Eine wichtige Frage

Eine Frage, die Petra gerne stellt, ist: „Was brauchst du?
In der Regel führt die Frage bei mir blitzschnell zu einem ganz besonders leer gefegtem Kopf, in dem sich höchstens noch Fragezeichen befinden.

Es gab aber einen Moment, in dem ich das erste Mal verstand, wieso diese Frage so wichtig für einen sein kann.
Es war vor einigen Jahren in der Zeit nach Weihnachten. Ich hatte ein riesiges Puzzle geschenkt bekommen und saß Abend für Abend da und suchte die passenden Teile für das nächste kleine Stück.
Irgendwann fiel mir auf, wie viel erfolgreicher ich ein Teil suchen konnte, wenn ich mir vorher klar gemacht hatte, was ich eigentlich suche.
Denn wenn ich erkenne, was ich brauche, kann ich finden, was ich brauche.
Und nur dann, kann ich auch bekommen
, was ich brauche


Die Frage „Was brauche ich?“ kann in so vielen Aspekten gestellt werden.

In Bezug zum Zyklus können die folgenden Fragen Anregungen sein:

  • Was brauche ich, wenn ich menstruiere? Was sind dann meine Bedürfnisse? 
  • Will ich mich zurückziehen und alleine sein? Oder bin ich voll Tatendrang und brauche eine Aufgabe? 
  • Will ich Zeit mit mir verbringen oder mit anderen? 
  • Will ich mich meinen Schmerzen hingeben, oder etwas tun, um sie zu mindern?
  • Was brauche ich, wenn ich PMS habe? 
  • Was macht es leichter, mit den Stimmungswechseln umzugehen?
  • Was kann ich tun, um mich auf mich zu besinnen?

Was brauchst du?

Winterlich ruhige Tage laden besonders ein, sich zurück zu ziehen und auf vergangenes und kommendes zu gucken.  
Fragen können ein Weg sein, in sich zu forschen und zu entdecken, worum es eigentlich geht und welche Bedürfnisse wir haben. 

Das Team von Kulmine wünscht allen Leser:innen eine lebendige Entdeckungsreise auf dem persönlichen Weg!


Ein Taschentuch statt Geschenkpapier?

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Auf verschiedenen Blogs zu den Themen Minimalismus, Zero Waste und Nachhaltigkeit werden gerade Beiträge gepostet, wie man mit Stoff Geschenke einpacken kann. Warum es bei Kulmine trotzdem auch einen dazu gibt?
Weil es hier mit den kleinen und großen Satin Taschentüchern und Servietten eine ganz besonders edle Umsetzungsmöglichkeit gibt!.

In Japan hat das Einpacken mit Stoff Tradition und wird Furoshiki genannt.

Anleitung:
1. Das Tuch wird mit der schönen Naht nach oben ausgelegt. Das Geschenk kommt in die Mitte des Tuchs.
2. Das Geschenk mit der oberen Ecke zudecken, die überlappende Spitze unter das Geschenk schieben.
3. Das Geschenk mit der unteren Ecke zudecken, die überlappende Spitze wieder nach unten aufklappen.
4. Dann werden die seitlichen Ecken hochgenommen und zu einem Kreuzknoten gebunden

Mehr Information gibt es bei Wikipedia.

Manche Ecken sind bei klassischen Furoshiki-Tüchern zusätzlich verziert, um sie dann am Ende richtig zur Geltung zu bringen. Hier ist das mit dem Eichhornaufnäher nachgeahmt.
Die entstehende Lasche kann auch für Grußkarten genutzt werden.


Sind Alternativen aus Stoff ökologisch sinnvoll?

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Heute gibt es hier eine Premiere! Es gibt den ersten Gastbeitrag aus fremder Feder von einer anderen Bloggerin! Sarah bloggt auf Minimalwaste zu den Themen zero waste, Minimalismus und Fair Fashion.

Nachdem sie von verschiedenen Seiten zu hören bekam, dass sich die Investition in Alternativen aus Stoff, nicht lohnt, hat sie sich hingesetzt und ihre Rechenkünste eingesetzt und überprüft ob das tatsächlich mehr Wasser und Energie verbraucht als die Varianten zum Wegwerfen.
Der Beitrag ist ursprünglich auf ihrem Blog erschienen und weil wir so begeistert von den Inhalten sind, haben wir bei Sarah angefragt, ob sie hier als Gastautorin einen kleinen Auftritt mit einem großen Text haben mag. Wir freuen uns über ihr Ja!


Zwei wichtige Begrifflichkeiten für den folgenden Text sind virtuelles Wasser und graue Energie.

Virtuelles Wasser: „Mit virtuelles  bzw. latentes Wasser wird die Wassermenge bezeichnet, die nach einer umfassenden Bilanz als insgesamt tatsächlich für die Herstellung eines Produkts anfiel.“[5]

Graue Energie: „Als graue Energie wird die Energiemenge bezeichnet, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes benötigt wird. Dabei werden auch alle Vorprodukte bis zur Rohstoffgewinnung berücksichtigt und der Energieeinsatz aller angewandten Produktionsprozesse addiert.“[4]

Damit wären schon mal die Begrifflichkeiten geklärt. Bei der Herstellung von beispielsweise Stofftaschentüchern wird also viel Wasser und Energie verwendet. Zuerst muss nun mal der Rohstoff her, welcher allein schon Wasser und Energie für Anbau und Verarbeitung frisst. Dann kommt später die Fertigung des Produktes und letztlich noch die Verpackung hinzu. All das frisst für jedes neue Produkt immer wieder Wasser, Energie und andere Ressource wie Erdöl (für die Plastikverpackung). Es scheint also, dass Produkte, die nur einmal produziert werden müssen eine schlaue Lösung sind.

Ich musste für diesen Artikel wirklich sehr lange recherchieren und konnte leider trotzdem nichts zu den Ökobilanzen der fertigen Produkte finden. Aber ich denke man kann allein durch Berechnung der Ökobilanz für die verwendeten Rohstoffe und das Waschen eine gute Verhältnismäßigkeit darstellen. 


Das Papiertaschentuch unter der Lupe

Verbrauch eines herkömmlichen Taschentuchs in der Herstellung:

  • Für die Herstellung von 1 kg Papier werden 750 l Wasser benötigt [5].
  • Ebenso werden für 1 kg Papier 2,5 kWh an Energie benötigt [7].
  • Ein Tempo-Taschentuch wiegt 2,6 g [8] (das nehmen wir als ungefähren Wert, kann natürlich je Hersteller etwas abweichen).

Ein einzelnes Taschentuch verbraucht also nur 0,26 % des Wassers und des Stroms:
1000 g = 100 % ~> 1 g = 0,1 % ~> 2,6 g = 0,26 %

Womit ich einen Wasserverbrauch von 1,95 l und einen Stromverbrauch von 0,0065 kWh pro Papiertaschentuch erhalte:
750 l * 0,0026 = 1,95 l
und

2,5 kWh *0,0026 = 0,0065 kWh.

​Verbrauch
Herstellung
​Verbrauch pro Jahr (bei einem Taschentuch pro Tag – 365 Tage)
Wasser ​1,95 l ​711,75 l
Strom ​0,0065 kWh ​2,3725 kWh

Alternativen aus Stoff: Das Stofftaschentuch unter der Lupe

Was ich über Stofftaschentücher heraus gefunden habe, ist leider nicht so viel wie es mir lieb gewesen wäre. Zu der Herstellung von Baumwolle an sich habe ich aber einiges gefunden, womit ich rechnen konnte.

  • Eines von unseren Stofftaschentüchern wiegt 11 g -> 0,011 kg
  • „Bei der Aufarbeitung der Baumwolle gehen nur rund zehn Prozent des Rohgewichtes verloren.“ [1]
  • Außerdem habe ich herausgefunden, dass pro 1 kg Baumwolle im Durchschnitt 11.000 l Wasser verbraucht werden [2]. Puh, ganz schön viel 8O.
  • Für 1 kg Leinen oder Hanf hingegen werden durchschnittlich nur 2.500 l Wasser verbraucht [4] (was finde ich immer noch ziemlich viel ist).
  • Ebenso wird zur Herstellung von 1 kg Baumwolle 42,9 MJ ( = 11,92 kWh) Energie benötigt (1 kWh = 3,6 MJ) [6].

.

Verbrauch eines Stofftaschentuchs aus Baumwolle in der Herstellung:

Für ein 11 g Stofftaschentuch werden also ca. 12,2 g (0,012 kg) Baumwolle gebraucht:
11 g = 90 % ~> 1,2 g = 10 % ~> 12,2 g = 100 %

Für diese 12,2 g werden wiederum 134,2 l Wasser verbraucht (wobei natürlich auch noch Wasser für die Fertigung und Verpackung des Taschentuchs an sich anfällt):
1000 g = 11.000 l ~> 1 g = 11 l ~> 12,2 g = 134,2 l

Und ebenso 0,145 kWh Strom (ebenso leider ohne Fertigung und Verpackung, da ich dazu keine Informationen finden konnte):

1000 g = 11,92 kWh ~> 1 g = 0,01192 kWh ~> 12,2 g = 0,145 kWh 

Verbrauch bei jedem Waschgang:

  • Für weiße Wäsche wie Handtücher, Stoffservietten, Stofftaschentücher und Putzlappen verwenden wir das Waschprogramm Koch-/Buntwäsche bei 60° mit einem Wasserverbrauch von 72 l (0,072 m³) und einem Stromverbrauch von 1,5 kWh.
  • Wir haben außerdem ca. 26 Waschgänge im Jahr, da wir unsere weiße Wäsche alle zwei Wochen waschen.
  • Ich rechnen für eine Vollast von 7 kg, da alle Angaben aus der Bedienungsanleitung unserer Waschmaschine für Vollast ausgelegt sind.

Für eine Beladung der Waschmaschine mit 7 kg erhalte ich, dass eine Stoffserviette weit unter 1 % der gesamten Wäschelast einnimmt, nämlich nur 0,16 %:
7 kg = 100 % ~> 0,001 kg = 0,014 % ~> 0,011 kg = 0,16 %.

Das heißt ein einzelnes Stofftaschentuch braucht bei einem Waschgang auch nur 0,16 % des Wassers (0,115 l) und Stroms (0,0024 kwh):
72 l * 0,0016 = 0,115 l
und
1,5 kWh * 0,0016 = 0,0024 kWh

​Verbrauch
Herstellung
​Verbrauch pro Waschgang ​Verbrauch pro Jahr (26 Waschgänge)
Wasser   ​134,2 l ​0,115 l ​2,99 l
Strom ​0,145 kWh ​0,0024 kWh ​0,0624 kWh

Was ist also besser für die Ökobilanz?

In der Herstellung verbraucht das aus Baumwolle gefertigte Stofftaschentuch also natürlich viel mehr Ressourcen als das Papiertaschentuch: 

​Verbrauch Herstellung Papiertaschentuch ​Verbrauch Herstellung Stofftaschentuch
Wasser ​1,95 l  ​134,2 l
Strom ​0,0065 kWh ​0,145 kWh

Aber darum geht es ja in erster Linie nicht. Ein Stofftaschentuch kann ja wesentlich länger verwendet werden, durchaus einige Jahre. Was erhalten wir also, wenn wir das alles mal auf 5 und 10 Jahre hochrechnen? Dazu muss noch klar sein, dass wenn ich nur alle 2 Wochen wasche, 14 Stofftaschentücher benötigt werden, wenn ich jeden Tag eines benutze. Ich nehme also den Verbrauch bei der Herstellung mal 14 und ebenso den Verbrauch pro Waschgang pro Taschentuch mal 14, da ja auch jedes mal diese 14 Stofftaschentücher gewaschen werden müssen und nicht nur eines. Für die Papiertaschentücher ändert sich nichts. Außerdem habe ich diesmal mehr gerundet (wenn möglich), damit es anschaulicher ist und du besser vergleichen kannst :). 

​Verbrauch Herstellung für 14 Stofftaschentücher ​Verbrauch pro Waschgang für 14 Stofftaschentücher ​Verbrauch pro Jahr: 26 Waschgänge ​Verbrauch 5 Jahre: 130 Waschgänge ​Verbrauch 10 Jahre: 260 Waschgänge
Wasser ​1893 l ​1,6 l ​1935 l ​2101 l ​2309 l
Strom ​2 kWh ​0,0336 kWh ​2,9 kWh ​6,4 kWh ​10,7 kW
​Verbrauch
Herstellung 1 Papiertaschentuch
​Verbrauch pro Jahr:
365 Tage
​Verbrauch 5 Jahre:
1825 Tage
​Verbrauch 10 Jahre:
3650 Tage
Wasser ​1,95 l ​711,75 l ​3558 l ​7117 l
Strom ​0,0065 kWh ​2,3725 kWh ​11,9 kWh ​23,7 kWh

Also überholen die Papiertaschentücher recht schnell, was den Verbrauch an Wasser und vor allem Strom angeht. Ich habe sogar überschlagen, dass die Stofftaschentücher ab ca. 2,5 Jahren schon ökologischer sind. Natürlich gilt: Je länger du sie verwendest, desto besser wird die Ökobilanz! Außerdem sind in dieser Rechnung keinerlei Verpackungen mit einberechnet, was das ganze Bild noch einmal erheblich verschärfen würde. Plastik verbraucht nämlich enorm viel Wasser und Energie in der Herstellung. Du muss dir nur kurz überlegen, wie viel Umverpackung mit üblichen Papiertaschentüchern kommt im Vergleich zu den vielleicht einmal in Folie eingepackten Stofftaschentüchern (sei cleverer als ich und kauf sie nicht auf Amazon, sondern in einem Shop, der ohne Plastikverpackungen arbeitet ;)). Das ganze wird nochmal besser, wenn die Stofftaschentücher nicht aus Baumwolle, sondern aus Leinen, Hanf oder einem Gemisch mit Baumwolle hergestellt sind. Gibt es sowas? 
Ich hoffe, das Ganze war nicht zu trocken und theoretisch und selbst wenn, hast du nun ein gutes Argument in der Hand gegen Menschen, die diese Behauptungen aufstellen. Falls du mal irgendwo über Daten bezüglich virtuelles Wasser oder grauer Energie stolpern solltest, würde ich mich über Infos freuen. 


Viermal Feedback, viermal Freude auf beiden Seiten!

​Wenn eine Kundin ein Feedback an Kulmine schreibt, dann teilt Petra das gerne mit den Mitarbeiter:innen. 
Ich freue mich über jeden einzelnen der kleinen und großen Texte und oft sitze ich nach dem Lesen mit Gänsehaut vor dem Laptop! 

In der letzten Zeit kamen kurz hintereinander gleich vier wertvolle Rückmeldungen, die wir mit euch teilen wollen! 

Kulmine im Adventskalender!

Liebe Petra, liebes Kulmine-Team,

ich wollte mich für die letzte Lieferung bedanken. Ich freue mich jedes Mal auf und über die bestellten Produkte (schon das Seidenpapier, immer wieder eine neue Farbe).
Vielen Dank für die zusätzliche Slipeinlage! Jetzt weiß ich, wie Himbeere in echt aussieht, bisher hab ich vor allem weiße und eine schwarze. Und vielen Dank für die ungesäumten Reststücke! Es ist interessant, zu sehen, wie der Stoff aussieht, bevor er zu einer Kulmine wird. Aber ich glaube, die Stoffstücke sind mir zu schade, um sie ein mal zu benutzen und wegzuwerfen. Da kann ich bestimmt mal irgendwas Kleines davon nähen…

I
ch finde auch Euren Blog, Eure Podcasts aus der Küche und die Facebook-Seite toll. Ich hab schon soo viel gelernt von Euch in den letzten Monaten. 

Und dieses Jahr wird meine Schwester in ihrem Adventskalender auch ein paar Kulmine-Produkte finden. Die Slipeinlage im Adventskalender ist vielleicht etwas abgefahren. Aber traditionsgemäß pack ich da immer auch Produkte rein, die ich übers Jahr für mich entdeckt habe und toll finde.
Vielen Dank noch mal an Euch!

Herzliche Grüße und eine schöne Adventszeit 


Wenn die Freude aus dem Feedback rausstrahlt

Liebe Petra, 

was freue ich mich über euer Päckchen! Die Tücher fühlen sich so gut an, so weich und fest und sie duften so gut. 
Die Farben sind wunderschön, so schön bunt für den Winter und fest für die Nase. Die einfarbigen sehen so edel aus, die neonfarbenen sind so bunt und die mit dem Farbverlauf erinnern mich an das Licht, das im Frühjahr durchs grüne Laub kommt. 

Mein Mann freut sich auch schon sehr auf die Benutzung und ist ganz begeistert. Hach, so schön und wertig und ein weiterer Schritt dazu, weniger zu ver-brauchen sondern mehr zu ge-brauchen und diejenigen Dinge bei sich im Leben zu halten, die man schätzt und mit denen man etwas verbindet.

Die beiden Pflegepads werde ich gleich direkt einweihen. Sie fühlen sich so weich an auf der Haut im Gesicht! *.*
Und wie immer liebe ich das Seidenpapier, das beim Aufmachen so geheimnisvoll raschelt.
Und die Bleistifte. *.* Und der Cuterus. Und deine Karte. Hach. Ich bin im Paradies. 

1000 Dank dafür, liebe Petra. Viele Grüße ans ganze Team.
Ich kann gar nicht so viele Smilies machen, wie mein Gesicht grinst und sich freut.

Eine langjährige Kundin entdeckt die neuen Varianten


Hallo,

vielen Dank für das großzügige Päckchen mit Anschauungsmaterial für unsere Frauen. (Die weichen Stoffe, die vielen Farben – schön! Es hat sich viel verändert seit den 90er Jahren, als ich meine Stoffbindenkollektion gekauft habe. Die haben übrigens teilweise über 15 Jahre gehalten – so sind die vielen neuen Varianten an mir vorbeigegangen.)

Es war ein reines Vergnügen, alles auszupacken – selbst das „Pack“papier fühlt sich toll an und hat super Farben! Und die beiden Menstruationskalender sind auch wunderschön (Mondzeit, Gezeiten: schöne Namen!).

Ich wünsche Kulmine großen geschäftlichen Erfolg und hoffe, wir können einen kleinen Beitrag dazu leisten, wenn wir die Flyer bei uns auslegen und die Tücher bei den Vorträgen und Beratungen zeigen.

Herzlichen Gruß 

Und manchmal kommt sogar Post auf Frankreich!

Hallo Petra,
vielen Dank für die schnelle Zusendung meiner Bestellung. Sie war schon am Mittwoch da.

Ich freue mich immer, wenn ich meine Bestellungen von Euch bekomme: das ist fast wie Weihnachten: die schönen weichen Tücher zu entpacken und zu entdecken, welche Saumfarben ich bekomme…

Ich habe mich auch über das Taschentuch in Rotwein-Farbe gefreut. Ist es eine neue Farbe, die Ihr einführen wollt? Die Farbe finde ich wirklich schön. Persönlich würde ich sie nicht als Taschentuch benutzen, aber als Serviette oder Handtuch oder einfach zum Verpacken gefällt sie mir sehr gut. Ich hatte Bedenken, dass es ggf. ausfärben würde. Ich habe es ausprobiert und das färbte nicht ab. Sehr stabile Farbe.

Ich bin weiterhin von den Taschentüchern begeistert. Nach Jahrzehnten des Verbrauchs von Tempos bin ich aus Umweltgründen von heute auf morgen wieder auf die Stofftaschentücher umgestiegen, Bio war mir deshalb auch sehr wichtig. Die sind so weich, saugfähig und schön. Sie trocknen auch extrem schnell und machen natürlich keine Fetzen, wenn sie nass sind! Die Umweltgründe brauche ich natürlich nicht nennen! Ich möchte nicht zu Tempo zurück, auch wenn ich meinem Freund noch nicht dazu überreden konnte.

Herzliche Grüße


Der Zyklus in all seinen Facetten

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Hier kommt der vierte Beitrag für die Reihe zum Thema Pillenfrei! 

Die Schreiberin des Beitrags ist seit zwei Jahren ohne „Pille“. Seit sie diese abgesetzt hat, hat sie begonnen, sich das erste Mal wirklich mit alternativen Verhütungsmethoden, der Menstruation, ihrer Weiblichkeit und Sexualität auseinanderzusetzen.


Die Pille nahm ich von ungefähr 16 bis 32. Warum?

Na „man nimmt die halt“. Da wird man 16, hat einen festen Freund und dann ist das ganz normal, dass man mit Mutter zum Frauenarzt geht und die Pille verschrieben bekommt. Wer keinen Freund hat, der bekommt sie oft trotzdem: gegen Regelschmerzen oder Pickel (und es heißt, manch eine nimmt sie sogar einfach für größere Brüste). Die Nebenwirkungen liest man sich (vielleicht) durch, aber ernst nimmt man sie meist nicht – es nehmen ja alle die Pille und kaum eine erzählt etwas von Nebenwirkungen. Und selbst wenn welche auftauchen sollten, dann probiert man eben eine andere aus, irgendeine wird schon passen. 


Beipackzettel-Prosa „meiner“ Pille:

Häufig taucht auf: Brustspannen (nette Umschreibung für schmerzende, berührungsempfindliche Brüste), Gewichtszunahme, Verstimmungen, Magenbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen (auch migräneartig).
Gelegentlich: Depressionen, Veränderungen der Libido, Gesichtshautflecken (die durch Sonne verstärkt werden), Pigmentierungsstörungen.
Selten: Kontaktlinsenprobleme (schlechte Verträglichkeit), Scheidenentzündungen, Pilzinfektionen der Scheide, Zwischenblutungen, Lebertumore (gutartig), Bluthochdruck, Veränderungen des Fettstoffwechsels.
Sehr selten: Gefäßverschlüsse (Thrombosen, in Leber und Darm), Milchfluss, Brustvergößerung, Bildung von Zysten an den Eierstöcken, Lebertumoren (bösartig).
Andere Pillen haben aber auch schöne Dinge in petto wie: chronische Blasenentzündung, dauernde Schmierblutungen, Akne, Wassereinlagerungen, Haarausfall, Nesselsucht, Nervosität, Ausbleiben der Mens, knotenartige Entzündungen des Unterhautfettgewebes, Schwerhörigkeit, …

Dazu kommen die vielen kleinen Nebenwirkungen, die es gar nicht erst auf die Packungsbeilage schaffen und die man erst hinterher im Kreis von Gleichgesinnten feststellt. Da wird unter anderem vermutet, dass auch Folgendes mit der Einnahme von Hormonen zusammenhängen kann: Schilddrüsenstörungen, dauerhafter Beeinträchtigung der Libido, chronische Pilzinfektionen, Verstärkung von Allergien, zusätzliche Leberbelastung bis hin zu einem erhöhten Verbrauch bestimmter Vitamine und Mineralien.

Eindeutige Nebenwirkungen blieben unerkannt

Ich wurde bei jedem Termin bei der Gynäkologin danach gefragt, ob ich Probleme mit der Pille habe. Ich habe dies stets verneint, denn ich kam nie auf die Idee, die Ursache von manchen meiner Probleme damit zu verknüpfen. Das hatte verschiedene Gründe, zum Beispiel:
Wer kann mit 16 schon sagen, woher die spinnerte oder miese Laune kommt? „Da schießen doch sowie die Hormone noch quer“ dachte ich mir. Die andauernde Melancholie und das „nah am Wasser gebaut sein“ hatte ich schnell als Schicksal und Wesenszug akzeptiert und mich darüber zu identifizieren begonnen.
Mit wiederkehrenden Pilzinfektionen lernte ich, dass ich schmutzig wäre und im Anschluss lernte ich übertriebene Hygiene, was die ganze Sache nur noch verschlimmerte (von problematischen Inhaltsstoffen, denen ich dadurch häufig ausgesetzt war, ganz zu schweigen).
Die Gewichtszunahme käme wohl einfach mit dem Alter.
Die Kopfschmerzen mit Erbrechen und Lärm- und Lichtempfindlichkeit führte man allein auf die Computerarbeit und Verspannungen zurück. Dass diese immer mit der Hormon-Entzugsblutung oder einer vergessenen Einnahme zusammenhing, das hatte jahrelang niemand erkannt, bis mein letzter Partner das mal bemerkte.
Lust am Sex? Kannte ich schlicht nicht, denn mein Körper war zu jung gewesen, als das ich das hätte kennenlernen dürfen – vor dem ersten Sex wurde ich ja schon vorsorglich mit Hormonen vollgestopft. Immer diese Aufregung um Sex, das hatte ich also nie verstanden. Das Aufregende am Sex war für mich folglich immer nur die besondere Intimität gewesen.

Selbst offensichtliche Nebenwirkungen werden laut Erzählungen anderer Frauen schnell vom Tisch gewischt, sucht man als Betroffene das Gespräch mit dem/der Gyn. „Geringe Libido? Wie lange sind sie denn schon mit ihrem Partner zusammen? Ach, was erwarten Sie denn.“ „Pilzinfektionen… kann man sich ja überall holen.“ „Trockene Schleimhaut und Schmerzen beim Sex? Gibt sich Ihr Partner genug Mühe? Nehmen Sie Gleitgel und experimentieren Sie mehr im Liebesleben“. Pillen-gemachte Probleme werden so ins Private und die Partnerschaft verlagert und bei der Ursachenforschung werden die künstlichen Hormone nicht ernsthaft in Erwägung gezogen. Dass der Leidensweg vieler Frauen auf diese Weise unnötig verlängert und die eigene Intuition zudem oft untergraben wird, empfinde ich als skandalös.
Ein Diplomabbruch mit Nervenzusammenbruch und anschließender Therapie säte ernsthafte Zweifel an meiner Lebensführung. Ich begann auch nach erfolgreichem Abschluss und beendeter Therapie immer wieder nach dem Thema Depression zu recherchieren. Bis ich dann auf die Pille stieß und auf Berichte von Betroffenen – ein fehlendes Puzzelteil war gefunden.

Nach dem Absetzen lernte ich mich neu kennen
Ich erlebe meinen Körper nun anders als zu Pillenzeiten: Ich freue mich über ihn. Meine Brüste kommen mir nicht mehr klein vor, obwohl sie sicher nicht größer, sondern eher weicher geworden sind. Ich habe ohne Zutun 10 kg abgenommen. Ich finde meine Mens nun weder nervig noch eklig (zu meinem Glück habe ich nur schwache Schmerzen). Meine Haare und Nägel sind gesünder. Mein Heuschnupfen ist fast ganz verschwunden. Meine Kopfschmerzen sind einfach weg.
Meine Depression war natürlich nicht nur in der Pille begründet, aber sie hat vermutlich dazu beigetragen. Ich kannte zum Beispiel nicht die als unbeschwerter erlebten Tage der Zyklusphase vor der Ovulation, in denen ich voller Elan und Zuversicht bin und sich alle Arbeit gefühlt von alleine wuppt. Diese Phase gibt mir oft viel Kraft und ist ein Ausgleich zu PMS (das ich nun zeitlich besser abschätzen und einordnen kann).

Ich bin wacher in meinen Empfindungen.
Viele berichten von einem Gefühl wie unter einer Käseglocke unter Einfluss der Pille oder eine „Scheiß-Egal-Haltung“, wie es manche Frauen in der Rückschau nennen. Ich erkenne nun besser, was mir entspricht und stehe dafür ein. Damals bedeutete das die Trennung von meinem Freund und ich begann, mich mehr und mehr auf eine bewusste, gesunde, natürliche Lebensweise auszurichten.

Die größte Umstellung ist aber wahrhaftig: Ich erlebe meinen Zyklus …
… in all seinen Facetten, von denen es einige neue zu entdecken gab. Zum Glück hatte ich ein tolles Forum, in dem ich mich über die Begleiterscheinungen der Umstellung mitteilen konnte und lesen, dass ich damit nicht alleine war.
Ich erlebte fast so etwas wie eine zweite Pubertät: Was ist denn da los? Den Männern hinterhergucken, Sex wollen, mehr Sex als der Mann wollen (hä? ich dachte, das wär genau andersrum! Zu Hülf!) Die potentiellen Verwicklungen kann man sich vielleicht vorstellen. Und auch: ohne Sex auskommen müssen; dass Lust so viel Frustpotenzial birgt … Puh!
Und es gab auch Erkenntnisse wie, dass am anderen Ende des Zyklus dieser Weltschmerz, Überempfindlichkeit, Aggressionen leider viel zu oft an meinem Partner abgeblitzt sind. Oder dass auch er in der Zeit der Umstellung zeitweise überfordert war.
Ich weiß nicht, ob alle Veränderungen mit der Pille zusammenhängen … sicherlich hängt auch einiges mit meinem Alter zusammen und der verstärkten Auseinandersetzung mit mir selbst (liebevoll begleitet durch Petra Sood in ihren Seminaren).
Doch die Abkehr von der Pille war für mich eine Umkehr und ein erster Schritt zu mir selbst und einem erfüllterem, aktiverem Leben.
Seither kam ich nicht einmal in Versuchung, wieder Hormone zu nehmen. Ich genieße mein neues Lebensgefühl.

Empört über die mangelnde Aufklärung
Ich hatte dann auch eine Phase mit viel Wut auf unbedachte Ärzte, profitorientierte Hersteller, falsch verstandene Fürsorge von Müttern und darüber, dass die Zusammenhänge so langsam ans Licht kommen oder absichtlich einseitige Informationen verbreitet werden. Immer noch gibt es Menschen, die den weiblichen Zyklus als unnötig und folglich unerwünscht propagieren oder anderweitig Angst vor dem Körper und seinen Vorgängen schüren.
Ich dagegen erlebe den Zyklus als eine inspirierende Kraft und eine Möglichkeit mit mir in Kontakt zu treten. Und ich bin froh, wenn ich meine Geschichte darüber teilen kann, in der Hoffnung, dass wir gemeinsam zu einem neuen Bewusstsein, einer angemessenen Kultur zu diesem wundervollen Vorgang finden. Ich wünsche mir eine bessere Aufklärung, die die Erfahrungen von Anwenderinnen ernst nimmt, und dass sich Menschen auf einer fundierten Grundlage für oder gegen künstliche Hormone entscheiden können.


Stoffbinden im Wochenbett – geht das?

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Erst mal dieses Wort: Wochenfluss. So wie auch Wochenbett und Wöchnerin klingt der Begriff in meinen Ohren etwas altbacken. Der Begriff leitet sich ganz einfach davon ab, dass Frauen nach der Geburt ein Wundsekret ausscheiden, welches aus Blut, weißen Blutkörperchen, Plazentagewebe und Vaginalsekret besteht. Zu Anfang noch überregelstark und rot, wird der Ausfluss im Laufe mehrerer Wochen immer schwächer und heller. Nach einem Kaiserschnitt tritt ebenfalls Wochenfluss auf, wenn auch schwächer und kürzer. Meist ist der Wochenfluss mit dem Ende des Wochenbetts nach rund sechs Wochen versiegt.

Um den Wochenfluss kursieren viele Mythen. Lange dachte man, er sei hoch infektiös; Frauen im Wochenbett sollten daher beispielsweise nicht baden. Mittlerweile weiß man, dass der Wochenfluss genau so wenig mit gefährlichen Bakterien versetzt ist wie das normale Periodenblut. Es ist nur nicht empfehlenswert, Tampons oder Menstruationstasse zu verwenden, da dies zu einem Rückstau des Blutes führen kann. Dies wiederum kann eine Infektion begünstigen. Die Herausforderung ist also, die anfangs sehr starke, mit der Zeit immer schwächere Absonderung mit luftdurchlässigen Binden aufzufangen; viele Frauen finden den Gedanken unangenehm, da sie sonst für ihre Periode auf Tampons, Menstruationstasse oder andere alternative Mensprodukte zurückgreifen. Auch mir war der Gedanke unheimlich, über mehrere Wochen Wegwerfbinden zu verwenden, da ich schon seit mehreren Jahren keine Wegwerf-Menstruationsartikel mehr im Gebrauch habe.

Da ich schon länger Faltbinden von Kulmine nutze, lag die Idee nahe, diese auch im Wochenbett zu verwenden. Meinen Bestand an Kulmine-Stoffbinden habe ich noch durch selbst genähte Faltstoffbinden aus Flanell ergänzt. Wichtig ist, dass die Binden so atmungsaktiv wie möglich sind; eine PUL-Schicht, wie sie viele Stoffbinden aufweisen, war für mich daher keine Option.

Die ersten Tage nach der Geburt habe ich die im Krankenhaus angebotenen Vorlagen verwendet (von vielen Frauen liebevoll „Surfbretter“ genannt und als Pelzys im Handel erhältlich). Zuhause bin ich direkt auf die Stoffbinden umgestiegen. Da wir unsere Tochter mit Stoff wickeln, konnte ich die Binden immer mit waschen und hatte keinen extra Aufwand.

Was ist nun der Vorteil von Stoffbinden im Wochenbett?

Erster großer Vorteil: Keine Geruchsbildung. Stoffbinden sind im Gegensatz zu Wegwerfbinden wesentlich angenehmer, was Gerüche betrifft.

Zweiter großer Vorteil: Wie viele Frauen hatte ich leider eine Geburtsverletzung – die empfindliche Naht wurde durch die Stoffbinden nicht gereizt. Erfahrungsgemäß führen bei mir Wegwerfbinden zu Hautrötungen und Irritationen, daher war ich besonders froh um die Stoffbinden.

Dritter Vorteil: Die Faltstoffbinden sind in ihrer Dicke wesentlich dünner als die handelsüblichen Wegwerfbinden ohne Plastikfolie und tragen somit (auch optisch) weniger auf. Ich habe meine Tochter im Spätsommer zur Welt gebracht und war froh, bei der Verwendung der Binden kein „Windelgefühl“ zu empfinden und sogar recht dünne Hosen tragen zu können.
Schlussendlich habe ich durch das Verwenden von Stoffbinden eine ziemliche Menge an Müll vermeiden können.

Die Zeit im Wochenbett ist, neben vielen wundervollen, positiven Dingen, für viele Frauen von Müdigkeit, Hormonschwankungen, Babyblues und etlichen neuen Herausforderungen geprägt. Die Verwendung von Stoffbinden hat mir diese Lebensphase ein Stück weit angenehmer gemacht und ich möchte diese Erfahrung nicht missen!


Neu im Shop: Sets für das Wochenbett und für Baby&Mama

Handbidet How To

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Do It Yourself: Ein Hand-Bidet selbst bauen.
Wer nicht extra Geld für eine Po-Dusche ausgeben möchte (besonders, wenn man erstmal austesten will, ob man mit dieser Form der Schnellwäsche zurecht kommt), dann ist eine übliche, kleine PET-Flasche schnell umfunktioniert.


​Du brauchst:
eine kleine, gebrauchte PET-Flasche, die weich genug zum Zusammendrücken ist
mit Deckel
ein scharfes Messer, zum Beispiel ein Teppichmesser oder schweres Küchenmesser (das sicher in der Hand liegt)
eventuell eine kleine Feile (Nagelfeile)

Anleitung

Von der Plastikflasche dreht man den Deckel ab und entfernt von ihm die abstehenden Haltestreifen und die innenliegende, weiche Scheibe. 

Danach schneidet man mit einem scharfen Messer schräg von der Deckeloberseite zum Rand hin, so dass eine schnitzenförmige Öffnung entsteht.

Am besten man tastet sich langsam vor und schraubt den Deckel immer wieder auf und füllt etwas Wasser ein, um die entstehende Öffnung zu testen. Sie sollte nicht zu groß werden, damit auch mit wenig Druck ein gezielter Strahl entsteht.

Eventuell kann man mit einer kleinen Feile noch abstehende Kanten abschleifen.

Outdoor-Tip

Sogar beim Wandern ist das DIY-Hand-Bidet praktisch. Das Wasser zum Waschen (für den ganzen Körper) ist damit rationiert, so wie das Trinkwasser auch und bietet zudem noch eine kleine Notreserve.
Die Flasche lässt sich mit einem zweiten, unbearbeiteten Deckel verschließen und verstauen. 

Zum Waschen braucht man dann nur den „Spritzaufsatz“ aufschrauben. Das wiegt zwar mehr als Klopapier, aber ist gerade in freier Natur besonders schonend zur Umwelt.
 

das Hand-Bidet ist

  • in ca 5 Minuten fertig
  • mit 15ct bezahlt

– & –

  • mit Plastik
  • upcycling
  • diy – do it yourself

Bidettücher statt Toilettenpapier

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Besonders hautschonend und nachhaltig!​ Für alle, die zum Abtrocknen des Intimbereichs auf wiederverwendbare Alternativen zu Toilettenpapier umsteigen wollen, haben wir folgende Tips:​

Nur zum Trockentupfen

Wir empfehlen die Bidettücher für das Abtupfen von Urin oder Wasser, wie nach der schon beschriebenen Wasserreinigung. Vorsichtiges Trockentupfen ist sanft zur Haut, insbesondere bei Neurodermitis, Infektionen und ähnlichem. Upcycling- und Kulmine-Stoffe sind außerdem frei von chemischen Zusätzen, die die Haut zusätzlich irritieren können.

Selbstgemacht – DIY

Ausrangierte Handtücher und Shirts bieten sich an, in handliche Stücke geschnitten und weiterverwendet zu werden. Sie enthalten in der Regel keine Reizstoffe aus der Produktion mehr, da sie schon oft gewaschen wurden.
Wer mag, umsäumt diese Rechtecke zusätzlich mit einem Zickzackstich, um ein Ausfransen des Stoffs zu vermeiden
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Allzwecktuch von Kulmine

Alternativ bietet Kulmine jetzt Sets mit mehreren Allzwecktüchern an, die als Bidettücher geeignet sind. Sie sind aus der gleichen saugfähigen Bio-Baumwolle (Satin) gefertigt, wie unsere schnupfenfesten Stofftaschentücher und Stoffservietten. Außerdem sind sie in doppelter Lage genäht, was sie noch aufnahmefähiger macht.

Natürlich kann man diese auch für viele andere Zwecke nutzen. Besonders zum Ersatz für Küchenrolle: überall dort, wo es um „wisch und weg“ geht! Andere Ideen: zum schnell mal im Waschbecken durchwischen und für Ablagen oder Pfannen in der Küche. Und dann ab in den Wäschekorb damit!
Kulmine bietet hierfür zwei Sets, einmal mit 7 Stück und einmal mit 21 Stück.
Noch kleinere Stoffreste zum Wegwerfen nach einmaligem Gebrauch können bei der Bestellung von Allzwecktüchern angefragt werden, je nach Vorrat geben wir Ihnen welche zur Lieferung dazu.

Wäsche

Gewaschen werden sie so wie Unterwäsche oder Handtücher auch. 60°C reichen dabei aus, um eventuellen Bakterien den Garaus zu machen.
Solltest du aufgrund von Unverträglichkeiten ungefärbte Stoffe bevorzugen, kannst du das einfach bei der Bestellung im Feld für Anmerkungen dazuschreiben – dann beachten wir das beim Packen deiner Lieferung.


P.S.: Wie man auf dem Foto sieht, muss man keine radiakle Umstellung machen. Es steht immer noch eine Rolle mit Papier für Besuch bereit. 😉 

Menstasse und Bidet – eine Lovestory

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Mit der Entdeckung der Menstruationskappe war ich begeistert – die Vorteile sind einfach bestechend: nicht austrocknend, keine Angst vor TSS, umweltfreundlich, ohne nässendes Rückholbändchen und selbst auf kurze Sicht kostensparend.
Nur eine Sache fand ich anfangs nicht so optimal … die Sache mit dem Saubermachen der Tasse. Aber ich habe einige Tipps gefunden, so dass ich auch damit jetzt sehr zufrieden bin.

Basiswissen

Erst einmal gibt es ein paar Basics, die wir auf unserer Infoseite zur Menstasse zusammengetragen haben. Wenn du neugierig bist, aber noch keinen Menscup ausprobiert hast, empfehle ich dir, diese Seite erstmal in Ruhe durchzulesen. 

​Hier nochmal in Kürze, wie man den Cup reinigt:
Den Inhalt der Menskappe kann man direkt in die Toilette geben. Manchmal lässt sich das Blut nicht so leicht wegspülen, da es schwerer als Wasser ist. Das kann man umgehen, indem man ein Stück Papier in die Kloschüssel legt und erst dann das Blut darüber leert. Noch praktischer ist es, wenn man direkt ein Waschbecken in Reichweite hat, dann kann man den Cup da entleeren. Das erleichtert auch das Ausspülen des Cups und das Händewaschen.
Dazu nimmt man kaltes oder lauwarmes Wasser (letzteres reinigt bei hohem Schleimanteil im Blut besser) und bei Bedarf noch etwas ph-neutrale Seife.
Wer mag, kann den Cup mit Wasser füllen, eine Handfläche drüberpressen und dann die Tasse mehrmals vorsichtig zusammendrücken und wieder aufploppen lassen. Dadurch werden die Löcher besonders leicht freigespült, so dass der Cup beim Einsetzen gut aufploppt und nicht so leicht überläuft.

Ideen für unterwegs
Außer Haus braucht es etwas mehr Erfindungsgeist:

  • Man kann den Cup mit einem Stück Toilettenpapier auswischen.
  • Es gibt auch spezielle Reinigungstücher für Menstassen.
  • Andere wiederum nehmen eine kleine, mit Wasser gefüllte Tupperdose oder ein Einwegglas mit, um den Cup darin sauber zu schütteln.
  • Eine weitere Möglichkeit ist, eine kleine Wasserflasche zum Ausspülen zu nutzen (praktisch, um damit auch gleich Blut an anderen Stellen wegzuwaschen).

Danach kann die Tasse wieder eingesetzt werden.

​Die optimale Ergänzung: ein Bidet!

Von dieser Situation können einige Menstassenfrischlinge berichten: man entfernt den Cup und dann … landet das Blut-Schleim-Gemisch gefühlt überall!
Es ist im Kelch, an den Fingern oder an den Oberschenkeln und in der Keramik. Und nun?

Viele Frauen finden es deshalb angenehm, sich während der Mens auch tagsüber ab und an zu waschen – auch wenn einfaches Abwischen ausreichend ist. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • ein traditionelles Bidet (wie in vielen Ländern üblich, zum Beispiel Frankreich) oder ein Bideteinsatz für die Toilette
  • spezielle Duschaufsätze oder ein Anschluss an den Waschbeckenhahn
  • eine separate Po-Dusche (ich nenne es Hand-Bidet!) Es gibt sie fertig zu kaufen, aber auch eine simple 0,33l-PET-Flasche ist schnell dazu umfunktioniert. Wie, das erkläre ich in einem der nächsten Artikel.
  • ein einfacher Krug, Nasenspülkanne, Messbecher, Wasserflasche, Ballonbrause, Zimmergießkanne …
  • oder direkt über den Wannenrand schwingen.
  • Es geht natürlich auch hierzulande ebenso luxeriös wie in Japan, wo Toiletten schon eine Wasch- und Fönfunktion eingebaut haben!

Für Zuhause habe mich zuerst für eine kleine, zitronengelbe Gießkanne mit einem langen Ausgießhals entschieden, die schön harmlos im Badezimmer rumsteht. Später kam ein selbstgebautes Handbidet dazu und kleine, waschbare Tücher zum Abtrocknen.

Mit dieser rundum praktikablen Lösung, reinige ich mich mittlerweile nicht nur während der Mens sondern nach jedem Toilettengang, da ich das frische Gefühl zu schätzen gelernt habe. Manche Frauen nutzen die unkomplizierte, schnelle Wasserreinigung auch gerne vor dem Sex.

Wasch-Techniken
Jede kann für sich selbst herausfinden, wie das mit der schnellen Wäsche am besten funktioniert, schließlich ist jede Anatomie anders und auch die Utensilien, die man nutzt. Als Anregung stelle ich hier meine zwei Favoriten vor.

Waschen mit der Gießkanne: Die Kanne nicht zu voll mit Wasser füllen. Dann den Hals der Kanne vorne am Schambein ansetzen und das Wasser über die Vulva nach hinten laufen lassen, bei Bedarf mit der anderen Hand von hinten säubern. (Ich bekomme zumindest nicht beide Hände von der gleichen Seite zwischen den Beinen unter.)

Waschen mit dem Hand-Bidet: Hier hält man die Flasche oder Brause von hinten unter den Intimbereich und spült ihn ab. Mit der linken Hand bei Bedarf vorne durchgreifen und unter Einsatz von ausreichend Wasser abwischen. Ist der Strahl fest genug, reicht oft schon das Spülen mit der Flasche oder Brause. Mein Eindruck ist, dass die Variante mit einem Wasserstrahl etwas sparsamer im Verbrauch ist. 

Danach trocknet man sich ab. Das geht sowohl mit herkömmlichem Toilettenpapier als auch mit wiederverwendbaren Tüchern.
Bei waschbarem Stoff werden – je nach Größe – diese Tücher nur einmal benutzt oder täglich gewechselt.
Neben der Toilette steht bei mir nun eine schöne, ausrangierte Vase, in der die benutzten Bidettücher auf die nächste Wäsche warten.


Über die hierzu passenden, neuen Bidettücher von Kulmine berichten wir in wenigen Tagen!
Bestellen könnt ihr sie aber jetzt schon hier im Shop – und den Mooncup dazu.
Als eine weitere Alternative zum Tampon empfehlen wir außerdem das Levantiner Schwämmchen.