimhaut reizen: In ihnen sind meist chemische Bleichmittel enthalten und manchmal bleiben sogar minimale Wattereste in der Vagina zurück.
Und nicht zuletzt nehmen Tampons eben nicht nur Blut, sondern auch die von der Vaginalschleimhaut produzierte Flüssigkeit mit auf und können so zu Trockenheit der Schleimhaut führen. 
Wer häufig mit Pilzinfektionen zu kämpfen hat, kann den eigenen Zuckerkonsum kritisch hinterfragen – denn Zucker begünstigt die Entstehung und Vermehrung von Pilzen (ebd.).
Auch (Schwangerschafts-) Verhütung kann so eine Sache sein: Hormonelle Verhütung kann durch das Stilllegen des Menstruationszyklus über die Zugabe körperfremder Hormone zu Östrogenmangel führen – in der Folge kann das die Schleimhäute dünn und anfällig machen.
Chemische Verhütungsgele und -zäpfchen sind ziemlich aus der Mode geraten, aber auch die können die Schleimhaut reizen und die Flora angreifen. Bei einigen Menschen löst außerdem die Beschichtung mancher Kondome Reizungen aus.
Nicht zuletzt kann die Einnahme von Antibiotika die Vaginalflora ordentlich zerschießen – deswegen empfiehlt sich der Einsatz von Milchsäure oder Milchsäurebakterien entweder schon parallel zur Einnahme, mindestens aber nach Abschluss der Behandlung, um die Flora zu stärken oder wieder aufzubauen.

Die Gesundheit der Flora kann auch ganz maßgeblich durch psychosoziale Aspekte beeinflusst sein (Northrup 2001: 265 ff.). Hier können sich (exemplarisch genannt) Stress, emotionale Belastung, negatives Empfinden der eigenen Weiblichkeit oder (sexuelle) Traumata auswirken. Christiane Northrup beschreibt in ihrem Buch „Frauenkörper, Frauenweisheit“ einen Zusammenhang zwischen Erkrankungen von Vulva und Vagina und Verletzungen in der Zweierbeziehung oder im Beruf (Northrup 2001: 265) und schlägt als mögliche Themen hinter der Symptomatik unbewusste/ unterdrückte Wut, Ängste, Verletzung durch Zurückweisung und die Instrumentalisierung von Sex vor.
Hier funktionieren Probleme mit der vaginalen Flora dann als wirksamer „Keuschheitsgürtel“, als Selbstschutz (ebd. 267). 

Anknüpfend an all diese möglichen Gründe und Erklärungsideen findest du im folgenden Abschnitt einen Ideenkoffer, wie du die vaginale Keimflora bei Bedarf unterstützen kannst und welche Alternativen es zu gängigen Vorgehensweisen und Produkten gibt.

Ideenkoffer für eine Flora im Gleichgewicht

  • Milchsäure (-bakterien), v.a. nach Antibiotika- oder Pilzbehandlung mit Antimykotika (Kadefungin oder Canesten sind bekannte Produkte).  Milchsäure dient der Aufrechterhaltung der bestehenden Flora, Milchsäurebakterien dienen dem Aufbau der Keimflora. 
  • Umstellung auf Baumwollunterwäsche.
  • Wenn Slipeinlagen benutzt werden, dann luftdurchlässige, ohne Duftstoffe, ggf. Stoffslipeinlagen nutzen. 
  • Menstruationshygiene: Stoffbinden nutzen, ggf. Tampons gegen Menstruationstasse oder Schwämmchen austauschen. 
  • Bei hormoneller Verhütung ggf. einen Präparatwechsel oder das Absetzen erwägen; bei Östrogenmangel kann nach dem Absetzen übergangsweise eine lokal aufgetragene Östrogensalbe helfen, wenn die Beschwerden stark sind.
  • Bei zyklusbedingter Trockenheit der Schleimhäute kann (verträgliches) Gleitgel beim Sex benutzt werden – am besten mit möglichst wenigen und natürlichen Inhaltsstoffen. Manchen scheint bei Empfindlichkeit Öl zu helfen, auch als Gleitmittel beim Sex (entgegen der häufigen Aussage, Gel sei Öl vorzuziehen und letzteres habe in der Vagina nichts zu suchen) – hier gilt einfach ausprobieren. Achtung, Öl greift Kondome an, da braucht es dann natürlich eine Alternative. Falls du Sperma nicht gut verträgst, benutzt Kondome. Dabei auf Verträglichkeit der Beschichtung und korrekte Größe achten! Alternativ kann Coitus interruptus eine Möglichkeit sein. 
  • Trotz verbesserter Aufarbeitung von recyceltem Toilettenpapier, können Unverträglichkeiten dagegen möglich sein. Dann ist nicht recyceltes und ungebleichtes Papier möglicherweise eine sinnvolle Alternative. 
  • Bei Verhütung mit Diaphragma Milchsäure- oder Zitronensäuregel (Bezug z.B. online über die Zietenapotheke) statt chemische Produkte nutzen.
  • Eine unvollständige Auswahl bewährter lindernder Gele: Multigyn Actigel, bei bakterieller Vaginose, zur Vorbeugung von Blasenentzündung nach dem Sex, als Pflege, Gynomunal Vaginalgel, zur Befeuchtung, Majorana Vaginalgel, bei Pilzinfektionen, wärmend, ausgleichend.
  • Manche machen auch die Erfahrung, dass ein zu niedriger Vitamin D – Spiegel (nicht nur) die Flora schwächt; es kann sich also lohnen, Vitamin D testen zu lassen und einen eventuellen Mangel auszugleichen. Entsprechend Magnesium dazu nehmen, damit die Einnahme sinnvoll ist, denn die Einnahme von Vitamin D erhöht den Bedarf an Magnesium, das es braucht, damit Vitamin D vom Körper aufgeschlüsselt werden kann. 
  • Chlamydien können eine tieferliegende Ursache für die Probleme sein – bei Frauen* unter 25 wird der Test sogar komplett von der Krankenkasse übernommen. 
  • Alle Schilddrüsenwerte von einem*einer kompetenten Ärzt*in überprüfen lassen – die Schilddrüse kann unheimlich großen Einfluss auf das Wohlbefinden haben. 
  • Zyklische Veränderungen der Flora und ggf. Empfindlichkeiten wahrnehmen und schauen, was wann gut tut.
  • Mögliche psychosomatische Ursachen checken: Will ich mir jemanden vom Leib halten? Bin ich verletzt, wund, dünnhäutig? Bin ich im Reinen mit meiner Körperlichkeit? → Mögliche Themen hinter den Beschwerden wahrnehmen, zeitliche Zusammenhänge beobachten → Vulva und Vagina liebevolle Zuwendung schenken: Bei Beschwerden kann das Verhältnis zum eigenen Körper ganz schön leiden, was wiederum für die Heilung nicht förderlich ist. 


Fazit
Bei all dem gilt immer: Ausprobieren, was gut tut; wir alle sind individuell, und was einer Person hilft, funktioniert bei der nächsten Person nicht.
Und mancher Ansatz (Stichwort Northrup) muss nicht für alle stimmig sein und ist durchaus diskutabel. Bei all den Tricks und Mittelchen ist außerdem ganz wichtig im Blick zu behalten, dass zu viel auch nicht gut tut und darauf zu achten, sich nicht zu abhängig von Hilfsmitteln wie z.B. Gelen zu machen. 

Wenn tiefere Ursachen abgeklärt sind, können sich Vulva und Vagina mit etwas Geduld selbst regenerieren und darauf dürfen wir auch vertrauen.



Fußnoten
1 Das Sternchen hinter der Geschlechtszuschreibung Frau beschreibt, dass nicht alle Frauen eine Vagina haben und nicht alle Menschen mit Vagina sich als Frau identifizieren. Es soll aber keiner, die sich voll als Frau versteht, ihr Frau-Sein absprechen.
2 Als Alternative zum Passivität suggerierenden Begriff der Penetration schlägt Bini Adamzcak den Begriff der Circlusion (im Sinne von Umschließen) vor: https://www.akweb.de/ak_s/ak614/04.htm

Quellen
Geist, Christine; Harder, Ulrike; Stiefel, Andrea: 2007: Hebammenkunde. Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf, 4. aktual. Auflage, Hippokrates Verlag, Stuttgart.
Mändle, Christine; Opitz-Kreuter, Sonja: 2007: Das Hebammenbuch. Lehrbuch der praktischen Geburtshilfe, 5. Auflage, Schattauer, Stuttgart.
Northrup, Christiane: 2001: Frauenkörper Frauenweisheit. Wie Frauen ihre ursprüngliche Fähigkeit zur Selbstheilung wiederentdecken können, 5. Auflage, Verlag Zabert Sandmann, München.
… und viele, viele Threads im nfp-forum.de (Unterforum Gesundheitsecke), belebt von vielen klugen Herzen und Köpfen, außerdem Austausch mit anderen Frauen* und darüber gesammeltes (Selbst-)Erfahrungswissen

Disclaimer
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Seite keinen Besuch bei einem Arzt oder Ärztin, ersetzt und auch keine Therapieempfehlungen ausspricht.

Foto und Illustration: Mela Kühnlein · melamint.net

Leseempfehlung: Ein Artikel rund um Menstruationsmythen

Wenn ein Thema von einem Tabu umgeben ist, dann führt das meist dazu, dass sich Mythen um das Thema ranken. Bei Kulmine arbeiten wir schon lange daran, dem konkretes Wissen gegenüber zu setzen.

Man könnte denken, dass Fragen und Mythen rund um die Mens ganz anders sind, wenn man sich dem Thema mit Jugendlichen nähert.
Am Ende sind sie aber gar nicht so anders, als bei Erwachsenen! Das kann man deutlich in dem Artikel sehen, den Liebenslust auf ihrem Blog veröffentlicht hat.

liebenslust* ist ein Kompetenzzentrum für Sexuelle Bildung und Gesundheitsförderung Sie bieten Workshops, Vorträge und Fortbildungsprogramme an. Sie unterstützen und begleiten Institutionen beim Erstellen von sexualpädagogischen Konzepten und entwickeln sexualpädagogische Materialien für die barrierefreie Kommunikation über Sexuelle Bildung. 

Und in den sexualpädagogischen Workshops mit Jugendlichen sprechen sie natürlich auch über Menstruation.
Die ihnen dort begegneten Mythen haben sie in ihren Top-Ten zusammengestellt, können hier nachgelesen werden und sind sicher nicht nur für Jugendliche interessant!


Als Nina ihr erstes alternatives Mensprodukt kaufte

Mein erstes alternatives Menstruationsprodukt habe ich mit 18 Jahren gekauft.
Das ist nun 12 Jahre her, aber wenn ich darüber nachdenke, wie viel sich in dieser Zeit in Hinsicht auf alternative Menstruationsprodukte getan hat, dann fühlt es sich an, als wären es mindestens 20 Jahre!

Meinen ersten Kontakt zu Menstässchen hatte ich rund ein Jahr bevor ich einen Mooncup kaufte.
Doch die Tatsache, dass es keine Möglichkeit gab, ein Tässchen in einem echten Laden zu kaufen und meine Mutter sehr skeptisch gegenüber dem Produkt war, führte dazu, dass ich mir erst mit 18 selbst ein Tässchen kaufte. Es war meine aller erste online-Bestellung und dann auch noch bei einem… Sex-Shop! Denn die Auswahlmöglichkeiten für den Bezug war damals deutlich begrenzt .
Heute findet sich schnell eine ganze Anzahl von online-Shops und auch Läden, die Tässchen in ihren Geschäften führen. 

Auch die Auswahl war damals noch deutlich geringer.
Sie beschränkte sich auf zwei Tässchen zu denen es Berichte gab: Divacup und Mooncup. Und dann gab es ganz neu die Lunette. Da es für die noch wenig Berichte gab, entschied ich mich am Ende für den Mooncup. Immerhin war durch die geringe Auswahl die Entscheidung vielleicht etwas einfacher als sie heute ist.

Als ich den Mooncup dann endlich in meinen Händen hielt, war ich sofort begeistert!
Und obwohl ich anfangs sehr skeptisch gegenüber Stoffbinden und Slipeinlagen war, wagte ich schließlich auch hierzu einen Versuch, weil ich auch zu den Menschen gehöre, bei denen manchmal eine kleine Menge Blut an den Tässchen vorbei rutscht. Deswegen wollte ich Stoffslipeinlagen bestellen. Nur dass auch das nicht so einfach war wie heute! 

Ich schloss mich schließlich einer Sammelbestellung einer Schweizerin an, welche die Binden im Ausland bestellte und dann nach Deutschland verschickte.
Von Kulmine hatte ich da leider noch nichts gehört. Und es dauerte auch noch einige Zeit bis ich durch ein Forum auf Kulmine aufmerksam wurde.
Was mich damals zuerst überzeugte, war die Herstellung in Deutschland. Nachdem meine letzten beiden Slipinlagen unzähliche Kilometer hinter sich hatten, bis ich sie tragen konnte, freute ich mich jetzt auf Produkte, die nur eine kurze Reise hinter sich gehabt hatten. 

Die restliche Überzeugungsarbeit leisteten die Kulmines selber, das gute Gefühl und auch die Tatsache, dass Kulmine dann das Projekt Kulmines mit Flügeln startete.
Obwohl ich mir das früher nie hätte vorstellen können, benutze ich heute fast nur noch Kulmines! Das hat sich erst nach und nach eingeschlichen, bis ich bemerkte, dass ich meinen Mooncup nur noch selten raus holte. 
Für lange Reisen oder Tage an denen ich wenig Möglichkeiten für Toilettengänge habe finde ich die Tässchen immer noch eine wichtige Alternative.
Für alle anderen Tage kann ich mir nichts anderes mehr als Kulmine vorstellen. 🙂


wert-voll

Kulmin_0083.jpg

Kulmin_0083.jpg

Wert-voller Stoff
ausgelegt
glatt gestrichen
aufgezeichnet und
ausgeschnitten
von liebevollen Händen
genäht und verpackt
in knisterndes Seidenpapier
kulminieren
in der Benutzung jeder einzelnen Frau,
die Kulmines.

Nina

Quelle: ggf Link oder Nennung des Autors