Cookies zum Frühstück!

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Wenn ich morgens in die Stadt fahre, dann habe ich gut 40 Minuten Reise vor mir. Meistens esse ich lieber im Zug als Zuhause. Zum einen, weil ich morgens eher knapp aufstehe, zum anderen, weil die Zeit im Zug ja sowieso da ist!
Manchmal bereite ich mir am Abend vorher ein Müsli zum Mitnehmen vor. Aber viel öfter besteht mein Frühstück auch einfach aus einem Müsliriegel mit viel Nüssen drin. Und genau das wollte ich schon eine ganze Weile ändern. Denn ehrlich gesagt macht ein einzelner Müsliriegel nicht besonders lange satt, die hochwertigen Riegel kosten beim regelmäßigen Kaufen entsprechend Geld und dann produziere ich damit ja auch (fast) jeden Tag Plastikmüll. Aber was wäre eine mögliche Alternative?

Ich fühle mich nicht dazu berufen, Müsliriegel selbst zu machen. Öfter Müsli zu machen, finde ich eine gute Idee, aber ich will auch mit einer Alternative ausgestattet sein, wenn ich nicht abends dran denke, das vorzubereiten.
Und dann habe ich auf Youtube ein ganz einfaches veganes Rezept für Cookies gesehen und dachte: Ja – mit ein paar Änderungen, kann genau das mein Frühstück sein! Die minimalistischen Zutaten habe ich fast immer Zuhause und Variation kann ich durch wenige Ergänzungen hinbekommen. In bunter Abwechslung mit Müsli und mal einem Toast oder Blumenbrot sind die Cookies mittlerweile nicht mehr wegzudenken! Und nun genug der Vorgeschichte und rein ins Rezept!


1/2 Tasse weiche Butter/Alsan
1/2 Tasse trockene Süße (bei klassischem Zucker geht auch noch etwas weniger, bei Alternativen wie Dattelsüße ruhig auch etwas mehr möglich)
1/4 Tasse beliebige (Pflanzen)Milch
2 Tassen beliebiges Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Mögliche zusätzliche Zutaten sind…
gemahlene Haselnüsse
zerdrückte Banane(n)
eingeweichte Chiasamen
Kakaopulver
Schokoladenstückchen
Ei
Vanille

Vorbereitung

Dieses Rezept ist unempfindlich für Variationen und verschiedene Zubereitunsgformen.
Es kann mit einer Gabel, einem Schneebesen oder einem elektrischen Rührer gemacht werden.
Du brauchst eine Tasse, um die Zutaten abzu„wiegen“. Du kannst ruhig eine größere Tasse nehmen, damit du eine gute Menge Cookies bekommst. Am besten geht es natürlich, wenn du ein Set hast, das dir schon die halben und viertel Tassen vorgibt. Aber wie gesagt: das Rezept ist unempfindlich – und wurde von mir auch schon mit einer ganz normalen großen Teetasse gebacken.

Zubereitung

Die weiche Butter mit der Süße und der Prise Salz verrühren und Milch dazu geben.
(Falls andere nasse Zutaten wie die eingeweichten Chiasamen, Banane oder Ei eingesetzt werden, auch die dazu geben.)
Das Mehl mit dem Backpulver darüber sieben oder das Mehl mit dem Backpulver in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen oder Gabel gut durchmixen.
(Falls andere trockene Zutaten dazu gegeben werden wie Haselnüsse oder Kakopulver, auch die dazu geben.)
Die Zutaten zügig vermengen.
Backofen auf 180 Grad vorheizen und Cookies in gewünschter Größe auf das eingefettete oder mit Backpapier ausgelegte Blech geben.
Das geht am einfachsten mit zwei Esslöffeln. Oder du formst Kugeln und gibst die auf das Blech.
Back sie, bis sie leicht gebräunt sind, das passiert nach etwa 15 Minuten.
Die Cookies werden nicht knusprig wie unsere Kekse/Plätzchen, sondern bleiben relativ weich!

dieses Rezept ist

  • in ca. 10 Minuten vorbereitet 
  • in ca. 25 Minuten fertig

– & –

  • vegan
  • vegetarisch
  • veganisierbar
  • histaminarm
  • histaminfrei (gelbe Bananen ohne Flecken nutzen!)
  • weizenfrei
  • laktosefrei
  • kokosfrei

Anmerkungen
Der Grundteig kann auch unterteilt werden, um dann jeweils verschiedene Zugaben dazu zu geben. Mein absoluter Lieblingscookie ist die Variante mit Banane!
Ich habe mit der angegebenen Menge etwa zwei Bleche mit ziemlich großen Cookies gemacht.
Die meisten friere ich direkt ein, damit sie länger haltbar sind. Sie tauen schnell auf und schmecken immer noch seeehr lecker!
Weil ich die Cookies zum Frühstück esse, achte ich darauf, die Zutaten mit möglichst wenig klassischem Zucker und mit viel Satt-Mach-Potential zu backen. Deswegen mache ich sie auch gerne mit einer Tasse Kichererbsenmehl und einer Tasse Dinkelmehl.


Dieses Rezept beruht auf dem Grundrezept von Liv B und ist mit weiteren Variationen, die hier nicht vorgeschlagen wurden, auf Youtube zu finden.

Mitmachen und Zuhören

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Im Rahmen der Mitmachaktion sind viele wunderbare Beiträge von Kundinnen bei uns eingegangen. Und sieben ausgewählte Texte gibt es nun hier im Blog zu lesen! Zwei der folgenden Beiträge wurden auch von Mela im neusten Podcast vorgelesen, der ganz unten verlinkt ist – da kann man gut mitbekommen, wie sprachlos uns diese Berichte machen!


Folge 6 – Feedback Special


Kulmines on Tour to Santiago

Liebe Petra,
ich bin letzte Woche vom Jakobsweg zurückgekommen und möchte gerne einen Erfahrungsbericht schicken: Neun Wochen lang war ich auf dem Jakobsweg in Frankreich und Spanien. Auf jedes Gramm habe ich beim Einpacken geachtet und mich gefragt, was ich wirklich brauche und auf dem Rücken tragen will. Mit dabei: Fünf Kulmines!
Ich war so glücklich, sie mit dabei gehabt zu haben. Ich kann es nur empfehlen! Für die Mens, für den Zervixschleim, oder einfach, wenn ich nach einem langen Wandertag keine Lust mehr hatte, zu waschen. (Was man, wenn man nur zwei Unterhosen dabei hat, jeden Tag macht.) Mit den Kulmines war ich einfach flexibler. Null schwitzig an heißen Tagen. Null feucht nach dem Pinkeln am Wegrand.
Hier ein Foto von allen Klamotten, die ich dabei hatte [oben] – inklusive der fünf Kulmines!


Die Blutung gehört jetzt zu mir

Liebes Kulmine-Team,
ich habe meine Jugend ab der Menarche schwer gelitten: [Ich hatte] heftige und sehr unregelmäßige Blutungen, mit den Binden hat es irgendwie immer fürchterlich gestunken, [mit] Tampons kam ich gar nicht klar [und] hatte dazu häufig Pilzinfektionen und Blasenentzündungen. Eine einzige Katastrophe dieses Frau-Werden und -Sein! Dann 1992 [die] erste Schwangerschaft … zweite …dritte und vierte 2001 … Und immer der Wunsch etwas ändern zu können an den häufigen Pilzinfektionen und Blasenentzündungen, dem unsäglichen Müll, den ich produzierte.
Dann die ENTDECKUNG: Stoffbinden! Plötzlich roch es nicht mehr so furchtbar nach Chemie, wenn ich blutete – sondern einfach natürlich nach mir … mit Schwämmchen oder Mooncup dazu, perfekt. Die Periode war plötzlich ein Teil von mir, der dazugehört, ich fühlte mich erstmals weiblich, voll und rund und ganz wohl in mir und mit mir. Jetzt bald im Wandel, der Wechselphase und im Übergang in die Menopause möchte ich DANKE sagen: eure Vielfalt, schöne Farben, tollen Aktionen … mögen viele junge Frauen euch entdecken und mit euch ihr Frau-Sein starten. 

Bei unseren Mit-Sing-Workshops liegen immer Flyer von euch ganz liebevoll diskret, aber nicht schamvoll versteckt 😉 schön mittendrin … wo das Thema eben hingehört. DANKE

Was hat sich in meinem Leben durch alternative Menstruationsprodukte verändert?

Eine ganze Menge würde ich rückblickend sagen.
Ich versuche dennoch mal von vorne anzufangen. Durch meinen Partner wurde ich das erste Mal auf die Menstruationstasse aufmerksam, als er mich fragte, ob ich diese kenne würde, er habe sowas im Internet gesehen und zeigte mir eine Comic ähnliche Abbildung davon. Ich war sehr skeptisch und meinte Nein, das sei auch total komisch und sicher nicht hygienisch. Komischerweise bin ich danach immer öfter über Artikel zu der Tasse gestolpert und immer wieder waren da diese Kommentare von total begeisterten Frauen. Nach [dem Lesen von] unzähligen Artikeln und Erfahrungsberichten und mit einem mulmigen Gefühl – scheiße, was ist, wenn das Ding in den weiten Meeren verschwindet – beschloss ich, es dennoch auszuprobieren. 

Und es war mit die beste Entscheidung meines Lebens.
Auch wenn es Anfangs ungewohnt war, ich hatte schnell den Dreh raus. [Das Tässchen] fand auch immer ihren Weg nach draußen, meine Angst, war also unbegründet. Jede, die die Menstruationstasse kennt, weiß, dass man da unweigerlich auch Stoffbinden kennen lernt. Da war diese „Angst“ vor dem Unbekannten schon gar nicht mehr so groß und musste auch [das] ausprobiert werden.
Auch diese Entscheidung zähle ich mit zu den besten in meinem Leben. Stoffbinden sind so viel angenehmer als Wegwerfprodukte. Kein Windelgefühl, kein Austrocknen, kein Unwohlsein, also in allem so viel besser. Denn man spürt sie gar nicht.

All die Kommentare von den begeisterten Frauen über alternative Monatshygiene kann ich nur mit einem lauten JA bestätigen.
Ich hätte es Anfangs selber nie für möglich gehalten, aber es verändert wirklich so viel für einen. Ich würde fast sagen, man bekommt ein Stück „weiblich“ zurück. Dieses „Ekelgefühl“ oder „Kranksein“ was einem irgendwie in den Kopfgesetz wird, wenn man seine Periode hat, ist urplötzlich verschwindet. Man geht auch so viel offener mit dem Thema um. Erst seit dem ich Stoffbinden und Co. [nutze] kann ich auch frei drüber reden, ohne dass es mir peinlich ist, denn es gehört einfach dazu zum Frau sein. Das aller tollste ist jedoch, dass die Schmerzen, die mich so oft in die Knie zwangen, verschwunden sind. Seit der Nutzung alternativer Monatsprodukte wurden die Schmerzen, die ich ich vor und während der Periode hatte, immer weniger. Kaum zu glauben, ich bin heutzutage teilweise sogar traurig, wenn sie aufhört. 

Aber nicht nur das, mein ganzen Denken hat sich verändert. Jetzt ich schau ich, was ich durch wiederverwendbare Sachen ersetzten kann und fühle mich dabei auch noch unglaublich gut. Zudem es auch noch großen Spaß macht, neue Sachen zu entdecken. Sogar mein Partner ist total begeistert, nicht nur das er keinen Müll mehr aus dem Bad entsorgen muss, [durch die Idee, Müll zu reduzieren] hat er sogar selber ein neues Hobby gefunden und sein Rasiermesser ist nicht mehr wegzudenken. Kurzum es war und ist einfach eine Bereicherung fürs Leben! Ganz liebe Grüße

Es fühlt sich frisch, leicht und natürlich an

Liebes Team von Kulmine,
seit einer Zeit verwende ich Binden aus Stoff. Vorher hatte ich beginnend bei Tampons über den Mondkelch viel getestet und habe das Gefühl, jetzt angekommen zu sein. Es fühlt sich für mich frisch, leicht und natürlich an – das Tragen der Binden genauso wie das Waschen hinterher.
Seit kurzem verwende ich zusätzlich Stofftaschentücher. Ich benutze die mit den bunten Rändern – total schön und edel. 🙂
Danke für die tollen Produkte! Liebe Grüße


Warum habe ich das nicht schon früher gemacht?

Liebes Kulmine Team,
hier teile ich nun meine Erfahrungen mit alternativen Menstruationsprodukten und Stoffbinden, um andere Frauen zu ermutigen. 

Ich bin 40 Jahre [alt] und habe bis vor zwei Monaten ausschließlich Tampons verwendet. Vor ein paar Jahren bin ich auf meinen Weg gekommen. Dazu gehörte die Ernährungsumstellung, Naturprodukte für Körper/Haar und natürliche Schminkprodukte. In dem Zusammenhang kam mir immer wieder in den Sinn, dass die Menstruationsprodukten auch dazu gehören. Ich brauchte ein Jahr, um mich an die Vorstellung zu gewöhnen, eventuell einen Mooncup oder Stoffbinden zu benutzen. Ich kannte auch niemanden in meinem Umfeld, der das tut und mich ermutigen hätte können. Ich las immer wieder Erfahrungsberichte. Dann ging alles schnell. 

Ich setzte die künstlichen Hormone ab und bestellte bei Kulmine die ersten Produkte. Einen kleinen Mooncup, ein paar Helabinden und habe mir das Schnittmuster [der Hela] ausgedruckt. Die Helabinden wurden schnell nachgenäht, der Mooncup ausgekocht und ich war startklar. Seit zwei Monaten praktiziere ich nun die symptothermale Methode, fülle täglich ein Zyklusblatt [aus] und habe nun bereits meine zweite Periode mit Mooncup und Helabinden erfolgreich gemeistert.

Ich habe durch die Zyklusbeobachtung viel über meinen Körper gelernt. Viel wichtiger ist, ich bin vom ersten Tag mit dem Mooncup klar gekommen. Ich habe den Stiel gekürzt. Nach ein paar Tagen habe ich den Stiel nochmals gekürzt, sodass ich einen Mooncup ohne Stiel habe. Der Stiel war unangenehm beim Tragen. Auch reicht mir, trotz Kind entbunden, ein kleiner Mooncup. Ich reguliere viel über An- und Entspannen der Beckenbodenmuskeln. Als Sicherheit trage ich während der Menstruation Helabinden oder Helaslipeinlagen, da der Muttermund ja täglich anderes ist und auch bei starker Blutung mal was daneben geht oder beim Einsetzen noch was in die Binde blutet. Alles klappt super. Den Mooncup leere ich drei Mal am Tag. Voll war er noch nie. Ich hatte von Anfang an keine Probleme mit Einsetzen und Rausnehmen. Die Helabinden sitzen toll. Die gebrauchten Binden kommen in die Wäsche. Das Nachnähen ist sehr zu empfehlen. 

Ich frage mich, warum ich das nicht schon früher gemacht habe. Was man da an Müll vermeidet! Vielen Dank Kulmine und allen Frauen für die Erfahrungsberichte! Ich fühle mich so toll und natürlich damit. Einfach glücklich.
Lieben Gruß!

Per Postkarte
Sie unterstützen mein positives Gefühl zu meiner Blutung. Ich kaufe keine Einmal-Produkte mehr und bin somit weniger abhängig. Das tut mir gut, da Abhängigkeiten ein ständiges Thema meiner Weiblichkeit sind. Ich werfe auch nichts mehr weg, während ich blute, das ist ein schöneres Umgehen mit dem eigenen Blut und meiner Fruchtbarkeit. Jetzt wasche ich aus, reinige den Stoff und meinen Körper und bin dabei, diese Zeit immer mehr wirklich zu „meinen Tagen“ zu machen. Welch ein Genuss, eine Frau zu sein!
Liebe Grüße


Die beste Investition meines Lebens!

Als ich zum ersten Mal von Slipeinlagen aus Stoff gehört habe, war ich anfangs etwas skeptisch. Doch nach einigen Recherchen erschienen mir die Vorteile, die man dadurch gewinnt, schlüssig. Allerdings kaufte ich mir die Stoffbinden erst nach einigen Monaten, da sie für mich etwas teuer waren.
Jetzt kann ich sagen, dass das einer der besten Investitionen meines Lebens war!! Warum? 

  • Kosten – Endlich keine Ausgaben mehr für die einmalverwendbaren Binden 
  • Komfort – kein „nasses“ Windelgefühl mehr 
  • Ökologischer Aspekt – kein Müllsack voll stinkender Binden 

Die Stoffbinden haben meine Lebensqualität erhöht und ich bin SO froh, sie entdeckt zu haben. Auch haben sie mir die Augen geöffnet, dass Menstruation kein Tabuthema sein sollte und dass man ganz einfach offen darüber reden kann oder eher soll! Dadurch habe ich meinen Körper besser kennengelernt und wusste auch durch die Recherchen viel mehr über meine Menstruation Bescheid. 😉


Links zum Podcast Folge 6

Download
Aufruf Mitmachaktion
Reviews und Erfahrungsberichte
Rezept Bananenkekse

rechts: die Frühlingsrollen – Gemüse nach Wahl ganz klein schneiden, andünsten und würzen. In kleinen Portionen in angefeuchtetes Reispapier wickeln und anbraten.

Küchen- und Sofagespräche – weibliche Energie

Petra und Mela tauchen ein in das Thema weibliche Energie, streifen Yin und Yang, spüren nach, wie der Zyklus und die Menstruation damit zusammenhängen und erklären, was das alles mit Kulmine als Firma zu tun hat. Außerdem erzählt Petra noch mal vom PMS-Monster – denn der Podcast wurde vor den ganzen Blogtexten aufgenommen, die zu PMS entstanden sind.


Zyklusbeobachtung für Minimalistinnen

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Für alle, die ihrem PMS-Monster auf der Spur sind oder einfach nur die roten Tage notieren möchten, gibt es jetzt einfache Kalender im Kulmine-Shop.


Wann kommen die roten Tage?

Zyklusbeobachtung ist in unseren Augen ein zentrales Hilfsmittel, den eigenen Rhythmus besser zu verstehen und mit dem Zyklus bewusst in Kontakt zu kommen. Im Artikel Zyklusbeobachtung steht dazu:

„Selbst mit dem einfachen Notieren der Menstruationstage kann man in den meisten Fällen abschätzen, wann sich die nächste Menstruation ankündigt. Phänomene wie PMS können somit leichter im Alltag zugeordnet werden und Unregelmäßigkeiten in der Zykluslänge können schneller erkannt werden.“

Dazu brauchst du nur einen Notizblock oder einen Kalender, wo du alle Zyklen in einer Übersicht notieren kannst. Manche Frauen nutzen vielleicht ihren normalen Tageskalender dazu, andere mögen lieber Apps.

Für Liebhaberinnen von edlem Papier

… und der Möglichkeit, die Mens getrennt zu notieren, gibt es von Mela jetzt Kalender in zwei Größen:

Der ca. 150x150mm große Wandkalender ist aus einem Umweltpapier mit leichten Materialsprenkelungen und hat einen schlichten Mondyklus als Motiv. Das gab ihm den Namen Mondzeit. Eine Möglichkeit ist, ihn aufgeklappt aufzuhängen, so dass alle „Beteiligten“ (wie Familie oder Partner:in) wissen, wann das PMS-Monster voraussichtlich zu Besuch sein wird..

Zyklusbeobachtung für die Hosentasche: Der kleine Kalender hat die gleiche Größe wie gängige Visitenkarten – so dass er zusammengeklappt (55x85mm) in eines der Kartenfächer des Geldbeutels passt. Er ist aus naturweißem Umweltpapier mit wilden Wellen auf der Vorderseite … Gezeiten eben.

Beide Kalender sind zum Aufklappen und somit bei Bedarf diskret unterzubringen. Sie sind unabhängig vom aktuellen Kalenderjahr einsetzbar und wer sie länger als ein Jahr nutzen möchte, kann das Papier mit einer selbstklebenden, durchsichtigen Folie beziehen und mit einem abwischbaren Folienstift beschreiben. 

Neben Eintragungen zur Menstruation gibt es weitere Ideen, was man in die kleinen Kreise eintragen kann: Einfache Smileys um die Stimmung zu symbolisieren, Sternchen für Libido oder Herzchen für Sex, auch der Schleim könnte mit Abkürzungen und einem farbigen Stift eingetragen werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und wir freuen uns, wenn ihr in den Kommentaren noch weitere Ideen beisteuert!

Verlosung

Übrigens! Dieser Beitrag ist schon der 100. Eintrag im Blog – dabei haben wir doch gefühlt gerade erst angefangen! Zur Feier der runden 100 verschenken wir einen Menstruationskalender Mondzeit. Dazu einfach einen Kommentar schreiben, warum du dich über einen Kalender freuen würdest. Das Los entscheidet dann, wer den Kalender erhält.


Bitte mach nur mit, wenn du mindestens 18 Jahre alt bist. Der Gewinn wird nicht ausgezahlt. Kommentare bis zum 3. September werden berücksichtigt!

Einfache Zyklusbeobachtung – wie geht das?

In letzten Beiträgen wurde die Zyklusbeobachtung öfter erwähnt und da haben wir gedacht, dass es dazu unbedingt einen Text geben sollte, der das Ganze mal aufgreift und erklärt, wie man ganz einfach damit anfangen kann.


Mit welchem Ziel wird der Zyklus beobachtet?

  • Um Körperverständnis und Einsichten zu ermöglichen 
  • Zur Verhütung von Schwangerschaften 
  • Als Unterstützung beim Kinderwunsch. 


Was für Methoden gibt es?

Von der einfachen Kalendernotiz zum Start der Menstruation bis zur computergestützten Fruchtbarkeitsbestimmung zählt alles zu Zyklusbeobachtung. Je nachdem, mit welchem Ziel man sein Zyklusgeschehen verfolgt, kann man den Umfang seiner Beobachtungen anpassen. Für Kinderwunsch kann es ausreichen, sich mit dem Zervixschleim auseinanderzusetzen und manchmal ist es auch dafür sinnvoll, sich mit einer ausführlichen Methode zu beschäftigen. Wer sicher verhüten möchte, muss die Anwendung bestimmter Regeln beachten.

Unsere Empfehlungen für Methoden, um zu verhüten oder den Kinderwunsch zu unterstützen, sind: 

  • Sensiplan – Die Basis für die Methode gibt das Buch „Natürlich und Sicher“ vom Trias Verlag. Bei wastelandrebel habe ich einen ausführlichen Gastartikel darüber geschrieben. 
  • nach Rötzer – Die Methode wird in dem Buch „Natürliche Empfängnisregelung: Der partnerschaftliche Weg“ vermittelt.

Was sind die Vorteile davon, den eigenen Zyklus zu kennen?

Selbst mit dem einfachen Notieren der Menstruationstage kann man schon in vielen Fällen abschätzen, wann sich die nächste Menstruation ankündigt. Phänomene wie PMS können dann leichter im Alltag zugeordnet werden und Unregelmäßigkeiten in der Zykluslänge erkennt man auch direkt.
Wer Lust hat, sich noch mehr Notizen zu machen, wie zum Beispiel zu Erkältungen, Stress, Essen etc. kann das eigene Zyklusgeschehen in den Alltag integrieren lernen. Das heißt aber nicht, dass du nun alles aufschreiben musst, sondern du wählst natürlich das aus, was für dein Leben interessant ist. Wenn du zum Beispiel gerne herausfinden magst, ob deine Brüste in der zweiten Zyklusphase empfindlicher sind, dann kannst du dazu eine kleine Forschungsrunde starten. 

Durch das Einbeziehen von weiteren Körperzeichen kannst du dann noch tiefer in dieses Verständnis einsteigen. Eines davon ist der Zervixschleim, den du leicht und ohne Hilfsmittel beobachten kannst. Schon damit kann die fruchtbare und unfruchtbare Zeit (erste und zweite Zyklusphase) eingegrenzt werden. Durch das Zykluswissen kannst du zum Beispiel den Zyklustee oder Medikamente rechtzeitig anwenden (siehe Artikel über PMS-Hilfen) oder im Falle eines Falles sinnvoller auf eine Kondompanne reagieren. Auch beim Kinderwunsch ist der Zervixschleim besonders hilfreich. Denn die gesprungene Eizelle ist circa 13 Stunden befruchtungsfähig und mit den Hinweisen, die aus dem Zervixschleim abgeleitet werden, kann diese Zeit besser eingegrenzt werden.


Wie kann eine schlichte Schleimbeobachtung aussehen?

Mit jeder Menses beginnt ein neuer Zyklus – und zwar mit dem ersten „richtigen“ Blut.
Was das für dich bedeutet, kann unterschiedlich sein. Wichtig ist nur, dass du dich immer gleich entscheidest. Wenn für dich der Moment als Start zählt, in dem das Blut richtig rot fließt, dann zählst du immer das als ersten Zyklustag. Bei anderen mag es z.B. die Stärke sein, die den ersten Tag bestimmt. Vorangehende Schmierblutungen werden nicht gezählt.

Nach der Menstruation fängst du an, den Zervixschleim zu beobachten. Er wird im Muttermund (der Zervix) produziert und rutscht mit der Zeit nach draußen, wo du ihn am Eingang der Vagina mit dem Finger oder Toilettenpapier abnehmen kannst. Es ist nicht notwendig, in die Vagina hineinzufassen – wenn du bei jedem Toilettengang einmal guckst, wirst du keinen Schleim verpassen

* Die Bezeichnung „besser“ ist nur eine Hilfe, um den Umschwung einordnen zu können. Jeder normal auftauchende Zervixschleim ist gut, weil er Fruchtbarkeit  und die Gesundheit deiner Vulvina anzeigt! Wenn er mal die Farbe deutlich verändert, oder seltsam riecht, dann kannst du direkt handeln (z. B. mit Tipps von Fey) und mit Hilfe eines Fachmenschen gucken, ob es sinnvoll ist, dies zu behandeln.

Der Zervixschleim verändert sich im Laufe des Zyklus, weil er unterschiedlich auf Östrogen und Progesteron reagiert. Und das fühlt sich dann auch unterschiedlich an. So kannst du ungefähr erkennen, wann du fruchtbar bist.
Je klarer und flüssiger oder auch glibbriger („besser“ *) der Zervixschleim ist, desto näher befindet du dich am Eisprung – der fruchtbaren Östrogenphase. Manchmal fühlt sich der ganze Bereich der Vulvina sogar richtig nass an.
Nach dem Eisprung gibt es einen deutlichen Umschwung im Schleim. Er verfestigt sich teilweise im Muttermund zu einem Pfropf und ist nun trüb, weißlich oder gelblich und wird oft von einem eher trockenen oder aber auch neutralen Gefühl begleitet – oder taucht erstmal gar nicht mehr auf. Daran erkennt man die unfruchtbare Progesteronphase.

Dein persönlich „bester“ Schleim muss nicht unbedingt durchsichtig oder glibberig sein, denn es kommt vor allem auf den Umschwung zu einer niedrigeren Kategorie an – und das geht auch von weißlichem Schleim zu gar keinem Schleim.
Viele Frauen haben kurz vor der Menstruation dann nochmal flüssigen Zervixschleim. Das liegt daran, dass der Muttermund für das bald abfließende Blut frei gemacht wird und sich der Pfropf deswegen wieder auflöst.


Wie notiere ich meine Beobachtungen?

Auf jeden Fall brauchst du irgendetwas, um deine Beobachtungen zu notieren und nachzuvollziehen. Das geht einfach in einem Notizblock, mit verschiedenen Apps oder mit einem der neuen Menskalender von Mela – und ganz ausführlich mit ihren 13 Monde Heften.
Am Ende des Tages notierst du deine Beobachtungen und guckst, ob es darauf basierend schon die Möglichkeit gibt, einen Rückschluss auf deine Zyklusphase zu ziehen.

Du kannst deine Schleimbeobachtungen so ausführlich oder knapp gestalten, wie es dir sinnvoll erscheint. Für eine gute Übersichtbarkeit lohnt es sich aber, den Schleim jeden Tag durch Kürzel festzuhalten. Die Schleimqualität lässt sich nämlich in Kategorien einteilen, um die Entwicklung über den Zyklus hinweg sichtbar zu machen. Notiert wird die „beste“ Qualität des Tages:

  • III, II, I Mens, je nach Stärke
  • . . . Schmierblutung
  • K klar – glänzend, fadenziehend, flüssig, glibberig, durchsichtig wie rohes wie Hühnereiweiß
  • W weiß – weißlich, cremiger, gelblicher, zäher Schleim
  • N nichts – nichts sichtbar oder spürbar

Innerhalb einer Kategorie taucht nicht immer der exakt gleiche Schleim auf: Vielleicht ist an einen Tag viel glibbriger Schleim beim Gang auf die Toilette aufgetaucht und an einem anderen Tag gab es nur ein ganz nasses Gefühl. Trotzdem bekommt beides die Kategorie K.


Wie deute ich meine Eintragungen?

Ein möglicher Verlauf von Schleim-Beobachtungen könnte so aussehen (Klick aufs Bild zum Vergrößern):

Eine Deutung dieser Reihe wäre dann: 

  • ZT 6: Aha, nach der Mens gab es zwei Tage, wo nichts beobachtet wurde! 
  • ZT 8: Dann war zwei Tage lang weißlicher Schleim zu entdecken. 
  • ZT12: Ab da wurde das Ganze glibberig. 
  • ZT 16: Im Beispielverlauf ist der 16. Tag der letzte mit Schleim der „besten“ Kategorie. Das weiß man natürlich immer nur im Nachhinein. Irgendwan an diesen Tagen hat dein Ei beschlossen, zu springen. Mit diesem Umschwung kann man dann den Übergang in die Progesteronphase (2. Zyklusphase) annehmen – vor allem wenn danach dann nur noch Schleim der W Kategorie oder gar keiner kommt. Manchmal wechselt das noch ein bisschen hin und her. 
  • ZT 29: Hier in der Reihe taucht der K Schleim erst direkt vor der Mens wieder auf.

Nun kannst du über die Zyklen hinweg gucken, ob die Zeit nach dem Umschwung immer ähnlich lange ist – das ist deine Progesteronphase und sie ist bei den meisten Frauen oft relativ gleich lang.

Wenn du noch genauere Rückschlüsse auf dein Zyklusgeschehen rund um Eisprung und die verschiedenen Phasen ziehen willst, ist vieleicht Sensiplan für dich interessant! Da wird dann auch noch die Temperatur gemessen und der Schleim wird etwas feiner unterteilt.

Und nun: Frohes Forschen!


Disclaimer: Achtung! Diese schlichte Variante der Zyklusbeobachtung ist nicht zur Verhütung geeignet! Sie kann aber eine gute Vorbereitung für Sensiplan sein.

Nachrichten aus dem Erntemond

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Liebe Leser:in,
die Fruchtbarkeit der Kulminefrauen, was Ideen und deren Umsetzung angeht, ist groß. Wir hoffen, dass du Freude an unserer Arbeit hast und immer etwas Interessantes für dich dabei ist.

Falls du einfach nur Kulmines kaufen willst: Alles Relevante für den Shop ist in unseren Newslettern meist oben zu finden.

Sonderangebot für alle Liebhaberinnen von Schwarz
Bis zum 15. September sind im Shop die schwarzen Slipeinlagen mit Flügel in Mini und Midi um 20% reduziert.


Neue Auseinandersetzung mit alten Kernthemen

Schon bevor es Kulmine gab, lernte Petra Sood von weisen Frauen und lehrte in Seminaren zum Thema Frauengesundheit und Bewegung. Ein Bereich war immer die Kraft des weiblichen Zyklus und das Verständnis dafür. Aus der Erkenntnis, wie wichtig der weibliche Zyklus und auch ein Verständnis der weiblichen Energie ist, ergab sich eine Produktpalette zur Unterstützung von Frauen: die Kulmines. 

Nachdem wir uns eine Weile auf den Shop konzentriert haben, werden wir nun verstärkt unsere Erkenntnisse mit unseren Kundinnen und Leserinnen im Kulmine Blog teilen. Wo immer es möglich ist, werden dabei die Erfahrung und das Wissen unserer Kundinnen miteinbezogen. Zwei Mitarbeiterinnen, Mela Kühnlein und Nina Hanefeld bereichern die Kernthemen in besonderem Maße. Sie verfügen über fundiertes Wissen zum Zyklusgeschehen und Frauengesundheit im Allgemeinen. Zudem bringen sie viele weitere Fähigkeiten ein, die Kulmine zu Gute kommen. 

Die vertiefende Phase hat mit mehreren Artikeln zu PMS begonnen – unterstützt von Tipps vieler Kundinnen auf Facebook und dem Blog.

Das Beste aus dem vergangenen Mond

Zyklisch grüßt das PMS

Bei vielen Frauen folgen Zyklen ab einem gewissen Zeitpunkt einem immer wiederkehrendem Muster: vor der Menstruation schleichen sich manchmal kaum kontrollierbare Emotionen an, wirbeln ihr Innerstes durcheinander und verschwinden, sobald die Mens anklopft. Hier geht es um das prämenstruelle Syndrom (PMS) und was es emotional und psychisch mit uns macht.

http://www.kulmine.de/vibes/zyklisch-gruesst-das-pms

Teil 2: Wie ich mir bei PMS helfen kann

Die wichtigste Botschaft dieses Artikels ist: Du bist PMS nicht hilflos ausgeliefert! Es gibt mehr, was unterstützen und lindern kann, als viele denken. Dabei ist es sicherlich sinnvoll, offen für Experimente und Versuche zu sein, denn so unterschiedlich wir alle sind, so verschieden sind die Bedürfnisse und körperliche Gegebenheiten. Den Anfang machen drei vollständige Rückmeldungen, danach wurden die Tipps vieler anderer Kundinnen thematisch aufgeteilt und teilweise mit Anmerkungen ergänzt.

http://www.kulmine.de/roots/teil-2-pms-hilfe

Cuterus

Es gibt ober-niedliche, neue Sticker-Bögen bei Kulmine zu kaufen, einzeln oder im Set.

http://www.kulmine.de/vibes/cuterus

Ein Gastbeitrag von Fey: Die vaginale Keimflora

Die Keimflora der Vagina – ein Thema, das für die allermeisten Frauen*1 irgendwann in ihrem Leben (oft in negativer Weise) Thema ist. Und doch erlebe ich immer wieder, dass es selten eine kollektive Wissensweitergabe und einen selbstbestimmten Erfahrungsaustausch unter Frauen* gibt, dafür aber noch immer ganz viel Tabu, Scham und Unsicherheit. Dabei ist das schade, weil Vulva und Vagina so faszinierende, kraftvolle und kraftspendende Organe sind. bzw. sein können und eine Vaginalflora im Gleichgewicht ganz viel zu unserem Wohlbefinden beiträgt. Im Rahmen meiner Hebammenausbildung hat eine meiner Lehrhebammen ein Referat zur vaginalen Keimflora angestoßen: „Die vaginale Keimflora – ein wichtiges Thema für uns als Hebammen, aber auch einfach für uns als Frauen!

http://www.kulmine.de/ontopic/vaginale-keimflora-1


Kulmine on Tour in Leipzig

Petra ist Ende September im Naturfachhandel beauty & nature in Leipzig zu Besuch.
Wo: Karl-Liebknecht-Str. 27, Leipzig
Wann: 21. September 2017 von 20–22.00 Uhr.

Leipzig, 21. September ’17

beauty & natureKarl-Liebknecht-Str. 27, Leipzig21. September 2017 von 20–22.00 Uhr

http://www.kulmine.de/kulmine-on-tour/leipzig17

Wir wünschen dir einen reichen Erntemond
von Petra Sood und das Kulmine-Team

P.S.: Im Juni Newsletter fragten wir euch, was alternative Menstruationsartikel und Slipeinlagen in eurem Leben verändert haben. Die Antworten werden wir in der nächsten Woche im Blog präsentieren. Das Dankeschön in Form eines kleines Kulmine-Sets wird den Schreiberinnen bald zugeschickt. #gewinnspiel

Teil 2: Wie ich mir bei PMS helfen kann

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Die wichtigste Botschaft dieses Artikels ist: Du bist PMS nicht hilflos ausgeliefert! Es gibt mehr, was unterstützen und lindern kann, als viele denken. Dabei ist es sicherlich sinnvoll, offen für Experimente und Versuche zu sein, denn so unterschiedlich wir alle sind, so verschieden sind die Bedürfnisse und körperliche Gegebenheiten. 

Den Anfang machen drei vollständige Rückmeldungen, danach wurden die Tipps vieler anderer Kundinnen thematisch aufgeteilt und teilweise mit Anmerkungen ergänzt.

Die Umstellung auf eure Binden hat bei mir bewirkt, den ganzen Zyklus wertzuschätzen …


Yogitee und Yoga 

„Liebes Kulmine-Team, auf die Frage nach PMS-Hilfe wollte ich lieber persönlich antworten: Mir hilft zum einen Frauentee von der Marke Yogitea. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit einer natürlichen, ayurvedischen Behandlung gemacht – je nach Frau ist die Behandlung unterschiedlich und man braucht natürlich einen Heiler des Vertrauens. Ich habe auch eine ayurvedische Kräutermedizin, sie nennt sich ,Ashokarishtam‘ und eignet sich für alle Frauen. Zum Anderen hilft es mir besser zu verstehen, was da in meinem Körper eigentlich vorgeht – zum Beispiel denke ich, dass die Menstruation und die Vorbereitung des Körpers darauf viel Arbeit für den Körper ist, das hilft mir, mich mal zurück zu lehnen und auszuruhen, wenn ich vor oder am ersten Tag der Mens sehr müde bin. Ich denke, dass auch der allgemeine Lebensstil eines Menschen eine große Rolle spielt: Seit ich regelmäßig Yoga mache, bin ich insgesamt ausgeglichener und meine Menstruation und PMS ist viel angenehmer. Eine vegetarisch/fast vagene Ernährung hat bei mir auch geholfen, aber das muss natürlich jede selber entscheiden. 🙂 Und zu guter Letzt, aber nicht weniger wichtig: Die Umstellung auf eure Binden hat bei mir bewirkt, den ganzen Zyklus wertzuschätzen und mich einfach viel wohler zu fühlen. Großes Lob! Ich liebe eure Produkte, auch die Taschentücher sind richtig toll. Und die Binden aus dem letzten Gewinnspiel habe ich an Freunde/Kommilitoninnen weitergegeben, die sich sehr gefreut haben. Ich hoffe, ihr könnt mit den Tipps etwas anfangen! Herzliche Grüße.“

Die Macht von Zykluswissen

„Mir hilft es, mit PMS umzugehen, indem ich weiß, dass [ich] bald meine Periode bekomme. Es ist zwar einfach gesagt, aber es passiert häufig, dass ich durch den Alltagsstress vergesse, dass meine Periode im Anmarsch ist. So frage ich mich dann immer, wieso ich gerade so einen schlechte Laune habe und von jetzt auf gleich auf 180 bin oder den Tränen nahe. Meist ist es dann mein Partner der dann sagt „Schatz du bekommst deine Tage“ und wenn mir das bewusst wird, geht es mir schon viel besser. Ich kann es schlecht beschreiben, aber diesem ganzen Gefühlschaos und Unwohlsein einen Namen geben zu können, beruhigt mich. Denn ich weiß die Ursache und die geht vorbei. So kann ich mich besser verstehen und weiß, wie ich meinem Körper etwas gutes tun kann. Entspannung hilft mir sehr viel und auch das leichte Massieren im unteren Rücken.“

Mein Ruhebedürfnis ernst zu nehmen, war und ist ein Prozess, aber mir wird immer klarer, was für eine große Bedeutung Selbstfürsorge für mich hat.

Frauentee und Zyklusbeobachtung

„Mir hilft auch Prophylaxe am besten, also den ganzen Zyklus über, Frauentee zu trinken (vor dem Eisprung aus Himbeerblättern, Salbei, Beifuß, Holunderblüten, Rosmarin; danach aus Brennnesseln, Frauenmantel und Schafgarbe – übrigens fast alles Kräuter, die an vielen Orten in Deutschland in Hülle und Fülle wachsen) und möglichst viele Momente der Ruhe zu haben. Mir scheint, dass sich in der PMS und dann auch in der Mens spiegelt, wie ich den ganzen Zyklus über gelebt habe. Mein Ruhebedürfnis ernst zu nehmen, war und ist ein Prozess, aber mir wird immer klarer, was für eine große Bedeutung Selbstfürsorge für mich hat. Da gibt der Kulmineblog mir übrigens auch oft ganz tolle Impulse (z. B. die Kraft des Ja, die Slowmission u. ä.). 🙂 Ansonsten geht es mir auch wie [der Kommentatorin vor mir] – das Unwohlsein einordnen zu können, bringt mir Klarheit und Erleichterung. Meine Zyklen sind unregelmäßig und fast nie 28 Tage lang. Früher wusste ich also nie wirklich, wann ich meine Tage bekomme. Da fand ich die PMS-Rückenschmerzen manchmal so praktisch, als einziges verfügbares Signal für die nahende Mens! Jetzt bin ich meiner früheren Frauenärztin unglaublich dankbar, die mich vor nun mehr 13 Jahren auf die Zyklusbeobachtung hingewiesen hat. Jetzt weiß ich fast immer, wo im Zyklus ich stehe und wann ich meine Tage bekomme. (Wie lange mein Körper bis zum Eisprung braucht, ist sehr unterschiedlich, aber die Zeit vom Einsprung bis zur Mens ist fast immer auf 1–2 Tage gleich.)“

Im Folgenden gibt es viele weitere Anregungen, die Kundinnen geschickt haben, und zusätzlich die Dinge, mit denen wir selbst gute Erfahrungen gemacht haben. Nicht jeder der Tipps wird zu deinen Bedürfnissen passen – da sollte jede für sich auf ihren Körper und Psyche hören und herausfinden, was für ihre Symptome hilfreich ist. Bitte beachte unseren Disclaimer und informiere dich entsprechend bei deiner Ärztin oder Arzt oder in der Apotheke!

Zum Einnehmen

  • Vitamin B6: hilft der Stimmung, aber auch bei Brustsymptom. Kann ab dem Eisprung eigenommen werden. Bei diesen als auch weiteren B-Vitaminen sollte man detailliert überprüfen, ob ein Mangel vorliegt und diesen gegebenenfalls beheben.
  • Magnesium: Es ist lohnenswert auf gute Qualität zu achten, bevorzugt ohne Süßungsmittel, wegen der erhöhten Durchfallwahrscheinlichkeit. 400–800 mg pro Tag sind durch den ganzen Zyklus hindurch sinnvoll, spätestens ab dem Eisprung.
  • Vitamin D: Der Wert muss vor der Einnahme bestimmt werden, damit die Dosierung an den Wert angepasst werden kann. Auch im Sommer haben viele Menschen einen Mangel!
  • Muskatellersalbeiöl: 1 Tropfen pro Tag auf ein Stück Zucker. Der Geschmack wird nicht jede begeistern. ;-). Manchen hilft es auch schon als Riechöl auf einem Tuch.
  • CBD: Ein Wirkstoff aus der Hanfpflanze, der für Entspannung zuständig ist, aber keinen Rausch auslöst. Man kann es als Öl oder Pulver einnehmen. Das Öl wird sehr gut über die Haut aufgenommen, zum Beispiel direkt über die Labien.

Essen und Trinken

  • Bewusst gute Ernährung, also ausgewogen und nährstoffreich.
  • Gelüste stillen
    – Oft sind Cravings nach Schokolade ein Ausdruck von Magnesiummangel. Magnesium ist in Mandeln, Kakaonibs und dunkler Schokolade enthalten, aber meist es ist trotzdem schwierig, den körperlichen Bedarf nur damit zu decken.
    – Um den süßen Heißhunger zu stillen, Mandeln (mit Schale) in Ghee braten und danach mit Honig süßen.
    – Selbst gemachte Säfte, z.B. 2 Handvoll Brennessel mit zwei Äpfeln und 1/4 Zitrone mixen mit 250 ml Wasser und durch ein Sieb geben.
    – Auch andere Gelüste können auf ein echtes Bedürfnis im Körper hinweisen. Oft gibt es dafür gesunde Alternativen, Listen dazu finden sich im Internet.
  • Tee, z.B. Frauentee von der Marke Yogitea oder Frauengewürztee von Sonnentor.
  • Zyklustee: Ideal ist es, wenn man für den Zyklustee seinen Zyklus kennt, damit die jeweiligen Tees zur richtigen Zeit getrunken werden können.
    – Zyklustee 1, für die erste Zyklushälfte ab dem ersten Tag der Menstruation:
    Himbeerblätter 40g, Rosmarinblätter 40g, Beifußkraut 40g, Holunderblüten 40g, Salbeiblätter 40g.
    Zubereitung: 3–4 Esslöffel Zyklustee 1 mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen und zugedeckt 7–10 Minuten ziehen lassen. Am besten morgens zubereiten und nach Abseihen über den Tag verteilt aus einer Thermoskanne trinken.
    – Zyklustee 2, für die zweite Zyklushälfte nach dem Eisprung und bis zur Menstruation:
    Brennesselblätter 40g, Frauenmantelkraut 40g, Schafgarbenkraut 40g.
    Zubereitung und Verwendung wie Zyklustee 1.

Noch mehr Inspiration!

Jede kann für sich auf ihren Körper und Psyche hören und selbstständig herausfinden, was für ihre Symptome hilfreich ist.

  • Regelmäßiges Baden in Basen-Bäder: z.B. eine Tüte Kaiser Natron in heißes Badewasser geben und dann mit einem Film oder einem Buch für mindestens 40 Minuten gemütlich machen. 
  • Bewegung, Bewegung, Bewegung
    – Spaziergänge, z. B. mit Musik
    – moderate Bewegung: Yoga, schwimmen gehen
    – sanfte Beckenbewegungen
    – leichtes Schwingen auf einem Trampolin
    – Sport allgemein den ganzen Zyklus über (baut schmerzverstärkende Stresshormone ab und kann förderlich für den Beckenboden sein, z. B. bei Bauchtanz oder Hula-Hoop)
  • ein gut sitzender BH bei starkem Brustsymptom (Sportbustiers)
  • Massage des Bauchs
    – einfach mit etwas Öl den Bauch streicheln, wenn er motzig ist, wer möchte, kann spezielles Menstruationsöl verwenden
    – Massage mit Magnesium-Öl: kaufen oder nach Rezepten im Internet anrühren
  • ein Orgasmus kann die Muskulatur entspannen und durch die ausgeschütteten Hormone – allen voran Dopamin, Serotonin und Endorphine – Schmerzen lindern.
  • Wärme durch…
    – Socken aus echter Wolle! Sind die Füße warm, kann der Rest des Körpers folgen.
    – Wärmflaschen (ruhig mehr als eine!)
    – Karmaband/Cacheur oder ein warmes Tuch um die Nieren/Hüften.

Für die Psyche

  • pms-y days ganz entspannt und ruhig angehen
  • Auf mich hören und mir Ruhe nehmen, wenn ich sie brauche (soweit möglich) 
  • eventuell wichtige Termine auf eine anderer Zyklusphase legen
  • Die Erlaubnis an mich selbst, dass ich mich auch einmal hängen lassen darf, nicht immer stark sein muss.
  • Im Zweifelsfall hilft es, ein bisschen zu weinen, aber ich bin sowieso immer dafür, Emotionen Raum zu geben.
  • Entspannung und Rückzug, Zeit für mich und kreative Arbeiten, orientalische Musik, sanfte Bewegung, mich ausstrecken können.
  • Für die Stimmung benutze ich ätherische Öle in einer Duftlampe, vorzugsweise Mandarine rot, Orange, Lemongrass und/oder Ylang Ylang.
  • Die bewusste Vorfreude auf die Mens als einen „Neubeginn“, als das Tor zu einem neuen Zyklus, als ein Symbol meiner Weiblichkeit
  • Was ich seit neuestem mache: Binden bereit legen und damit den Zyklus „verabschieden„.
  • Liebevolle Wertschätzung meines eigenen Körpers, auch wenn das mit gereizter und allgemein niedergeschlagener Stimmungslage manchmal schwer ist.


Und was hat den Kulmine Frauen am besten geholfen?

Petra (61): „Mir hat zuerst geholfen, dass ich überhaupt von der Existenz von PMS erfahren habe. So konnte ich die speziellen dann auftretenden Emotionen besser einschätzen.
Was auch noch hilfreich für mich war:
Als meine Schilddrüse gut eingestellt war, reduzierte sich das psychische PMS.
Wissen über PMS, Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel haben mir gegen Schmerzen geholfen.
Konstante Bewegung, nicht nur PMS bezogen, half immer.
Yoga für die weiblichen Organe.
Die Erfahrung, dass mein Körper keine Kuhmilchprodukte und Schweinefleisch verdauen kann.
Erkenntnis einer weiteren Nahrungsmittel-Unverträglichkeit.
Körper-, Geist- und Energie-bezogene Techniken wie Taiji halfen rundum.
Seminare, in denen ich lernte, Gefühle und Emotionen zu unterscheiden, zuzulassen als dazugehörig und sie in Selbstverantwortung auszuleben.
Am wichtigsten und besonders nachhaltig wirkten für mich die Fragen wer bin ich und was brauche ich?“


Mela (41): „Entspannung ist für mich körperlich und psychisch das wichtigste Thema. Der Anfang, mir PMS überhaupt bewusst zu werden und auch nur ansatzweise damit umzugehen, war für mich die intensive Auseinandersetzung mit meinem Zyklusgeschehen. Dann ist für mich wichtig, den Zyklus über potenziell auftretenden Ärger direkt zu benennen, andernfalls „verschleppe“ ich ihn und er kommt pünktlich zum PMS zurückgeprallt. Dann achte ich auf Sport (Tanzen) zum Ausgleich und parallel unterstütze ich meinen Körper unter anderem mit Magnesium- und CBD-Öl. Ebenso hilft mir sanfte Bewegung wie Taiji auf mehreren Ebenen, zu entspannen. Insgesamt ist mir mein PMS ein Spiegel dafür, wie achtsam ich im Zyklus mit mir umgegangen bin und ob ich mich ausreichend mit Dingen beschäftigt habe, die mir Freude bringen.“ 

Nina (30): „Bei mir war es eine Mischung aus verschiedenen Aspekten und ich kann gar nicht sagen, welche nun die größte Auswirkung hatte. Die Zyklusbeobachten und das wissen, wann es wirklich PMS ist, war sehr hilfreich, weil ich mich mit diesem Grund meiner Stimmung nicht so ausgeliefert fühlte. Die verschiedenen Nahrungsergänzungmittel haben dann nochmal einen großen Wandel in meinem Körpergefühl und auch meiner Stimmung gebracht.“


Wer Interesse hat, die vollständigen Antworten zu lesen, kann dies z.B. bei Facebook und im Blog in den Kommentaren unserer PMS-Artikel tun.
Fragst du dich, wie diese Zyklusbeobachtung funktioniert, von der hier immer wieder die Rede ist? Dazu bald mehr.

Disclaimer: Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Seite keinen Besuch bei einem Arzt oder Ärztin, ersetzt und auch keine Therapieempfehlungen ausspricht.

Illustrationen: Mela Kühnlein · melamint.net

Tagebuch einer Kulmine-Anfängerin Teil 3: Der Alltag kehrt ein

In diesem Eintrag möchte ich berichten, wie schnell es bei mir ging, in eine gewisse Routine zu finden mit meinen Kulmines.

In meinem Kleiderschrank haben sie ihren Platz in einer Box: Aufgeteilt in Binden und Slipeinlagen, da ich manchmal, vor allem müde am Morgen, den Unterschied nicht sofort bemerke.
Hin und wieder denke ich mir, sie sind das farbenfroheste „Kleidungsstück“, das ich trage. Nur dass es eben keiner sieht. 

Wenn ich während der Mens am Abend oder am nächsten Morgen eine Binde aus meiner Unterhose heraus nehme, wasche ich sie direkt am Waschbecken mit kaltem Wasser aus. Das dauert nicht sehr lange. Wenn ich dann zurück in mein Zimmer gehe und meine Wäsche in den Wäschekorb schmeiße, hänge ich die ausgewaschene Kulmine über dessen Rand, sodass sie dort trocknen kann. Da hängen sie dann und warten auf die nächste 60°C-Wäsche. Hin und wieder (je nach Bedarf) weiche ich Binden auch für ein paar Stunden oder einen Tag in einer Plastikbox ein, die ich dafür ausrangiert habe. Nach der 60°C Wäsche lasse ich die Kulmines auf der Heizung trocknen bis sie dann wieder in ihre Box im Kleiderschrank kommen. Und die Slipeinlagen wasche ich einfach ganz normal wie meine Unterhosen. 

Das alles finde ich sehr unkompliziert. Und im Gegenzug kann ich auf unnötigen Müll und vor allem Chemie und Plastikmembrane verzichten. Worüber ich mir am Anfang auch den Kopf zerbrochen habe ist, was man macht, wenn man seine Binde in der Uni oder bei der Arbeit wechseln möchte. Bis jetzt bin ich noch nicht in die Situation gekommen, dass ich eine blutige Binde unterwegs wechseln wollte. Aber vorbereitet habe ich mich dennoch.
Dafür habe ich ein kleines Täschchen, in das ich eine wiederverschließbare Plastiktüte gelegt habe. Das sollte genügen, bis ich wieder Zuhause bin. 

Ich kann es nur jeder Frau empfehlen, sich um das Thema Gedanken zu machen. Sich zu überlegen, was dem eigenen Körper gut tut und ob herkömmliche Binden wirklich so eine gute Lösung sind. 

Zu Anfang klingt das mit den waschbaren Binden vielleicht noch kompliziert, aber je länger ich darüber nachgedacht habe und es dann ja auch einfach mal probiert habe, desto natürlicher erscheint es mir!

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Hast du Lust, die anderen Einträge des Tagebuchs zu lesen? Hier geht es zu Teil 1 und hier zu Teil 2!


Levantiner Schwämmchen – wieso, weshalb, warum?

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„Ich würde so gerne wieder mit meinem Partner schlafen, wenn diese blöden Schmierblutungen nicht wären!“

„Die Menstruationstasse finde ich total sinnvoll, aber wenn ich sie länger trage, drückt die Tasse unangenehm auf die Blase/den Scheideneingang.“

„Währen der Periode habe ich große Lust auf Sex, aber ich fühle mich wegen meiner starken Blutung unwohl bei dem Gedanken daran.“

„Ich habe Softtampons probiert, finde diese aber viel zu teuer und zudem nicht umweltfreundlich.“

Diese Sätze begegnen mir immer wieder, wenn ich in Internetforen unterwegs bin. Frauen sind auf der Suche nach alternativen Menstruationsartikeln oder wünschen sich unabhängig davon, während der Periode ungestört Sex haben zu können. Aber wie geht das?

Vor allem Frauen mit einer sehr starken Blutung schrecken häufig davor zurück, „einfach so“ mit ihrem Partner intim zu werden. Eine dieser Frauen bin ich – schon seit meiner frühen Jugend habe ich eine überstarke Regelblutung, die dazu noch lange andauert. Wenn dann noch Schmierblutungen dazu kommen, sind das auf einmal eine Menge Tage im Zyklus, die für unblutigen Geschlechtsverkehr nicht mehr in Frage kommen. 
(Mein Partner und ich können offen über Menstruation und ähnliche Themen reden, dennoch bevorzuge ich es, während des Verkehrs nichts von der Blutung zu merken.) 

Eine oft genannte Möglichkeit sind Softtampons – allerdings sind diese teure Wegwerfartikel. Eine Packung mit zehn Stück kostet rund neun Euro und die mehrfache Verwendung eines Tampons ist natürlich nicht vorgesehen.
Eine wiederverwendbare Variante ist, das Diaphragma zweckentfremdet zu nutzen. Dabei ist nur wichtig, dass die Verhütung auf andere Weise gewährleistet ist.
Und einige Frauen sind sogar in der Lage, während des Tragens einer Menstruationstasse Verkehr zu haben. Dies ist aber von den Hersteller:innen eigentlich nicht vorgesehen. 

Levantiner Schwämmchen
Die große Erleuchtung kam, als ich im Nfp-Forum das erste Mal vom so genannten Levantiner Schwämmchen gehört habe. Es handelt sich um einen sehr feinporigen Naturschwamm mit einem Durchmesser von circa fünf Zentimetern. Dieser wird nass gemacht, ausgewrungen und in die Vagina eingeführt, so dass er in etwa vor dem Muttermund platziert wird. Je nach persönlicher Anatomie ist das mal mehr und mal weniger weit vom Vaginaeingang entfernt. Sollte eine Frau eher schmal gebaut sein, kann die übliche Schwammgröße unangenehm sein. In diesem Fall kann sie sich den Schwamm mit einer Schere zur gewünschten Größe zurecht schneiden. 

Durch die sehr feinen Poren kann das Levantiner Schwämmchen eine beachtliche Menge Flüssigkeit aufnehmen und gibt diese erst wieder frei, wenn man den Schwamm ausdrückt oder auswäscht. 

Wie fühlt es sich nun an, einen Naturschwamm zu tragen?
Man spürt ihn nicht (oder schneidet sich ggf. den Schwamm etwas zurecht). Auch der Partner spürt es nicht, wenn man mit Schwamm vaginalen Verkehr hat. Das Schwämmchen ist so weich und flexibel, dass es sich der Anatomie von Mann und Frau anpasst. 

Was passiert nach dem Verkehr?
Da das Levantiner Schwämmchen keinen Rückholfaden hat, ist man darauf angewiesen, es mit den Fingern zu greifen und zu entfernen.
Ich würde jeder Frau empfehlen, sich mit ihrer Anatomie vertraut zu machen, dann fällt das Herausnehmen wesentlich leichter.
Sollte man das Schwämmchen mal nicht erwischen, kann man warten, bis es sich vollgesogen hat und von alleine nach unten rutscht. Möglich ist es auch, etwas zu pressen. Hilft auch das nicht, kann man in der Badewanne oder Dusche in die Hocke gehen.
Mein Schwämmchen ist schon seit einigen Jahren im Einsatz und ich hatte nie Schwierigkeiten, es zu entfernen.
Allerdings bin ich es auch als Anwenderin von Sensiplan (eine Form der Natürlichen Familienplanung) gewohnt, meinen Muttermund zu tasten und habe diesbezüglich keine Berührungsängste. 

Reinigen kann man das Schwämmchen unter fließendem Wasser. Achtung: bitte kaltes Wasser verwenden, sonst gerinnt das Blut! Danach sollte man es in Essigwasser desinfizieren. 
Auskochen würde den Schwamm zerstören, dies bitte nicht ausprobieren. 

Das Levantiner Schwämmchen ist auch dann zu empfehlen, wenn …

  • man nur noch eine leichte Blutung hat und das Einführen und Entfernen einer Menstruationstasse unangenehm ist 
  • man generell eine Menstruationstasse als zu voluminös empfindet und damit ein Fremdkörpergefühl hat 
  • man Tampons nicht verträgt, weil diese die Schleimhäute austrocknen 
  • man eine extrem starke Blutung hat und den Schwamm in die Menstruationstasse legt, um somit mehr Blut auffangen zu können. 

Kleiner Wermutstropfen
Das Reinigen und Wiedereinsetzen des Schwämmchens erfordert, dass man Zugang zu fließendem Wasser hat. Bei der Arbeit oder unterwegs kann dies problematisch sein.
Für mich ist die Nutzung des Schwämmchens daher eher auf Zuhause beschränkt.
(Länger als vier bis sechs Stunden sollte der Schwamm sicherheitshalber nicht getragen werden, auch wenn keine Fälle von TSS bekannt sind.) 

Für mich hat das Levantiner Schwämmchen dazu beigetragen, einen natürlichen Umgang mit meiner Menstruation und meiner Sexualität zu entwickeln. Der Schwamm ist für mich die ideale Ergänzung zur Menstruationstasse und zu Kulmine Stoffbinden und -slipeinlagen.
Ich bin froh, somit völlig unabhängig von Wegwerf-Menstruationsartikeln zu sein. Und neben dem Umweltschutz freue ich mich noch über eine wesentlich gesündere Vaginalflora. 

Habt ihr schon Erfahrungen mit dem Schwämmchen gesammelt? Würdet ihr ihn weiter empfehlen?

Liebe Grüße – Eure Alba


Teil 1: Das Prä-Menstruelle-Syndrom unter der Lupe

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Vor kurzem haben wir nach euren Tipps zu PMS gefragt, aber was ist PMS eigentlich und welche körperlichen Hintergründe hat es?

In diesem Artikel dreht sich alles um die körperlichen Vorgänge von PMS und gibt eine Übersicht dazu, was für Formen und Symptome es geben kann.

Zum Beispiel:

  • Schmerzen in den Brüsten, im Kopf und im Bauch. 
  • Veränderungen von Haut und Haar und dann auch noch Wassereinlagerungen. 
  • Einfluss auf den Darm – von Verstopfung bis Durchfall. 
  • Einfluss auf die Libido und die Psyche


Was sind die biologischen Hintergründe von PMS?

Die drei Buchstaben PMS stehen als Abkürzung für das Prä-Menstruelle-Syndrom und damit für eine ganze Reihe von Symptomen. Die haben ihren Ursprung in der hormonellen Lage vor der Menstruation. Während direkt nach der Menstruation und die ganze erste Zyklushälfte das Östrogen den Ton im Körper angibt, ändert sich das mit dem Eisprung.
Dann bildet sich aus dem kollabierten Follikel, aus dem das Ei gesprungen ist, nämlich der Gelbkörper. Der heißt so, weil er tatsächlich überraschend gelb ist!
Dieser Gelbkörper gibt Progesteron in den Körper ab und dieses hat (je nach körperlicher und psychischer Ausgangslage) ganz unterschiedliche Auswirkungen, vor allem wenn es wie wild ansteigt und dann kurz vor der Mens wieder absinkt. Wenn der Gelbkörper zerfallen ist, setzt die Blutung ein und die nächste Östrogenphase startet. 


Auswirkungen von Progesteron auf den Körper 

  • Die Gebärmutterschleimhaut baut sich stärker auf. 
  • Der Schleim wird weniger und verdichtet sich zu einem Pfropf im Muttermund, der keine Spermien mehr durchlässt. Oft sieht er auch deutlich anders aus – wobei das natürlich individuell verschieden ist. Er kann weißlich oder gelblich aussehen, ist eher cremig oder flockig und schmeckt auch viel säuerlicher als in der Östrogenphase. 
  • Die veränderte Flora kann zu einem trockenen Gefühl der Vulvina führen, bis hin zu einem leichten Jucken. 
  • Der Muttermund schließt sich und wird hart. Beim Tasten kann es nun sein, dass er viel weiter oben ist, als in der Östrogenphase. 
  • Die Körpertemperatur steigt an. 

Diese Veränderungen lassen sich beobachten und Verhütungsmethoden wie NFP geben konkrete Regeln an die Hand, wie Schleim und Temperatur ausgewertet werden können, so dass man genau weiß, in welcher Zyklusphase man sich befindet. Aber es gibt noch eine ganze Reihe von anderen Körperzeichen und viele von ihnen gehören in ihren stark ausgeprägten Erscheinungsformen zu dem, was dann als PMS wahrgenommen wird: 


Brustsymptom 

In der Östrogenphase ist das Gewebe der Brust meist weich. Untersuchungen nach Knoten sind deswegen besonders gut in dieser Zeit durchführen.
Mit der Progesteronphase werden sie langsam voller, größer und fühlen sich manchmal auch schwerer an. Manche BH-tragende Frauen tragen für diese Phase sogar andere BHs als in der Östrogenphase! Diese Veränderung kann sich steigern bis hin zu einem ziehenden oder stechendem Gefühl oder auch richtigen Schmerzen.
Ich liege in der Zeit vor der Mens z.B. fast nie auf dem Bauch beim Schlafen, weil ich das Gefühl habe, dass die Brüste irgendwie immer im Weg sind. 


Veränderungen mit Haut und Haar 

Auch die Haut kann auf das Progesteron reagieren und auf einmal hat man dann ein paar Besucher im Gesicht: Pickel!
Meine Menspickel tauchen hartnäckig nur im Bereich vom Kinn auf und wollen dann auch erst nach der Mens anfangen abzuheilen.
Manche Frauen beobachten, dass das Haar schneller fettig wird vor der Mens. 


Wasser – überall Wasser! 

Die bereits genannten Veränderungen der Brüste kommt (unter anderem) durch eingelagertes Wasser, doch sie sind nicht die einzigen im Körper, die sich in dieser Zeit selbst mit einem Schwamm verwechseln. Und so kommt es, dass viele Frauen vor der Mens aussehen, als würden sie eine Kugel im Bauch vor sich hertragen und haben ein aufgequollenes Gefühl – sogar das Gesicht sieht manchmal etwas anders aus.
Wird das Wasser dann wieder losgelassen, kann es sein, dass kurz vor oder mit der Mens viele Gänge zur Toilette anstehen. Manche Nächte vor der Mens wandere ich gleich mehrmals durch die Wohnung. 


Noch mehr toilettenverbundene Symptome 

Der Darm gehört natürlich in dieser Übersicht dazu – vor allem weil er sich bei dem Produzieren von Symptomen oft besonders eindrücklich hervortut.
Da haben die einen Frauen dann mit Verstopfungen zu kämpfen und die anderen mit Durchfall.
Das Progesteronlevel selbst kann zu Verstopfungen führen und dessen plötzlicher Abfall vor oder während der Mens gibt dann Wasser an den Stuhl ab, weswegen dieser dann dünner (oder sehr viel dünner) ist. 


Verschiedene Schmerzen 

So ein verwirrter Darm kann natürlich auch mal Schmerzen machen, und auch im Kopf kann sich PMS durch Kopfschmerzen äußern. Bei entsprechender Anfälligkeit auch bis hin zu Migräne. Und manche Frauen haben auch Rückenschmerzen. Die Schmerzen können unterschiedliche Ursachen haben, ein häufiger Faktor sind Verspannungen.


Was sagt die Libido?

So sehr ich die natürliche Verhütung mit NFP schätze und auch nicht eintauschen würde gegen etwas anderes, so sehr habe ich mich immer darüber geärgert, dass ich ausgerechnet in der Zeit, in der nicht verhütet werden muss, so selten Lust auf Sex habe. Die Libido nimmt bei manchen kurz vor oder mit der Mens wieder zu und kann damit auch ein beobachtbares Symptom sein. 


Und die Psyche macht auch mit! 

Dieses Symptom ist eines, das besonders individuell ist, aber viele Frauen berichten vor der Mens von Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Genervtheit, Tränen und Wut. In Petras Text wird insbesondere dieser Bereich genauer betrachtet. 


​Die Menstruation ist kein PMS

Es kann zwar zu Blutungen während der PMS Zeit kommen, das dann eher in der Nase und im Zahnfleisch, weil alle Gefäße stärker durchblutet sind. Mit dem Einsetzen der Menstruation selbst, sind die dazu gehörenden Symptome nicht mehr PMS sondern Symptome der Menstruation. Aber obwohl es hier um zwei verschiedene Situationen geht, können die kommenden Tipps natürlich trotzdem auch bei der Mens helfen!


Wenn ich daran denke, wie ich früher unter so vielen dieser Symptome gelitten habe, dann bin ich um so froher, dass ich Wissen gefunden habe, wie ich mir helfen kann. Zwischendrin war ich zwar auch mal verwirrt, weil ich das Gefühl hatte, dass die wegfallenden Symptome mir auch Hinweise zum Start der Mens wegnahmen. Aber die Anzeichen sind einfach nur feiner geworden und mit Aufmerksamkeit (und Nfp) weiß ich auch heute noch, wann meine Mens startet und wann ich mir vorher besondere Aufmerksamkeit schenke.


Viele von euch haben ganz unterschiedliche Umgangsmöglichkeiten und Hilfen gefunden und sie mit uns geteilt. Und die gibt es dann direkt im nächsten Artikel!

Illustrationen: Mela Kühnlein · melamint.net