Wandel durch Kulmine

​Am Dienstag haben wir euch eingeladen Texte über die Veränderungen zu schreiben, die durch Kulmine in Gang gesetzt wurden. 
Zwei Kundinnen erhalten als Dankeschön für ihre Texte ein Set von unseren besonders bunten Kulmines. 
Ihre Erfahrungen kannst du nach einem Klick auf „weiterlesen“ entdecken.

Ines: Dieses Jahr habe ich zwanzig Jahre lang meine Mens.
In dieser Zeit hat sich die Einstellung dazu und die verwendeten Produkte mehrfach geändert. Anfangs war ich noch stolz. Ich habe konventionelle Binden verwendet und dann wurde es schnell nervig und unangenehm: der Geruch, das Kratzen, die Unflexibilität, das gefühlt laute Rascheln.
Ich probierte Tampons, ein zwiegespaltenes Verhältnis entstand. Schmerzen durch Trockenheit, das ewige kalkulieren der Zeit, die man ihn schon trägt, ständig an einem langen Schultag entscheiden, ob Binde und dann Tampon nutzen oder den Schmerz auf sich nehmen, einen zweiten Tampon zu nutzen. 

Mit dem Internet entdeckte ich Menstruationstassen, eine erste Offenbarung. Endlich wirklich flexibel und es kam das Gefühl auf, die Mens, welche vorher ein Krampf und Kampf war, nicht mehr zu bemerken und sich durchgehend „normal“ bewegen zu können. Durch mehr stöbern im Internet kam ich auf Stoffbinden und nutzte diese zuerst nur nachts und gegen Ende der Blutung. Leider waren die ersten Modelle eher hart und etwas schwitzig. 

Mit den Kulmines wandelte sich alles noch einmal, da diese das völlige Gegenteil der konventionellen Produkte waren und ich mich damit plötzlich geborgen, geschützt aber auch wertgeschätzt fühlte.
Seit einiger Zeit und mit wachsendem Sortiment nutze ich fast ausschließlich Kulmines und den Cup nur noch, wenn ich wirklich lange unterwegs bin und keine Möglichkeit habe, mich mit meiner Mens auseinanderzusetzen.
Denn sonst nehme ich sie gerne an und gönne mir auch mal kurze Auszeiten damit und erfühle einfach, wie sich die Blutung über die Tage verändert – ohne Hintergrundkalkulation, ob ich genug Vorrat da habe oder was auch immer … einfach frei. 

Der Schlüsselmoment war, als ich mich vor einem Tanzlehrgang spontan entschied, nicht von der Kulmine auf den Cup umzusteigen. Von da an wurde es irgendwie selbstverständlich, dass damit alles geht – na gut außer Schwimmen 😉 – und ich freue mich immer wieder, die für den Tag passende (das ist sowohl vom Modell als auch von der Farbe abhängig) Kulmine auszuwählen.

Lara: Meine erste Mens kam im November 1998, als ich gerade 11 Jahre alt war.
Letztes Jahr wurde sie volljährig und genauso lange habe ich gebraucht, um an und mit ihr zu wachsen. Obwohl der Ablauf jeden Monat der gleiche ist – ein Ei reift, wird nicht befruchtet, die Mens kommt –, waren meine Gefühle ihr gegenüber nie die gleichen. Anfangs Scham, schon zu bluten. Später Sorge, ungeplant schwanger zu werden und bitte zu bluten. Nun Hoffnung, schwanger zu sein und die Mens ein paar Monate zu verabschieden. 

Bis ich Kulmine entdeckte, war die Mens für mich „Müll“. Warum sonst sollte es Einwegbinden geben, die nur für den Abfall taugen? Mit dem Kinderwunsch kam die neue Sichtweise auf die Mens. Auch, wenn das monatliche Herzrot nun einen kleinen Abschied von einem potenziellen Kind bedeutet, berührt mich, dass die Mens auf Kulmines wertgeschätzt wird. Was da abblutet, ist das potenzielle zeitweilige Zuhause des Babys, das diesmal nicht zu uns gekommen ist. Kein Müll. Durch das bewusste Auswaschen und Verabschieden der Mens und das Wiederverwenden der Helas schließt sich für mich ein Zyklus, der mal größere, mal kleinere Kreise zieht.


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