Die Macht der Wörter

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Vor kurzem saß Nina mit einer Bekannten in einem Café und erzählte vom Menstrual Hygiene Day, als sie auf einmal gefragt wurde: „Wieso haben die eigentlich das Wort Hygiene im Namen?“

Ein Zitat (aus einem empfehlenswerten Artikel), das uns im Rahmen des MHDays aufgefallen war, bringt unser Unbehagen an besagtem Namen schon auf den Punkt:

Our period should be a source of pride and power.

Blandine Umuziranenge

Darüber hinaus kann man immer noch von Hygiene reden, wo es an Grundkenntnissen darüber mangelt. 

Wie genau es zu dieser Verknüpfung von Worten kam, können wir erstmal nur vermuten. Der MHday wurde von Wash-United initiiert, einer Organisation, die sich weltweit für den Zugang zu sauberen Toiletten einsetzt. Da ist es vermutlich naheliegend, bei Menstruation auch an Hygiene zu denken – auch wenn es im Englischen nicht gebräuchlich ist, von „menstrual hygiene“ zu sprechen.

 

Warum kann „Hygiene“ in diesem Zusammenhang kritisch gesehen werden? 

Als eine mögliche Definition des Wortes schlägt Google vor, dass Hygiene „Maßnahmen zur Erhaltung der Sauberkeit“ sind. Aber das würde voraussetzen, dass Menstruation erstmal eine schmutzige Angelegenheit ist. Und schon ist man mitten in dem Aberglauben von Menstruation als etwas Unreinem! 

Da unser Verständnis von Menstruation aber einen so anderen Fokus hat und wir finden, dass unter dem Namen viele tolle Frauen zusammenkommen und etwas bewirken, hatten wir die Idee: Wir benennen den Tag einfach um in Menstrual Health Day!
Die Abkürzung und das Kernthema bleiben erhalten und zudem können wir mit dem neuen Namen eine andere Kraft geben. Worte haben eine große Macht und in diesem so besonderen Tag liegt ein großes Potential – warum es nicht auch mit einem guten Namen voll ausschöpfen, so dass er auch eine positive Ausrichtung transportiert?

Für eine positive Menskultur! 

Das Wort „health“, Gesundheit, ist für uns mehr als die Abwesenheit von Krankheit (wie das sonst oft verstanden wird), sondern verweist auf einen natürlichen Zustand, in dem man sich rundum wohl fühlen kann.
Mit „health“ sprechen wir gleichzeitig alle weiterführenden Aspekte an, die wir von Kulmine für einen elementare Bestandteile einer positiven Menskultur sehen. Zum Beispiel auch der Umgang mit PMS und Schmerzen, eine unterstützende Vitamin- und Mineralien-Versorgung und einen ausgeglichenen, hormonellen Haushalt. Natürlich spielen hier gesunde Menstruationsprodukte eine wichtige Rolle, die ohne chemische Zusätze auskommen, aus möglichst naturbelassenen Materialien hergestellt sind und somit der Flora der Vulvina gut tun. 

Anstatt Scham und sich verstecken müssen, bringt eine positive Menskultur einen Umgang mit sich, der die eigenen Ressourcen und Bedürfnissen achtet und ein natürliches Verhältnis zur Menstruation ermöglicht!


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